Data Generation, Collection & Transfer
04.07.2019

Systemlösungen und Digitalisierung für die Prozessindustrie

Seit dem 1. April ist Oliver K. Stöckl neuer Geschäftsführer der Endress+Hauser ­Messtechnik GmbH & Co. KG. Was ihn an seiner neuen Position besonders reizt, welche Erfahrungen er aus seiner vorherigen Tätigkeit mitbringt und welche Ziele er nun priorisiert verfolgt, erläutert er im Kurzinterview mit openautomation.

Oliver K. Stöckl ist neuer Geschäftsführer der Endress+Hauser Messtechnik GmbH & Co. KG (Bild: Endress+Hauser)

Oliver K. Stöckl ist neuer Geschäftsführer der Endress+Hauser Messtechnik GmbH & Co. KG (Bild: Endress+Hauser)

Herr Stöckl, vor Ihrem Wechsel zur Endress+Hauser Messtechnik GmbH & Co. KG. waren Sie bei Phoenix Contact unter anderem Geschäftsführer der E-Mobility GmbH sowie lange Jahre Leiter des Geschäftsfelds Control and Industry Solutions. Was reizt Sie an dem Automatisierungs- und Messtechnikunternehmen mit Schweizer Wurzeln besonders und welches spezielle Wissen aus Ihrer vorherigen Tätigkeit können Sie hier am gewinnbringendsten einfließen lassen?

O. K. Stöckl: Endress+Hauser wie auch Phoenix Contact sind technologie- und innovationsgetriebene Unternehmen, die stets den Mehrwert für den Kunden im Fokus haben. Auch die Strukturen als Eigentümer-geführte Unternehmen, mit gelebter Internationalität, ähneln sich sehr. Da ich im Rahmen meiner Laufbahn den Maschinen- und Anlagenbau in der Prozesstechnik kennengelernt habe, ist nach intensiven Jahren in der Automatisierungstechnik und dem industriellen Lösungsgeschäft der Schritt zu Endress+Hauser eine Rückkehr zu den Wurzeln mit dem Wissen um die Chancen der Digitalisierung im Gepäck.

Die Endress+Hauser Messtechnik GmbH & Co. KG ist das ­deutsche Sales Center der Endress+Hauser-Gruppe und Sie gelten als passionierter Vertriebler. Bitte nennen Sie die drei Eckpfeiler der deutschen Vertriebsstrategie – werden Sie diese beibehalten?

O. K. Stöckl: Der Kern der Vertriebsstrategie ist die gelebte Kundennähe und das daraus resultierende Verständnis der Industrien und Applikationen. Basierend auf diesem Verständnis können wir Produkt- und Prozessinnovationen ableiten und so einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen. Dank der konsequenten Umsetzung dieser Strategie hat sich Endress+Hauser, die „People for Process Automation“, in den letzten 65 Jahren zu einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte entwickelt. Dies ist der strategische Kern, auch für das Sales Center Deutschland, und dem fühlen wir uns verpflichtet.

IIoT/Industrie 4.0 und die Digitalisierung sind die aktuell in Deutschland dominierenden Begriffe – auch in der Prozess­industrie. Wie sehen Sie Ihr Unternehmen aktuell zu diesem The­mengebiet aufgestellt und an welchen Stellen wollen Sie in der Außenwahrnehmung stärker werden?

O. K. Stöckl: Die Digitalisierung der Gesellschaft und der Arbeitswelt schreitet in der Tat kontinuierlich voran und macht auch vor der Prozessindustrie nicht halt. Ich bin überzeugt, wir stehen gerade erst am Anfang der Entwicklung und sehen ­bereits enormes Potenzial, welches die Digitalisierung der ­Prozessindustrie bietet. Endress+Hauser hat bereits ein umfangreiches Portfolio an Produkten, Lösungen und Dienstleistungen, die die Digitalisierung der Prozessindustrie ermög­lichen.

Welche konkreten innovativen Lösungen bietet Ihr Unternehmen heute bereits zu den zuvor genannten Themen an und wo geht die Reise hin?

O. K. Stöckl: Mit dem Netilion-IIoT-Ökosystem macht Endress+Hauser Industrie 4.0 greifbar, sodass Firmen heute bereits die Verwaltung und Wartung ihrer Feldgeräte optimieren können. Das Ökosystem besteht aus smarter Sensorik, Konnektivitätskomponenten sowie aus Onlinediensten und Apps. Auch hier arbeiten wir eng mit unseren Kunden und Partnern wie SAP zusammen, um Schritt für Schritt weitere ­digitale Lösungen zu entwickeln.

www.de.endress.co 

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
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