Data Generation, Collection & Transfer
10.04.2019

Arbeitsprozesse beschleunigen und vereinfachen

Heutzutage kann es sich eine Firma nicht mehr leisten, auf einem technisch veralteten Stand zu arbeiten. Um im harten Wettbewerb mithalten zu können, bedarf es einer effektiven und effizienten Arbeitsweise, bei der alle Arbeitsprozesse im Unternehmen optimiert sind.

Optimaler Workflow und IT (Foto: Pixabay.com, © bertholdbrodersen, CC0 1.0)

Foto: Pixabay.com, © bertholdbrodersen, CC0 1.0

Abgesehen von den dazu notwendigen Prozessstrukturen sollte das Unternehmen dabei auch auf modernste Hilfsmittel zurückgreifen. Seit einiger Zeit gibt es für fast jede Anwendung eine RFID-Lösung.

Grundsätzliche Beschleunigung mit optimalem Workflow-Management

Vor einer Digitalisierung und der Einführung einer neuen Technik steht zunächst die Prozessoptimierung an. Wenn die betriebsinternen Abläufe unstrukturiert verlaufen, scheitert auch der Einsatz von RFID-Geräten.  Bevor das Unternehmen RFID-Reader einsetzen kann (und die notwendigen RFID-Transponder), ist es zunächst notwendig, sich innerhalb des Unternehmens mit dem Work-Flow zu beschäftigen.

Durch das sogenannte Workflow-Management muss der Betrieb zunächst seine Arbeitsprozesse analysieren und vereinfachen. Zudem sollte das Augenmerk darauf liegen, dass die neuen und besser strukturierten Prozesse nicht nur einfacher, sondern auch logischer ablaufen und gleichzeitig die Kosten senken. Zudem sollen die Prozesse so ausgerichtet sein, dass sie die Fehlerquote reduzieren.

Optimaler Workflow und IT

Im zweiten Schritt ist es wichtig, dass das Unternehmen alle Teilschritte der neu festgelegten Prozesse auch EDV-technisch gut unterstützen kann. In einem Betrieb, in dem noch mit Papier und Karteikarten gearbeitet werden muss, kann nicht die gewünschte effektive Abarbeitung des Tagesgeschäfts realisiert werden.

Hierzu gibt es eine große Anzahl gut funktionierender Software-Programme, die ein effektives Workflow-Management-System unterstützen können. Besonders hilfreich ist jedoch der Einsatz neuer ERP-Lösungen.

ERP und Cloud verbessern die Mobilität und Flexibilität

Wer noch schneller und effektiver arbeiten möchte als bisher, greift seit geraumer Zeit auf cloudbasierte ERP-Lösungen zurück.

Die Vorteile der externen Server, die der Betrieb zwar nicht kosten- aber wartungsfrei nutzen kann, liegen in der schnelleren Verarbeitung umfangreicher Datenmengen. Zudem ist der Zugriff von allen angeschlossenen Geräten aus mobil und flexibel möglich.

Arbeitgeber, die ein gutes Workflow-Management mit einer leistungsfähigen IT-Lösung kombinieren, haben im Wettbewerb bereits die Nase vorn. Doch es geht noch besser!

Kontaktlose Datenübertragung mit RFID

Die RFID-Technik ist schon seit den 1940er-Jahren bekannt, wo sie im Zweiten Weltkrieg zur Erkennung von Radarsignalen diente. 30 Jahre später wurde die Technologie hauptsächlich von der Armee, aber auch von Kernkraftwerken zur Zugangskontrolle in geschützte Bereiche verwendet. Erst seit 2005 ist die RFID-Technologie (RFID = radio-frequency identification) auch in anderen Bereichen der Industrie (Automobil, Verkehr, Raum- und Luftfahrt) im Einsatz.

RFID-Technik

Die RFID-Technik kombiniert eine kontaktlos einsetzbare Chipkarte, die von den zugehörigen Kartenlesegeräten (den RFID-Transpondern) ausgelesen werden können. Die beiden Komponenten interagieren funkgesteuert.

Flexibler Einsatz sogar über größere Entfernungen

Dabei sind die Transponder so flexibel, dass sie praktisch in alle beliebigen Objekte integriert werden und nahezu jede Bauform haben können. Aufgrund der Funkverbindung muss die Chipkarte lediglich in die Nähe des Transponders gebracht werden, ohne dass ein Kontakt oder eine Sichtbarkeit der beiden Komponenten nötig ist.

