Industrie 4.0
03.04.2019

Hannover Messe richtet sich ab 2020 neu aus

Die Deutsche Messe AG will die Hannover Messe ab 2020 noch stärker auf die Transformation der Industrie hin ausrichten. Mit jährlich rund 6.000 Ausstellern und mehr als 200.000 Besuchern sei die Hannover Messe die weltweit wichtigste Industriemesse und nehme eine Spitzenposition im Zeitalter der Digitalisierung ein. Darüber hinaus soll es zukünftig sieben Ausstellungsbereiche geben, mit denen die Weichen für weiteres Wachstum in den Kernsegmenten Industrie, Energie und Logistik gestellt werden.

(Bild: Deutsche Messe)

Mit den nun bekannt gegebenen strategischen Anpassungen, die sowohl die Markenführung, das Themen-Setting als auch das Geländelayout betreffen, soll die Position der Hannover Messe für die Zeit ab 2020 als "weltweite Nummer 1 der Industriemessen" weiter gestärkt werden.

"Der globale Bekanntheitsgrad der Hannover Messe ist einzigartig", sagt Dr. Jochen Köckler, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen Messe AG. "Wir werden die Marke weiter stärken und daher die bisherigen Submarken in der Dachmarke Hannover Messe integrieren und aufgehen lassen. Außerdem schaffen wir mit der neuen Geländebelegung Raum für Wachstum. Unser klares Ziel: eine starke Hannover Messe, die weiterhin die industrielle Transformation vorantreibt und wächst – sowohl bei Ausstellern als auch bei Besuchern."

Der Ausstellerbeirat der Hannover Messe unterstützt die Weiterentwicklung. Prof. Dr. Friedhelm Loh, Vorsitzender des Ausstellerbeirats: "Die Maßnahmen zur konsequenten Weiterentwicklung der Hannover Messe werden zu 100 % von den Mitgliedern des Ausstellerbeirats mitgetragen. Damit ist und bleibt sie das Schaufenster für die Innovationskraft des Industriestandorts Deutschland – auch im Zeitalter der digitalen und industriellen Transformation."

Im Zuge von Industrie 4.0 rücken auch die Bereiche Produktion und Logistik noch enger zusammen. Als logische Folge und nicht zuletzt auch hier auf Wunsch der Branche werden die Themen der Intralogistik-Messe Cemat als Säule und Ausstellungsbereich unter der Dachmarke integriert.

"Unter dem Leitthema Industrial Transformation zeigen unsere Aussteller, wie sich die Industrie in Zeiten von Industrie 4.0, künstlicher Intelligenz und 5G aufstellt und welchen Beitrag ein hochautomatisierter Materialfluss leistet", so Dr. J. Köckler.

Ab 2020 sieben Ausstellungsbereiche

Inhaltlich gliedert sich die Hannover Messe künftig in sieben Ausstellungsbereiche, die alle Kernsegmente der Weltleitmesse der Industrie widerspiegeln:

Im Bereich Future Lab (ab 2020 in den Hallen 21 und 24) stehen Forschung und Entwicklung, Start-ups, Emerging Technologies, Innovationskultur und die Zukunft der Arbeit auf der Agenda.

Dr. J. Köckler: "Im Nordosten des Geländes schaffen wir einen Hotspot für Innovationen. Start-ups treffen auf Forschungsinstitute. Industrieunternehmen treffen auf junge Talente und Querdenker. Das Future Lab gewährt Einblick in die Industrie von übermorgen."

Der Ausstellungsbereich Automation, Motion & Drives (ab 2020 in den Hallen 2 bis 13) umfasst unter anderem die Themen Fabrik-, Prozess- und Energieautomation sowie die Antriebs- und Fluidtechnik, Robotik, industrielle Sensorik und Bildverarbeitung, Stromübertragung, Transformatoren, Energieführung sowie Logistikautomation und Lagertechnik.

"Die Automation ist der Ursprung des Wandels hin zu einer umfassend vernetzten Industrie. Im Messegelände belegt sie zukünftig den kompletten Osten und Süden des Geländes und bildet somit den Rahmen für die industrielle Transformation und ermöglicht eine optimale Besucherführung", erklärt Dr. J. Köckler.

