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04.11.2018

ABB baut in Shanghai die fortschrittlichste Roboterfabrik der Welt

ABB will mit vernetzten digitalen Technologien, hochmodernen, kollaborativen Robotern und Einrichtungen zur Spitzenforschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz die fortschrittlichste, am meisten automatisierte und flexibelste Fabrik der Zukunft erschaffen. Mit einer Investition von 150 Mio. US-$ soll die selbst ausgewiesene Nummer 1 im größten Robotikmarkt der Welt weiter ausgebaut werden.

(Bild: ABB)

ABB investiert 150 Mio. US-$ in den Bau der Roboterfabrik in Shanghai/China, wo Roboter Roboter herstellen sollen. Die neue Produktionsstätte Kangqiao befindet sich in der Nähe des bereits bestehenden ABB-Robotikcampus. In dem neuen Werk sollen führende digitale Technologien von ABB – inklusive dem digitalen Angebot ABB Ability kollaborative Roboter und Spitzenforschungseinrichtungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz zur fortschrittlichsten und ökologisch nachhaltigsten “Fabrik der Zukunft” kombiniert. Der Betrieb wird voraussichtlich Ende 2020 aufgenommen.

"Mit insgesamt fast 138.000 Einheiten wurde 2017 jeder dritte Roboter weltweit nach China verkauft. Heute beschäftigt ABB rund 5.000 Mitarbeiter in Shanghai und mehr als 2.000 Ingenieure, Technologieexperten und Projektverantwortliche an 20 Robotikstandorten im ganzen Land. Seit 1992 hat ABB insgesamt mehr als 2,4 Mrd. US-$ in China investiert und beschäftigt lokal 18.000 Mitarbeiter", gibt ABB an.

Zudem haben ABB und die Stadtverwaltung von Shanghai eine strategische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, mit der Industrie, Energiewirtschaft, Transport und regionale Infrastruktur sowie die „Made in Shanghai“-Produktionsinitiative untersützt werden sollen. Die Vereinbarung wurde von Shanghais Bürgermeister Ying Yong und ABB CEO Ulrich Spiesshofer besiegelt.

„Chinas Engagement zur Veränderung seiner Fertigungsindustrie ist vorbildhaft für die übrige Welt“, sagte U. Spiesshofer. “So wie es die neuesten Technologien der Künstlichen Intelligenz, fortschrittliche Robotik und cloudbasiertes Computing einbezieht, sollte das in den Strategiebüchern aller Länder stehen, die eine global wettbewerbesfähige Produktionsbasis schaffen wollen. Shanghai ist für ABB und die ganze Welt zu einem vitalen Zentrum für fortschrittliche Technologieführerschaft geworden. Hier begann vor zwei Jahrzehnten die Entwicklung von ABB zum führenden Roboterhersteller in China. Wir freuen uns zum Start dieser bedeutenden Erweiterung unserer Präsenz auf die Zusammenarbeit mit Shanghais Bürgermeister Ying Yong, anderen Führungskräften der Gemeinde sowie unseren Kunden", so U. Spiesshofer.

Wegweisende digitale Fabrik der Zukunft

Die neue Fabrik in Shanghai soll über selbstlernende Maschinen sowie digitale und kollaborative Lösungen verfügen, die sie zu einer der fortschrittlichsten Fabriken in der Robotikindustrie machen sollen. Ein am Betriebsgelände integriertes Forschungs- und Entwicklungslabor wird die Innovationszyklen im Bereich der Künstlichen Intelligenz beschleunigen. Im Rahmen der neuen, von ABB vor Kurzem vorgestellten Portfoliostrategie soll der neue Standort dazu beitragen, die Roboterproduktion sowohl in der Breite (Roboter-Typen) als auch in der Tiefe (Varianten zu jedem Roboter-Typ) zu erweitern. Damit werden umfassendere und schnellere Anpassungen an die Bedürfnisse der Kunden möglich.