Ein bekanntes Beispiel für die Anwendung ist die Chipkarte, die bei Haus-, Zoo- oder Nutztieren verwendet wird. Die Chips werden teilweise auch Tieren in freier Wildbahn implantiert, die aus Forschungsgründen beobachtet werden sollen. Dabei ist es wichtig, das ein „aktiver Transponder“ eingesetzt wird, der über eine eigene Batterie oder einen Akku verfügt. Nur so können die Daten auch über große Entfernungen gut übertragen werden.

Im Gegensatz dazu arbeiten die günstigen „passiven Transponder“ lediglich mit der Energie aus dem elektromagnetischen Feld des Lesegerätes.

Auswertung und Weiterverwendung der Daten

Diese Voraussetzungen erlauben einem Unternehmen eine Vielzahl verschiedener praktischer Einsatzmöglichkeiten, die sowohl der Schnelligkeit als auch der Sicherheit dienen.

Foto: Pixabay.com, © Tomasz_Mikolajczyk, CC0 1.0

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Der Transponder kann sowohl mobil als auch fest installiert sein. Daher ist es möglich, ihn mit einem EDV-System oder Programm zu verbinden, um die Daten zu übertragen und weiter zu verwenden oder auszuwerten. Gerade im Bereich der Zutrittsberechtigungen kann die Auswertung für den Betrieb mit der Zeiterfassung verbunden werden. Diese hängt ebenfalls mit der Lohnbuchhaltung zusammen.

Dass die Karte völlig kontaktlos ausgelesen werden kann, ist auch für Sicherheitsbereiche vorteilhaft. Denn selbst in schweren Schutzanzügen kann ganz ohne manuelle Bedienung eine Schranke oder gesicherte Tür passiert werden. Durch die EDV-gestützte Auswertung kann so jederzeit nachverfolgt werden, wer sich in welchen Bereich Zugang verschafft hat.

Einsatzmöglichkeiten im Betrieb

Wie bereits erwähnt, sind die Haupteinsatzmöglichkeiten in einem Unternehmen die Zugangskontrolle, die Zeiterfassung sowie im Forschungssektor oder privaten Bereich die Tieridentifikation.

Dabei lassen sich aber innerhalb eines Unternehmens auch in der Lagerwirtschaft verschiedene Behälter mit dieser Technik identifizieren (Ware, Schadstoffe, Müllentsorgung, Chemikalien, Arzneimittelidentifikation, gesperrte Artikel).

Auf dem Firmenparkplatz ist die Karte ebenso wie bei Türsystemen zur Bedienung der Schranke oder Wegfahrsperre nutzbar. Im Fuhrpark oder besser gesagt im Auto dient es der mobilen Wegfahrsperre.

Innerhalb des Betriebes kann die Technik auch zur Werkzeug- oder Messmittelidentifikation genutzt werden.

Fazit

Die enorme Bandbreite und die einfache Verwendung der RFID-Technologie sind heutzutage in vielen Betrieben nicht mehr wegzudenken. Jedes beliebige Objekt lässt sich damit identifizieren, alle Daten können über EDV später aufgezeichnet und analysiert werden. Die Technologie ist zwar ähnlich der des Barcodes, aber durch den wiederbeschreibbaren Speicher deutlich vorteilhafter.

Positiv ist zudem die stromfreie Funktion. Ein kleiner Nachteil ist höchstens der Tausch der Akkus und Batterien bei den Geräten, die über größere Entfernungen hinweg eingesetzt werden. Die Technik ist bereits so fortschrittlich und auch privat (Haustiere) oder im öffentlichen Leben (Kartenzahlung, Nahverkehr) einsetzbar, dass auch der Preis erschwinglich ist. Wo immer möglich, sollten Betriebe diese praktischen elektronischen Helferlein einsetzen.

20 Jahre openautomation

Die Grundidee bleibt, die Dimensionen wachsen

„Eine Branche im Umbruch: Anwender fordern in aller Deutlichkeit kostensenkende, flexible und offene Automatisierungslösungen sowie Durchgängigkeit vom Sensor bis zum Management“ – dieser Grundanspruch hat sich über die letzten 20 Jahre nicht geändert, aber die Dimensionen, die neue Technologien mit sich bringen, lassen die Industrie 4.0 Wirklichkeit werden. Immer im Mittelpunkt dabei: Daten – das viel gepriesene Öl des 21. Jahrhunderts. Die Grundidee der vertikalen Integration bleibt, nur das Wording ändert sich heute.

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Zum Schmunzeln

Mann beim Bäcker: „Ich hätte gerne vier Brötchen.“
Bäcker: „Wenn Sie nur drei nehmen, gibt es eins umsonst!“
(Mann überlegt, wer hier nun der Vollidiot ist.)
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 14.06.2019