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01.08.2019

Bosch: Unternehmensbereich Industrial Technology erweitert Führungsmannschaft

Zum 1. Juli 2019 hat Sven Hamann die Leitung von Bosch Connected Industry übernommen. Er folgt auf Dr. Stefan Aßmann, der Business Chief Digital Officer für den Bosch-Unternehmensbereich Industrial Technology wird. Personelle Veränderungen gibt es auch bei Bosch Rexroth zu vermelden: Dr. Heiner Lang tritt zum 1. August 2019 in den Vorstand ein und verantwortet künftig die Entwicklung sowie das Geschäftsfeld Fabrikautomation.

Sven Hamann ist seit dem 1. Juli 2019 Leiter von Bosch Connected Industry (Bild: Bosch)

„Die Fabrik der Zukunft ist für uns ein Geschäftsmodell für den externen Markt und zugleich der Hebel, um die weltweit 280 Bosch-Werke bestmöglich für künftige Herausforderungen zu rüsten. Die Besetzung von Schlüsselpositionen mit Industrie-4.0-Experten ist folgerichtig und sorgt für neue Impulse“, sagt Rolf Najork, Bosch-Geschäftsführer und zuständig für die Industrietechnik.

 

Führungswechsel bei Bosch Connected Industry

Bosch gibt an, dass sich sein Produktbereich Bosch Connected Industry seit seiner Gründung im Jahr 2018 gut entwickelt habe. Mittlerweile seien bereits bei mehr als 50 internationalen Kunden Softwarelösungen aus dem Nexeed-Portfolio im Einsatz, darunter BMW, Osram und Trumpf. „Immer mehr Unternehmen setzen auf das Industrie-4.0-Know-how von Bosch. Mit Sven Hamann konnten wir jetzt einen ausgewiesenen Experten für Fertigung und Automatisierung gewinnen, der die Geschäftseinheit Bosch Connected Industry und das Portfolio weiterentwickelt“, so R. Najork. S. Hamann übernimmt die Leitung von Dr. S. Aßmann, der künftig die Position des Business Chief Digital Officer des Bosch-Unternehmensbereichs Industrial Technology bekleidet. „In seiner neuen Funktion agiert Dr. Stefan Aßmann als Bindeglied zwischen den verschiedenen Geschäfts- und Produktbereichen und wird mit seiner jahrelangen Erfahrung Industrie 4.0 in unseren eigenen Werken vorantreiben“, erklärt R. Najork. Während sich Dr. S. Aßmann um die digitale Transformation und die Digitalisierung der Geschäftsfelder kümmern wird, soll S. Hamann sein Augenmerk auf Softwarelösungen für die Industrie richten. „Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen. Wir werden das Nexeed-Portfolio kontinuierlich verbessern und um maßgeschneiderte Services erweitern, die Kunden bei der Vernetzung des gesamten Wertstroms unterstützen“, sagt S. Hamann. Zuletzt verantwortete der Industrie-4.0-Experte den Forschungsbereich Fertigungsautomatisierung und Werkstofftechnik bei Bosch.

Neuer Entwicklungsvorstand bei Bosch Rexroth

Außerdem ist zum 1. August 2019 Dr. Heiner Lang in den Vorstand der Bosch Rexroth AG eingetreten und hat Bereich Entwicklung sowie das Geschäftsfeld Fabrikautomation übernommen. In seiner neuen Funktion richtet der Maschinenbauingenieur, der 2017 bei Bosch Rexroth startete, seinen Fokus verstärkt auf softwarebasierte, automatisierte und vernetzte Lösungen für die Fertigung. „Dr. Heiner Lang bringt die Kompetenz und den Spirit mit, den wir bei der Umsetzung unserer Vision von der Fabrik der Zukunft brauchen“, sagt R. Najork.

Das Produktportfolio wird weiter auf Industrie 4.0 ausgerichtet. So hat das Unternehmen erst kürzlich ein autonomes Transportsystem vorgestellt, das Materialien vom Lager in die Produktion direkt dorthin liefert, wo die Komponenten benötigt werden. Im Herbst soll das Active Shuttle auf den Markt kommen. Für neue Produkte und Geschäftsfelder rund um Digitalisierung, Elektrifizierung und die Fabrik der Zukunft eröffnete Bosch Rexroth im Juni ein Kunden- und Innovationszentrum in Ulm. Bis Ende 2020 soll der Standort Platz bieten für bis zu 250 Mitarbeiter, die gemeinsam mit Kunden intelligente Lösungen für Zukunftsthemen entwickeln.

Weltweiter Fokus auf Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist fester Bestandteil der Unternehmensstrategie von Bosch. Das Unternehmen digitalisiert und vernetzt sowohl eigene Werke als auch die seiner Kunden. In diesem Zusammenhang gibt das Unternehmen an, zunächst intern Industrie-4.0-Lösungen zutesten und zu validieren, bevor Bosch diese auf dem externen Markt anbietet. Kunden würden dadurch von den Erfahrungen aus 280 Bosch-Werken weltweit profitieren. Rund um die Bosch-Projekte wird angegeben: Durch den Einsatz vernetzter Lösungen ist es möglich, die Produktivität an einzelnen Standorten um bis zu 25 % zu steigern und die Lagerbestände um bis zu 30 % zu verringern. Bosch selbst gibt an, in den vergangenen vier Jahrenmehr als 1,5 Mrd. € mit Industrie 4.0-Anwendungen umgesetzt zu haben. Schon 2022 will das Unternehmen jährlich mehr als 1 Mrd. € Umsatz mit Industrie 4.0 erzielen. 

www.bosch-connected-industry.com

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 19.11.2019