Industrie 4.0
14.03.2019

Idap: Neues MES-Modul Integriertes Prozessdatenmanagement

Anwender der IDAP können mit PRM, dem neuen Modul der auf SAP-ERP abgestimmten MES-Lösung IDAP.mes, in drei Schritten mehr Prozesskontrolle gewinnen. Das Ziel: die Optimierung der Prozesse in der Produktion.

(Bild: Idap Informationsmanagement GmbH)

(Bild: Idap Informationsmanagement GmbH)

Moderne Sensoren, Messsysteme und Anlagensteuerungen erfassen heute Prozessdaten aller Art- Informationen, wie Temperatur, Druck oder Fließgeschwindigkeit, bleiben bisher jedoch meist ungenutzt. PRM - das neue Modul der konsequent auf SAP ERP abgestimmten MES-Lösungen IDAP.mes - zapft diese „Datentöpfe“ an.

Im Gegensatz zu Instrumenten zur reinen Visualisierung von Prozessdaten können PRM und IDAP.mes dabei die erfassten Prozesswerte über die gesamte Wertschöpfungskette weiterverarbeiten und mit den Daten zu Aufträgen, Artikeln und Chargen bzw. aus der QM- und Instandhaltung verknüpfen. Ein echter Mehrwert. Lassen sich doch so Zusammenhänge besser erkennen, in Echtzeit. Das nennt man dann eine 360-Grad-Sicht auf die Produktion.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, ein Ziel

Die konkreten Anwendungsszenarien von PRM und IDAP.mes sind vielfältig. Ein Kunde aus der Metallindustrie beispielsweise hat mehrere automatisierte Gießanlagen an IDAP.mes ange-bunden und setzt PRM als effektives Frühwarnsystem ein. Die mit der Maschinensteuerung vernetzten Sensoren erfassen hier unter anderem den Druck im Vergießofen. Damit wird die Zeit seit dem letzten Einfüllen des Flüssigeisens überwacht. Eine zu lange Standzeit würde sich negativ auf die Qualität der Schmelze auswirken. Und die ist in einer Gießerei von entscheidender Bedeutung.

Grenzwertüberschreitungen werden über Warnleuchten optisch signalisiert und dem ver-antwortlichen Mitarbeiter zugleich über das System gemeldet. Beides, die Meldungen wie auch die Durchführung der für diesen Fall vorgegebenen Maßnahmen (Schmelze aufzufrischen), müssen quittiert werden. Zudem kann über ein Cockpit jederzeit und von überall mit jedem Endgerät auf sämtliche Maschinenstati, Prozesswerte und Rückmeldedaten zugegriffen werden. Insgesamt wird so ein Reagieren möglich, noch bevor Probleme auftreten.

Ebenfalls überwacht wird die Standzeit der Schmelze in der Vergießrinne bei Anlagenstillstand, sowie die Temperatur in der Probenkokille. Letzteres dient als Unterstützung des Werkers bei der fertigungsbegleitenden Qualitätsprüfung. Zudem werden alle mit dem Ge-samtprozess verbundenen Störzeiten automatisch erfasst, protokolliert und über manuelle Meldungen am Maschinenterminal den Stillstandsgründen zugeordnet. Mit anderen Worten: OEE-Analysen in Echtzeit.

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 24.05.2019