Die Digital Ecosystems rücken in das Zentrum des Messegeländes (ab 2020 in den Hallen 14 bis 17). Dort dreht sich alles um die digitale Vernetzung und Anwendungen für Industrie mit den Themen Unternehmenssoftware, PLM, MES, Logistics-IT, Digitale Plattformen und Cloudlösungen, IT-Security, Augmented & Virtual Reality, Energiemanagement-Lösungen, Künstliche Intelligenz oder 5G-Infrastruktur.

"Die digitalen Ökosysteme stehen im Zentrum der industriellen Transformation. Sie strahlen auf alle anderen Bereiche der Messe aus und rücken daher ab 2020 in die Mitte des Messegeländes", erklärt der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Messe.

Auf die Versorgung von Industrieanlagen und angeschlossener Mobilitätsinfrastruktur, insbesondere mit elektrischer Energie, konzentriert sich der Bereich Energy Solutions. Im Einzelnen geht es um Stromerzeugung, Stromübertragung, Strom-, Wärme- und Kälteversorgung sowie um die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge (ab 2020 in den Hallen 11, 12, 13, 27).

Der Ausstellungsbereich Logistics wird zweijährlich ausgerichtet und umfasst Förder- und Lagertechnik, Lager- und Betriebseinrichtungen, Flurförderzeuge und Zubehör, fahrerlose Transportsysteme, Verpackung und Logistikdienstleistungen (ab 2020 in den Hallen 2, 3 und 4). Jährlich hingegen werden sich zukünftig auch in den anderen Ausstellungsbereichen Logistikthemen wiederfinden – insbesondere die Themen Logistikautomation sowie Digital Logistics.

Zukunftsthemen, wie Leichtbau und Additive Manufacturing, Oberflächentechnik, materialspezifische Komponenten, Fügetechnologien und Engineering-Dienstleistungen, finden sich im Ausstellungsbereich Engineered Parts & Solutions (ab 2020 in den Hallen 19, 20, 22, 23).

Der zweijährlich stattfindende Ausstellungsbereich Compressed Air & Vacuum punktet mit innovativer Druckluft- und Vakuumtechnik für sämtliche industriellen Prozesse (ab 2020 in der Halle 26).

Eine besondere Neuerung ist, dass diese Ausstellungsbereiche zukünftig insbesondere bei der Ausstellerplatzierung und Community-Bildung eine Rolle spielen werden. "Unter der Dachmarke Hannover Messe werden die Besucher jedoch sehr viel differenzierter als bislang angesprochen. Dies ermöglicht eine deutlich bessere und zielgenauere Informationsmöglichkeit für die Besucher", heißt es in einer Pressemeldung der Deutschen Messe.

Die nächste Hannover Messe wird vom 20. bis 24. April 2020 ausgerichtet. Partnerland ist Indonesien.

ZVEI begrüßt Neuausrichtung

Auch der Branchenverband ZVEI begrüßt die geplante Weiterentwicklung der Hannover Messe ab 2020. „Die hohe Veränderungsdynamik in der Industrie durch Digitalisierung und Vernetzung erfordert einen Messepartner, der fähig ist, ebenfalls Tempo aufzunehmen“, erklärt Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. Die neue Markenstrategie und Geländestruktur sowie die stärkere Fokussierung auf Themen der industriellen Transformation gewährleiste dies, wodurch sich die Attraktivität der weltweit wichtigsten Industriemesse nochmals erhöhe. „Die Elektroindustrie als wichtigster Innovator und Treiber des digitalen Wandels erwartet einen Messeplatz, der die Leistungen der Branche im digitalen Ökosystem bestmöglich abbildet. Die Hannover Messe stellt dies auch ab 2020 weiter sicher.“ 

Die Neuordnung der Hannover Messe wird vom ZVEI ebenfalls unterstützt: „Die Bereiche nehmen gezielter als bisher inhaltlich Bezug aufeinander. Gleichzeitig wird die Schlüsselrolle der Automation für die industrielle Transformation noch sichtbarer“, betont Gunther Koschnick, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Automation.

www.hannovermesse.de

 

 

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„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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