Industrie 4.0
20.03.2013

Ostwestfalen-Lippe forciert Industrie 4.0

Beitrag aus openautomation 1-2/2013 Mit Technologienetzwerken aus Wirtschaft und Wissenschaft werden die Innovationssprünge von morgen vorbereitet...

Beitrag aus openautomation 1-2/2013

 

Mit Technologienetzwerken aus Wirtschaft und Wissenschaft werden die Innovationssprünge von morgen vorbereitet. Ein Beispiel für ein solches Technologienetzwerk ist das Spitzencluster „it’s owl“, was für intelligente technische Systeme Ostwestfalen-Lippe steht.

Hans Beckhoff (Geschäftsführer Beckhoff), Roland Bent (Geschäftsführer Marketing/Entwicklung Phoenix Contact), Dr. Peter Köhler (Vorstandssprecher Weidmüller) und Dr. Tim Bendig (Leiter Corporate Communications Lenze) erläutern den Spitzencluster-Wettbewerb „it’s owl“ (v. l.)

Hans Beckhoff (Geschäftsführer Beckhoff), Roland Bent (Geschäftsführer Marketing/Entwicklung Phoenix Contact), Dr. Peter Köhler (Vorstandssprecher Weidmüller) und Dr. Tim Bendig (Leiter Corporate Communications Lenze) erläutern den Spitzencluster-Wettbewerb „it’s owl“ (v. l.)

Das Ziel ist klar gesteckt: Der Cluster Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe – kurz „it‘s owl“ – will Wegbereiter werden für „Industrie 4.0“. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Initiative im Spitzenclusterwettbewerb bereits ausgezeichnet. Mit dabei sind bekannte Player, wie Beckhoff, Lenze, Phoenix Contact, Weidmüller, Wago und Harting. „Die Kombination aus Technologie- und Weltmarktführern in den Bereichen Maschinenbau, Elektronik- und Automobilzulieferindus­trie sowie international renommierter Spitzenforschung bildet eine äußerst leistungsfähige Grundlage für unseren Spitzencluster“, berichtet Hans Beckhoff, Geschäftsführer von Beckhoff Auto­mation.

 

Mit 40 Mio. € Fördermittel vom BMBF arbeiten hier 174 Unternehmen, Hochschulen, Forschungszentren und Organisationen zusammen, um den Weg für Industrie 4.0 vorzubereiten. In 45 Projekten im Gesamtumfang von ca. 100 Mio. € werden bis Juni 2017 Technologien für eine neue Generation von Produkten und Produktionssystemen entwickelt – von Automatisierungslösungen über Haushaltsgeräte, Fahrzeuge und Maschinen bis zu Smart Grids und vernetzten Produktionsanlagen. Wobei Dr. Tim Bendig, Leiter Corporate Communications bei Lenze, das Thema in 2017 nicht als aufgelöst betrachten will: „Das Spitzencluster führt zu einer Initialzündung. Wir befinden uns jetzt ganz am Anfang.“ Für Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher der Weidmüller-Gruppe, ist das Spitzencluster auch ein Bekenntnis zur Region. Weidmüller habe auch ein starkes Interesse daran, das gewonnene Automatisierungs-Know-how für die eigene Fertigung einzusetzen. Aktuell arbeitet das Unternehmen zusammen mit dem Möbelbeschlaghersteller Paul Hettich GmbH & Co. KG an selbstkorrigierenden Fertigungsprozessen. Dabei sorgt eine intelligente Steuerung mit Algorithmen zur Selbstkorrektur für eine kontinuierliche Einhaltung der Produktanforderungen. Allerdings mahnt Prof. Dr.-Ing. Jürgen Jasperneite, Leiter Fraunhofer IPSB Anwendungszentrum Industrial Automation und Leiter Institut für Industrielle Informationstechnik (inIT) Hochschule OWL, Standardisierungsbedarf bei den Begrifflichkeiten rund um Industrie 4.0 an.

 

„Alle reden über Industrie 4.0 – wir entwickeln konkrete Lösungen dafür“, betont Roland Bent, Geschäftsführer von Phoenix Contact, der die intelligenten technischen Systeme als Nukleus der nächsten technischen Evolutionsstufe sieht. Es entstehe ein weltweit einma­­liger Know-how-Pool. „Auf dieser indus­triell-wissenschaftlichen Basis ist es möglich, die Integration von Automatisierung und Mechanik hin zu intelligenten technischen Systemen weiter voranzutreiben“, schließt H. Beckhoff an. „Wir sind überzeugt, dass durch den Spitzencluster zum einen Technologie und Wissenschaft aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, der Region Ostwestfalen-Lippe und des Wirtschaftsstandortes Deutschland nachhaltig gestärkt werden.“ Er ist sich sicher, dass auch viele Ideen von CIM bis zu holonischen Agenten bei dem Projekt Industrie 4.0 wieder zum Tragen kommen.

 

Wenn der Phoenix-Contact-Geschäftsführer R. Bent und der Beckhoff-Automation-Geschäftsführer H. Beckhoff in absoluter Eintracht die Vorteile der Initiative herausstellen, wundert es auch nicht mehr, dass sich beide sogar einig sind, dass man sowohl mit dezentraler als auch mit zentraler Steuerungstechnik die Ziele von Industrie 4.0 erreichen kann – mal mehr und mal weniger schnell.

 

Weitere Informationen unter www.its-owl.de als PDF downloaden

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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