Industrie 4.0
20.12.2017

Elektro-Engineering und Automatisierung verbinden

Die Integrationslösung von Eplan Electric P8 zu Melsoft iQ Works aus dem Hause Mitsubishi Electric verbindet das Elektro-Engineering mit der Automatisierung. Daten, wie beispielsweise symbolische Adressen, lassen sich ab sofort bidirektional mit der aktuellen Software-Suite austauschen. Das Ergebnis in Eplan Electric P8 ist überzeugend: valide Schaltpläne inklusive Bus-Verkabelung der SPS-Komponenten untereinander und qualitativ hochwertige Hardware-Konfigurationen.

: lm Navigator der Software-Suite Melsoft iQ Works wird die Software-Konfiguration auf Basis der Eplan Daten dargestellt

SPS-Daten bidirektional austauschen – das ist ein Mittel zur Optimierung der Prozesse in Engineering und Automatisierung. Mit der auf der Fachmesse SPS IPC Drivesvorestelten Kopplung von Eplan Electric P8 zu Melsoft iQ Works gehen Mitsubishi Electric und Lösungsanbieter Eplan noch einen Schritt weiter. Automation-ML ist die Grundlage für diese Integration, die mit großer Neutralität und Offenheit zum Datenaustausch den Weg Richtung Industrie 4.0 ebnet. Der in Eplan erzeugte Datensatz ist die Basis für den SPS-Hardwareaufbau (Rack) und die Software-Programmierung. Das Besondere: Die Daten werden durch den gesamten Prozess der Produktentwicklung als „Single Source of Truth“ weitergereicht. Benötigte Komponentendaten stellt das Eplan Data Portal bereit. Das beschleunigt die Konfiguration von Komponen-ten und die Entwurfsplanung.
iQ Works ist eine integrierte Software-Suite und umfasst die Software-Lösungen, die für die Programmierung der Automatisierungsprodukte von Mitsubishi Electric benötigt werden. Mit der neuen Kopplung zur aktuellen Eplan Plattform, Version 2.7, können Anwender in jedem Projektstadium und in jede Richtung Projektdaten austauschen, nachträglich bearbeiten und abgleichen. Die Mehrfacheingabe von Daten entfällt und Eingabefeh-ler werden direkt vermieden. Die Zusammenarbeit zwischen den Konstrukteuren der Elektrotechnik und den Softwareentwicklern vereinfacht sich. Anwender in der Elektrokonstruktion profitieren von mehreren Vorteilen: Die Belegung der SPS-Baugruppen ist transparent. Baugruppen lassen sich schneller systemunterstützt bearbeiten. Last-Minute-Änderungen sind einfacher und durchgängiger umsetzbar.

Die Technologie von Automation-ML

Als herstellerneutrales, standardisiertes und XML-basiertes Datenformat kann Automation-ML Planungsin-formationen bezüglich Anlagentopologie und Struktur, Geometrie sowie Logik abbilden. Zur Darstellung der Struktur- und Topologieinformationen greift Automa-tionML auf das bereits international in der IEC 62424/IEC 62714 standardisierte Datenformat CAEX (Computer Aided Engineering Exchange) zurück. Dieses bietet objektorientierte Grundkonzepte, die für die Darstellung von Anlagenstrukturen eingesetzt werden. AutomationML bietet außerdem die Möglichkeit, die Anlagenstruktur, wie beispielsweise den Rackaufbau, weiterzugeben. Das bietet eine lückenlose und gut strukturierte Dokumentati-on, auch für Instandhaltung und Wartung. Letztlich lassen sich Daten verschiedener Software-Werkzeuge, wie beispielsweise Geräteinformationen zwischen Herstellern und Anwendern, austauschen und einfach in die Dokumentation integrieren.

Über iQ Works

iQ Works ist eine eingebettete Software-Suite, in der die Programme GX Works3, MT Works2, GT Works3, RT ToolBox2 und FR Configurator2 zusammengefasst sind, die für die Programmierung der Automatisierungsproduk-te von Mitsubishi Electric benötigt werden. Die Software-Integration wird durch den Navigator unterstützt, der als einfach zu bedienende, grafische Schnittstelle zwischen Anwender und zentraler Systemkonfiguration agiert. Eine weitere Vereinfachung erfolgt durch die projektübergrei-fende Verwendung von System-Labeln und Parametern. Die Vorteile dieser leistungsstarken Software-Suite liegen in der Vereinfachung der Systementwicklung dank eines deutlich geringeren Aufwands bei sich wiederholenden Aufgaben, der Minimierung von Fehlerquellen und der damit verbundenen Verringerung der Gesamtbetriebskosten.

Hintergrund

Seit Jahren verbindet die Unternehmen Eplan und Mitsubishi Electric eine strategische Partnerschaft. Lösungsanbieter Eplan ist Mitglied der „e-F(at)ctory Alliance“; Mitsubishi Electric stellt im Gegenzug Daten im Eplan Data Portal bereit. Die Ziele sind für beide Unter-nehmen im Sinne ihrer Kunden/Anwender klar: Datenqualität steigern, Prozesse in Engineering und Fertigung beschleunigen, Produktivität steigern

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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