Data for New Business Models
07.11.2013

Internationale Restrukturierungsstudie

Europas Wirtschaft stagniert, dennoch blicken europäische Unternehmen positiv in die Zukunft: 76 % der Befragten erwarten 2015 wieder ein starkes Wirtschaftswachstum...

Europas Wirtschaft stagniert, dennoch blicken europäische Unternehmen positiv in die Zukunft: 76 % der Befragten erwarten 2015 wieder ein starkes Wirtschaftswachstum. Wenn es allerdings um die Wettbewerbsfähigkeit Europas geht, sind die Aussichten düster. Details liefert die Restrukturierungsstudie 2013 „Europe‘s competitiveness“ von Roland Berger Strategy Consultants.

 

Mehr als 70 % gehen davon aus, dass Europa seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren wird – vor allem gegenüber Asien. Doch auch gegenüber Nord- und Südamerika werden europäische Unternehmen vo­raussichtlich ins Hintertreffen geraten. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der internationalen Restrukturierungsstudie.

 

„Um den Anschluss zu anderen Volkswirtschaften nicht komplett zu verlieren, sollten die europäischen Länder verstärkt in wettbewerbsfördernde Faktoren, wie Infrastruktur, Innovationskraft und das Bildungssystem, investieren. Denn der europäische Binnenmarkt stellt für viele europäische Firmen einen sehr wichtigen Exportmarkt dar“, sagt Max Falckenberg, Partner von Roland Berger Strategy Consultants. Außerdem halten es Unternehmen für unerlässlich, die Staatsverschuldung europaweit zu reduzieren.

 

„Europa sollte zudem wirtschaftlich und politisch noch stärker zusammenwachsen. Ansonsten könnte sich die Lage für Unternehmen aus den angeschlagenen südeuropäischen Ländern weiter verschlechtern“, erklärt Roland-Berger-Restrukturierungsexperte Jakob Rüden weiter. Doch bei den Unternehmen herrscht hier Skepsis: Über 60 % der Befragten bezweifeln, dass die aktuellen politischen Maßnahmen in den einzelnen Ländern das Vertrauen in Europa stärken können.

 

Unternehmen glauben an die europäische Währungsunion

Als einheitlicher Währungsraum ist Europa dennoch beliebt: So sehen fast 40 % durch die Währungsunion große Vorteile für ihr Unternehmen und schätzen die Zukunft der EU positiv ein. Lediglich 12 % der Umfrageteilnehmer glauben, dass es in den nächsten Jahren zu einer Auflösung der Europäischen Währungsunion kommen wird. Entsprechend positiv sind auch die Erwartungen der meisten europäischen Firmen, was die Umsatzentwicklung bis 2014 anbelangt. Doch immerhin gehen fast 40 % von ihnen von stagnierenden oder sogar rückläufigen Umsätzen aus.

 

Um ihr Wachstum weiter voranzutreiben, plant daher die Mehrzahl der Befragten stärkere Investitionen in Westeuropa und Asien sowie Zentral- und Osteuropa. Ungeachtet der regionalen Expansion gelten fehlende Fachkräfte (50 %), eine rückläufige Nachfrage in einzelnen europäischen Ländern (48 %) sowie mangelnde Risikobereitschaft des Managements (38 %) als problematisch für das künftige Wachstum.

 

Restrukturierung als Daueraufgabe

Aufgrund des volatilen Wirtschaftsumfelds planen bereits über 70 % der europäischen Firmen mithilfe von Szenarien und führen regelmäßig Restrukturierungsmaßnahmen durch. Dabei stehen Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen (77 %), Wachstumsinitiativen (76 %) sowie Anpassungen der Strategie und Geschäftsmodelle (69 %) ganz oben auf der Agenda.

 

Damit diese Maßnahmen tatsächlich erfolgreich sind, benötigen sie die wichtige Unterstützung des Top-Managements (89 %) sowie eine offene Kommunikation der Ziele und Fortschritte (78 %). Doch damit nicht genug, meint Berger-Partner M. Falckenberg: „Sollte sich die wirtschaftliche Lage Europas verschlechtern, werden sich nur Unternehmen behaupten können, die über ein wettbewerbs­fähiges Produktportfolio, eine schlanke und flexible Kostenstruktur sowie hohe Liquidität verfügen.“

 

Finanzierung über Working Capital Management

Geht es um die Einschätzung der derzeitigen und künftigen Liquidität, so sind die Meinungen der europäischen Manager zwiespältig. Während Unternehmen in Südwesteuropa ihre Situation eher kritisch einschätzen, sind die anderen zufrieden. Um die Liquidität im Unternehmen zu sichern, haben interne Finanzierungsquellen im Vergleich zum Vorjahr nochmals an Bedeutung gewonnen und stehen weiterhin an oberster Stelle (79 %).

 

Doch auch andere Working-Capital-Maßnahmen spielen eine wichtige ­Rolle. So optimieren viele europäische ­Firmen ihre Vorräte (56 %), setzen auf ein schnelleres Forderungsmanagement (55 %) und weiten ihre Zahlungsziele aus (44 %). Unter den externen Finanzierungsquellen bevorzugen Firmen weiterhin die Bankkredite (54 %). So planen die meisten Unternehmen bestehende Kreditlinien zu verlängern (44 %) oder auszuweiten (35 %). „Firmen sollten jedoch auch die Finanzierungsrisiken im Auge behalten“, warnt Berger-Experte J. Rüden. „Denn verschlechtert sich plötzlich das wirtschaftliche Umfeld, so können Unternehmen schnell in Schieflage geraten, wenn sie ihre Finanzierung zu sehr auf Kante genäht haben.“

 

Weitere Informationen unter www.rolandberger.com als PDF downloaden

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