Steuerungen, Regler & PC-based Control
31.08.2012

PC-basierte Automation aus Michigan

Beitrag aus openautomation 4/2012 Eine wichtige Rolle für die lösungsorientierte Strategie von Phoenix Contact hat die Automatisierungstechnik inne...

Beitrag aus openautomation 4/2012

 

Eine wichtige Rolle für die lösungsorientierte Strategie von Phoenix Contact hat die Automatisierungstechnik inne. Das Unternehmen eröffnete nun ein Kunden- und Technologiezentrum in Michigan; ein Schwerpunkt ist dabei die Automatisierungssoftware. openautomation war vor Ort.

Das neue Kunden- und Technologiezentrum in

Das neue Kunden- und Technologiezentrum in

Das Unternehmen Phoenix Contact ist in den USA bereits gut vertreten. Mit mehr als 500 Mitarbeiter werden 235 Mio. US-$ Umsatz in 2012 erwirtschaftet. Heute ist das Unternehmen dort Marktführer für Leiterplatten- und Tragschienen-Klemmleisten sowie für Tragschienen-Stromversorgungen. Außerdem bietet es nach eigenen Angaben das breiteste Portfolio für Wireless-­Lösungen im US-amerikanischen Markt an.

 

Hauptdrehscheibe ist der Hauptsitz, das Fertigungs- und Logistikzentrum in Harrisburg/Pennsylvania. Am 21. ­Juni 2012 eröffnete Phoenix Contact nun ein Kunden- und Technologiecenter in Ann Arbor, Michigan/USA, welches als Trainings-, Demonstrations- und Entwicklungszentrum für Soft- und Hardware dienen soll. Die Einrichtung globaler Technologiezentren ist Teil der Strategie des Unternehmens, die Entwicklung vom Komponenten- zum System- und Lösungsanbieter weiter voranzutreiben. Warum in Ann Arbor? „Soft-SPS werden bereits seit 1992 in Ann Arbor entwickelt“, stellt Jack Nehlig, President von Phoenix Contact USA, heraus. Phoenix Contact engagierte sich hier mit der Übernahme von Entivity, einem Zusammenschluss der beiden Soft-SPS-Hersteller Steeplechase und Think & Do. Noch heute stammen viele Produktspezialisten und Entwickler von diesen Unternehmen. Darüber hinaus kommt die Nähe zu den US-amerikanischen Automobilproduzenten in Detroit dazu. So gehören General Motors und Ford zu den wichtigen Kunden von Phoenix Contact in den USA.

 

Lösungen entwickeln, Kompetenzen bündeln

Roland Bent, Geschäftsführer Marketing und Entwicklung bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG: „Unsere Investi­tion in das Kunden- und Technologiecenter in Ann Arbor ist ein klares Bekenntnis für den US-amerikanischen Markt und die Zukunftsstrategie des Unternehmens.“

Roland Bent, Geschäftsführer Marketing und Entwicklung bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG: „Unsere Investi­tion in das Kunden- und Technologiecenter in Ann Arbor ist ein klares Bekenntnis für den US-amerikanischen Markt und die Zukunftsstrategie des Unternehmens.“

Mit dem neuen Zentrum will das Unternehmen gemeinsam mit den Kunden ­Lösungen entwickeln und gleichzeitig Kompetenzen bündeln. Etwa 40 Mitarbeiter arbeiten in dem in 2010 erworbenen Gebäude, das mehr als 1.000 m² Fläche hat. Beeindruckend ist der Demonstrationsraum als Mittelpunkt des Gebäudes, in dem Lösungen für verschiedene Industriesegmente präsentiert werden. Hier wird deutlich, dass sich Phoenix Contact zukünftig noch stärker auf die Bereiche Automotive, Energie, Transport, Gas und Öl sowie Wasser/Abwasser in den USA konzentrieren will.

