Industrie 4.0
07.01.2015

Freudenberg IT: Ergebnisse der Studie "IT Innovation Readiness Index"

Der Paradigmenwechsel hin zu Industrie 4.0 ist nicht nur für Unternehmen eine große Herausforderung. Auch die Politik hat das Thema inzwischen auf ihre Agenda gesetzt, wie der IT-Gipfel 2014 unterstreicht. Vor diesem Hintergrund gewinnen die Ergebnisse der zweiten Ausgabe des IT Innovation Readiness Index (IRI) des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag von Freudenberg IT an Bedeutung.

Freudenberg IT sieht für 2015 fünf große Herausforderungen im Lastenheft für die deutsche Fertigungsindustrie. Dabei bleibt das Thema Effizienzsteigerung mit dem Ziel der Kostensenkung in der Produktion die Toppriorität. So gaben 79 % (2013: 80 %) der Befragten an, dass sie dieses Thema als „sehr große Herausforderung“ betrachten. Deutlich gestiegen ist die Bedeutung von immer individuelleren Kundenanforderungen an die Industrie: Eine Zunahme von 59 % auf 68 % im Vorjahresvergleich bringt diesen Aspekt auf Platz zwei des Rankings. Mit 66 %wurden Innovationsdruck und kürzere Markteinführungszeiten (Time-to-Market) als drittwichtigste Herausforderung genannt – ein Anstieg um 6 Prozentpunkte gegenüber 2013. Einen Sprung nach vorne hat der Themenkomplex Internationalisierung/Globalisierung gemacht. Während dieser im Vorjahr lediglich von 38 % der Befragten als „sehr große Herausforderung“ gesehen wurde, hat sich der Anteil in der diesjährigen Befragung auf 61 % erhöht. Unternehmen sehen sich demnach von der fortschreitenden Internationalisierung, einer länderübergreifenden Verteilung von Produktionsstandorten und Lieferketten, unter Druck gesetzt. Hinzu kommt der Fachkräftemangel in der Produktion aufgrund des demografischen Wandels: Rund 33 % der Studienteilnehmer nannten dies 2014 eine „sehr große Herausforderung“.

„Die deutsche Fertigungsindustrie steht vor einem Fachkräftemangel 4.0“, erläutert PAC-Analystin Stefanie Naujoks. „Auf dem Weg in die vierte industrielle Revolution darf der Erfolgsfaktor Mensch in der Smart Factory nicht übersehen werden. Mit der Transformation in Richtung Industrie 4.0 werden sich auch Job- und Ausbildungsprofile grundlegend verändern.“

IT im Zentrum der Transformation

„Vor dem Hintergrund der Prioritäten des produzierenden Gewerbes ist klar ersichtlich, dass der IT eine zentrale Rolle in der Transformation der Fertigungsprozesse zukommt“, erklärt Horst Reichardt, CEO von Freudenberg IT. „Um die genannten Herausforderungen zu bewältigen muss die Branche sich bereit machen für das Zeitalter der Industrie 4.0. Konkret bedarf es innovativer MES-Lösungen (Manufacturing Execution System), die selbststeuernde Produktionsprozesse ermöglichen und so die Wettbewerbsfähigkeit der fertigenden Industrie durch Effizienz, Individualisierung und kürzere Time-to-Market-Zyklen sicherstellen.“

So haben kürzlich veröffentlichte Untersuchungen von Acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) und Fraunhofer IAO ergeben, dass die Einführung einer selbstregulierenden Fertigungssteuerung in der Automobilindustrie zu einer Effizienzsteigerung von 30 % führen kann. Dies gelingt durch die Etablierung einer „intelligenten Fabrik“, in der Mitarbeiter, Maschinen und Produkte kontinuierlich miteinander kommunizieren und auf diese Weise nicht nur eine vertikale, sondern auch eine nahtlose horizontale Integration sämtlicher Prozessschritte umsetzen.

Informationen zur Studie

Für die repräsentative Untersuchung befragte das Marktforschungsinstitut PAC in einer zweiten Welle rund 130 IT-Entscheider und Produktionsleiter mittelständischer Fertigungsunternehmen in Deutschland. Die befragte Unternehmensgruppe setzt sich aus folgenden Branchen zusammen: Maschinen- und Anlagenbau (36 %), Automotive (29 %) sowie sonstige Fertigung (36 %) mit einer Mitarbeiterzahl von 250 bis 499 (40 %) beziehungsweise 500 bis 4.499 (60 %). Auftraggeber für den „IT Innovation Readiness Index“ ist Freudenberg IT. Der IT-Provider und SAP-Spezialist für den industriellen Mittelstand legt damit schon das zweite Jahr in Folge ein aktuelles Bild zum Status Quo der IT-Durchdringung in diesem Unternehmenssegment vor. Die Studienergebnisse des „IT Innovation Readiness Index 2014“ können unter http://www.freudenberg-it.com/de/it-innovation-readiness-index-2014/ abgerufen werden, die Ergebnisse aus 2013 unter http://www.freudenberg-it.com/de/it-innovation-readiness-index/ueberblick.html.

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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