Leitungen, Steckverbinder & Interface
15.04.2018

Igus: Rollenkette für Kran- und Portaleinsatz mit optionaler intelligenter Verschleißüberwachung

Um die Verfügbarkeit von Krananlagen und Portalen zu steigern, hat Igus jetzt seine Kernkompetenzen aus den Bereichen Gleitlagertechnik und Energieketten kombiniert. In der P4.1 Rollenkette für lange Verfahrwege sorgen neu entwickelte tribologisch optimierte Gleitlager für die schmierfreie Lagerung der einzelnen Kettenglieder. Damit verlängert sich die Lebensdauer der Energiekette. Optional lässt sich die P4.1 E-Kette durch einen integrierten Isense-Verschleißsensor in das Igus-Predictive-Maintenance-Konzept integrieren.

Laut Igus bewährt sich das System P4 seit vielen Jahren als optimale Lösung, wenn es um anspruchsvolle Anwendungen geht: In über 1.000 Kran- und Portalanwendungen weltweit, bei Verfahrwegen bis 800 m, hohen Geschwindigkeiten von mehr als 5 m/s und mehreren Millionen Zyklen mit geringen Vibrationen und Verfahrgeräuschen hat sich die P4-Rollenkettenserie bereits bewährt. Mittels im Kettenglied integrierter Rollen wird die Reibung auf ein Minimum reduziert und die Lebensdauer maximiert. Durch Versatz zwischen Obertrum und Untertrum werden die Kunststoff-Rollen nicht überrollt, sondern rollen aneinander vorbei, um einen besonders ruhigen Lauf zu ermöglichen. Daraus resultierend sinkt der Reibwert und die Antriebsleistung reduziert sich nach Herstellerangaben um 57 %. Anwender, wie der Kranbauer ZPMC, setzen bereits seit vielen Jahren auf die Profil-Rollenkette. Durch den Einsatz neuer schmiermittel- und wartungsfreier Gleitlager aus Hochleistungskunstoffen hat Igus die E-Kette nun weiter entwickelt.

Verschmelzung zweier Kernkompetenzen

Seit 1964 entwickelt und produziert Igus Hochleistungskunststoffe für schmiermittelfreie Gleitlager und robuste E-Ketten. Durch die Erfahrung aus beiden Bereichen und die Erforschung neuer Kunststoff-Compounds konnten die Igus-Entwickler die P4.1-Rollenkette weiter optimieren, um die Anlagensicherheit und -verfügbarkeit zu steigern. In jeder Verbindung der Kettenglieder befindet sich eine Lagerstelle für eine Schwenkbewegung. Diese wurde jetzt neu mit einem wartungsfreien Tribopolymer-Gleitlager ausgestattet und damit die Lebensdauer mehr als verdoppelt. So können nach Angaben von Igus beispielsweise Containerkrane in Häfen jetzt Lebensdauererwartungen von mehr als 15 Jahren beziehungsweise 20.000 und mehr Betriebsstunden, bei geringem Wartungsaufwand und hoher Ausfallsicherheit, erreichen.

Intelligente Vernetzung und vorausschauende Wartung

Optional kann die neue P4.1 mit smarten Überwachungssensoren, beispielsweise mit einem Verschleißsensor für die neu eingesetzten Gleitlager, ausgestattet werden. Dieser kann ab einer definierten Verschleißgrenze ein Signal an das Igus-Icom-Kommunikationsmodul ausgeben, mit dem die Wartung vorausschauend geplant werden kann. Je nach Kundenwunsch lassen sich die Daten des Icom-Moduls unterschiedlich nutzen: Mit einer direkten Einbindung in die vorhandene Softwareumgebung und Intranetlösung für eine reine Wartungsmeldung oder mit der Anbindung an das Igus-Datacenter für eine intelligente und dynamische Lebensdauervoraussage. In diesem Fall werden die Wartungsempfehlungen via Machine Learning und KI-Algorithmen ständig mit den Erfahrungen aus vielen laufenden Anwendungen abgeglichen und präzisiert. Durch die intelligente Vernetzung der P4.1-Rollenkette kann der Instandhalter jederzeit an jedem Ort auf die Lebensdauerdaten der Energiekette zugreifen.

www.igus.de

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