 

Der Standort ist ebenso Zentrum des globalen Automobil-Industrie-Management-Teams, das integraler Bestandteil der lösungsorientierten Strategie ist. „Unsere Investition in das Kunden- und Technologiecenter in Ann Arbor ist ein klares Bekenntnis für den US-amerikanischen Markt und die Zukunftsstrategie des Unternehmens“, stellt Roland Bent, Geschäftsführer Marketing und Entwicklung bei der Phoenix Contact GmbH & Co. KG, im Rahmen der Eröffnung he­raus. „Die zukunftsorientierten Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln, basieren zunehmend auf Software – einer Kernkompetenz des neuen Technologiezentrums.“ Er sieht das neue Zentrum als „Schlüssel für Technologien und weiteres Wachstum“. Volker Bibelhausen, Leiter des Geschäftsbereichs Automation bei Phoenix Contact und Mitglied der Geschäftsleitung, ergänzt, dass die verstärkte Ausrichtung auf Lösungen weiteres Wachstum generieren wird: „Wir sind stolz, dass Ann Abor Teil unserer Geschäftsbereichs Automation ist.“

 

In Ann Arbor sind die Zentrale des Software Competence Centers, das die Worx-Soft-PLC RT entwickelt hat, und das Kompetenzzentrum für Industrie-PC und Webtechnologie sowie ein Büro des Tochterunternehmens KW-Software beheimatet. Die Nähe zur amerikanischen IT-Industrie soll zusätzliche Impulse für die Entwicklung bieten. Bereits bis ­heute wurden in den USA elf bedeutende Produktlinien für den globalen Markt ­entwickelt.

 

Neue Produkte

Eigenentwicklung aus Ann Arbor: Industrie-PC VL BPC 1000

Eigenentwicklung aus Ann Arbor: Industrie-PC VL BPC 1000

Während des „Grand Opening“ wurden auch gleich zwei neue Produkte vorgestellt: Der VL BPC 1000 ist die aktuelle Erweiterung der Valueline-Familie konfigurierbarer Industrie-PC. Der kompakte, lüfterlose Box-PC beruht auf einem Intel-Atom-Prozessor, der sich durch eine geringe Leistungsaufnahme auszeichnet. Vier USB-Ports, zwei Gigabit-LAN-Ports und drei serielle Schnittstellen erlauben eine einfache Integration in die Applika­tion. Über einen VGA-Port lassen sich Panels anschließen.

 

Zu den neuen Produkten zählt auch die Soft-SPS PC Worx RT Basic, mit der auf einem Industrie-PC eine Steuerung für den Echtzeitbetrieb über Profinet, Interbus und nun auch Modbus TCP realisiert werden kann. Die Kombination der Soft-SPS mit der Visualisierung Valueline läuft auf einem Zweikernprozessor, der einerseits Echtzeitbetrieb mit einer Prozesszeit von 0,7 µs für 1 kbit Befehle ermöglicht, anderseits auch die Visualisierung des Prozesses sowie die Programmierung in Hochsprache ermöglicht. Die Lösung kombiniert so Steuerung, Kommunikation und Visualisierung auf einem Industrie-PC.

 

Eine weitere Neuvorstellung betrifft die Portico-Software, mit der Anwender ein Netzwerk-Portal aufbauen können, das Remote-Visualisierung und Kommunikation innerhalb einer Produktion umfassend unterstützt. Unter Verwendung von Ethernet und RFB-Technik (Remote Frame Buffering) erlaubt Portico die Übertragung von Videosignalen jenseits der bisherigen Grenzen von VGA oder DVI – ­ohne Bedarf an zusätzlichen Repeatern und Kabeln. Die Client-Server-Architektur unterstützt sowohl einfache Punkt-zu-Punkt-Verbindung als auch Verbindungen zwischen einem Host und mehreren ­Clients. Diese Flexibilität und Skalierbarkeit erlaubt es den Anwendern, Netzwerkarchitekturen gemäß ihren spezifischen Anforderungen aufzubauen. Da die Software nur wenig CPU-Leistung benötigt, lässt sie sich auch auf einfacher Hardware installieren. Die Vorteile liegen letztendlich nicht nur in der zentralen Lizenzierung, Datenhaltung und Software­wartung, sie vereinfachen auch die ­Produktion.

 

Ronald Heinze

 

Weitere Informationen unter www.phoenixcontact.com als PDF downloaden

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

» Weiterlesen ...

Normen

DIN-VDE-Normen einfach online nutzen

Normen aus dem VDE VERLAG

» Mehr Informationen ...

Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 22.10.2019