Mit diesem erweiterten Robotikangebot will ABB eine nahezu unbegrenzte Anzahl an maßgeschneiderten Lösungen bereitstellen. „Mit dieser Fabrik setzen wir genau den Rat um, den wir auch unseren Kunden jeden Tag geben: Investiert in flexible und agile Automationslösungen, um mit jeder erdenklichen Entwicklung des Marktes wachsen zu können“, sagte Sami Atiya, Präsident der ABB-Division Robotik und Antriebe. „ABB ist stolz darauf, ihren Kunden in China und in aller Welt mit Lösungen zur Seite zu stehen, die alle Vor-teile der neuesten Technologien nutzen, um die Herausforderungen der individualisierten Massenfertigung, schnellerer Produktzyklen und permanenter Veränderungen zu meistern, die heute - auch in unseren eigenen Fabriken - zur neuen Normalität geworden sind.“

Von der neuen Fabrik in Shanghai wird ein digitaler Zwilling geschaffen, der dem Management, Entwicklern, Bedienungs- und Wartungsexperten mit intuitiven Benutzeroberflächen die bestmöglichen Entscheidungsgrundlagen liefern wird. Unter anderem werden mit den ABB Ability Connected Services Informationen über den Zustand und die Leistung von ABB-Robotern in der Fabrik gesammelt und analysiert, um potenzielle Störungen frühzeitig erkennen und kostenintensive Betriebsausfälle vermeiden zu können. Darüber hinaus bietet ABB Ability weitere fortschrittliche digitale Lösungen, mit denen sich die Leistung, Zuverlässigkeit oder der Energieverbrauch deutlich verbessern lassen. Zudem ermöglichen sie den Zugang zu den weltbesten Plattformen wie zum Beispiel der Microsoft Azure Enterprise Cloud, dem ersten internaionalen Public Cloud Service in China.

Mit innovativem Design den Produktionsraum besser nutzen

Die neue Fabrik soll eine flexible Raumaufteilung ermöglichen, die auf miteinander verbundenen Automationsinseln anstelle fixer Fertigungslinien basiert. In der gesamten Fabrik sind automatisierte Logistiklösungen von ABB geplant, darunter auch automatisch gesteuerte Fahrzeuge, die Robotern selbstständig auf ihrem Weg durch die Produktion folgen und sie mit Teilen von lokalen Stationen versorgen können. So wird die Produktion rationell und ohne zusätzliche Kapazitätserweiterungen an Veränderungen im chinesischen Robotermarkt angepasst und skaliert werden.

Per Vegard Nerseth, Managing Director des Geschäftsbereichs Robotics bei ABB: „Es gibt eine starke Verschiebung, weg von der Betrachtung von Fabrikgrößen und Wachstumsinvestitionen, um künftige Anforderungen erfüllen zu können. Das Konzept hinter unserer neuen Fabrik ist, die intelligenteste und flexibelste Nutzung von jedem Quadratmeter Produktionsfläche zu ermöglichen. Dazu kombinieren wir agile Automationslösungen mit den grossartigen Fähigkeiten unserer Mitarbeitern.“

Um den Trend zur individualisierten Massenfertigung zu unterstützen und ein Höchstmaß an Produktivität und Flexibilität zu gewährleisten, wird das neue Werk in Shanghai auch die Safe-Move-2-Software von ABB nutzen. Sie ermöglicht Menschen und Robotern, sicher in unmittelbarer Nähe zueinander zu arbeiten

Zudem werden laut ABB auch zweiarmige Yumi-Roboter eine enge Zusammenarbeit bei den vielen Kleinteilemontagen ermöglichen, die zur Herstellung eines ABB-Roboters erforderlich sind. ABB gibt an, Vorreiter auf dem chinesischen Robotikmarkt und der erste globale Roboterhersteller mit einer durchgehend lokalen Wertschöpfungskette gewesen zu sein: von Forschung und Entwicklung über Produktion und Systemintegration bis zu Service und Wartung wird alles im Land bereitgestellt.

„2018 markiert den 40. Jahrestag von Chinas Reform- und Öffnungspolitik“, sagt Dr. Chunyuan Gu, Vorsitzender von ABB China und Präsident der AMEA-Region. „ABB trat schon früh in den chinesischen Markt ein, und wir verfügen jetzt über eine vollständig lokale Wertschöpfungskette, die durch Chinas bemerkenswerte wirtschaftliche und soziale Entwicklung unterstützt wird. Als Marktführer in Chinas Roboterindustrie freuen wir uns, auf diesem Erfolg aufzubauen und unsere Investitionsdynamik fortzusetzen."

Mit ihrem Forschungs- und Entwicklungslabor soll die neue Fabrik in Shanghai eine Schlüsselrolle im globalen Robotikversorgungssystem von ABB spielen. Dazu gehören die kürzlich ausgebaute Fabrik in Västerås, Schweden und das Werk in Auburn Hills, Michigan, das ABB zum einzigen globalen Roboterhersteller mit einem Produktionsstandort in den USA macht.

www.abb.de

 

 

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