Das openautomation-Fachlexikon

openautomation-Fachlexikon 2013/2014

Abgerundet wird der breit gefächerte Gedanke der Bindung an die Marke openautomation durch das openautomation-Fachlexikon. Es umfasst in der dritten Auflage, die 2013 erschienen ist, mehr als 3.700 Akronyme, Bezeichnungen und Schlüsselwörter aus der Begriffswelt der modernen Automation und Antriebstechnik. Autor ist Prof. Dr. Ernst Habiger von der TU Dresden. Neben der Printausgabe ist das openautomation-Fachlexikon auch als Online-Lexikon ausgeführt. Bei diesem sind die weiterführenden Links scharf geschaltet und die Querverweise per Klick schnell recherchiert.

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AACC

American Automatic Control Council (Nationale US-Mitgliederorganisation der IFAC. Zu ihren Hauptaktivitäten zählt die Organisation die Durchführung der jährlichen American Control Conference ACC)

www.a2c2.org

ABE

Agent-Based Engineering ® Agentenbasiertes Engineering

www-cdr.stanford.edu/ABE

ABK

Anzeige- und Bedienkomponente → Display and Control Component / Operator Station, OS (in Prozessleitwarten unmittelbar an der Bedienerschnittstelle installierte Anzeige-, Visualisierungs- und Bediengerätetechnik, in der Regel PC und Workstations, zur Prozessdatenüberwachung und Einflussnahme auf das Prozessgeschehen über prozessnahe Komponenten, PNK)

Ablaufsprache

→ Sequential Function Chart / SFC (grafische Programmiersprache nach IEC 61131-3 bzw. DIN EN 61131-3 zur Strukturierung von SPS-Anwenderprogrammen für Ablaufsteuerungen)

www.bernhard-plagemann.de/plm/Theorie/GRAFCET/Die_Ablaufsprache.ppt

www.3s-software.com/index.shtml?de_Ablauf_d

Ablaufsteuerungen

→ Sequential controls / Sequence Control Systems (bei Ablaufsteuerungen ist der Steuerungsvorgang in einzelne Schritte gegliedert, die entsprechend einem in der Steuereinrichtung hinterlegten Plan/Programm nacheinander abgearbeitet werden. Den einzelnen Schritten sind Befehle zugeordnet, die durch die Steuereinrichtung entweder zeitabhängig oder prozesszustandsabhängig, wenn jeweils die für einen Schritt festgelegten Zeitbedingungen erfüllt oder vereinbarte Ereignisse im Prozessbereich eingetreten sind, an das Steuerobjekt ausgegeben werden. Auf der Grundlage dieses Sachverhalts wird zwischen zeitgeführten und prozessgeführten Ablaufsteuerungen unterschieden. Die Darstellung von Ablaufsteuerungen kann mittels Grafcet oder SFC erfolgen.

  • Zeitgeführte Ablaufsteuerungen
    Time-oriented sequential Controls / Time-program Controls / Time-scheduled Controls werden dort eingesetzt, wo mit Sicherheit angenommen werden kann, dass die Vorgänge im gesteuerten Objekt stets nach der gleichen Zeitfunktion ablaufen, oder sich die für den Prozessablauf maßgebenden Kriterien entweder gar nicht oder nur sehr schwer messtechnisch erfassen lassen. Man findet sie beispielsweise in Anlassautomatiken für Motoren, die immer unter gleichen Belastungsverhältnissen anlaufen, desweiteren in Automatiken zur Steuerung von Waschmaschinen, Zentrifugen, Formmaschinen, Spritzgießmaschinen und Kontaktschweißmaschinen wie überhaupt bei Einrichtungen, die automatisch Reinigungs-, Anwärm-, Sinter-, Glüh-, Back-, Siede- und Trocknungsprozesse realisieren.
  • Prozessgeführte Ablaufsteuerungen → Process-oriented Sequential Controls ermöglichen aufgrund ihres Arbeitsprinzips eine gewisse Anpassung des Programmablaufs an zufallsbedingte Unregelmäßigkeiten im Prozessgeschehen. Man findet sie überall dort, wo es keine Probleme bereitet, im gesteuerten Objekt das Eintreten bestimmter Ereignisse, wie ? "Zielposition erreicht", "Ventil offen", "Betriebsdrehzahl erreicht" u. Ä. mit geeigneten Sensoren zu erfassen und an die Steuereinrichtung zurückzumelden.

In der industriellen Praxis findet man zeit- und prozessgeführte Ablaufsteuerfunktionen in vielfältiger Weise kombiniert. Für die Programmierung von Ablaufsteuerungen kommen Ablaufsteuersprachen zur Anwendung)

www.fh-oow.de/fbi/we/al/pdf/vorlesungen/ps2/ps2_ablaufsteuerung.pdf

www.rts.uni-hannover.de/images/8/86/IS-5-Ablaufsteuerung.pdf

www.ipsta.de/download/automationstechnik/Kap11_AS.pdf

www.bzl-online.de/cd/gummi/content/ablauf.pdf

http://prozess.hbenesch.de/s7gr7gsa.pdf

de.wikipedia.org/wiki/Ablaufsteuerung

www.bernhard-plagemann.de

Ableitstrom

Leakage Current [wörtlich: Leckstrom] (nach VDE 0100 Strom, der in einem fehlerfreien Stromkreis [über den Isolationswiderstand und parasitäre Koppelkapazitäten über die Schutzerdung] zur Erde oder zu einem fremden leitfähigen Teil abfließt. Bei Verwendung von Filterkondensatoren, die Funkstörungen verringern sollen, kann er eine kapazitive Komponente haben und beim Fehlen oder bei Unterbrechung des Schutzleiters bei Berührung z.B. eines Gerätegehäuses für den Menschen unzulässig hohe Werte annehmen. In diesem Fall sind zusätzliche Schutzmaßnahmen z. B. in Form eines Fehlerschutzschalters erforderlich. Abhängig vom Gerätetyp sind Ableitströme zwischen 0,5 mA und 3,5 mA zulässig, DIN EN 60601-1-1 (VDE 0750-1-1) bzw. DIN EN 60950 (VDE 0805))

www.automatisierungstage.de/n_programm.shtml > Ableitstromkompensation

www.automatisierungstage.de/vortraege/doepke/doepkeDavids.pdf

Abschaltkreis

De-energizing Circuit (Teil einer Steuer- oder Überwachungseinrichtung, mit einem geschlossenen Wirkungsweg. Rückführsignale werden darin solange mit einer Führungsgröße verglichen, bis ein bestimmter Wert, z.B. ein vorgegebener Sollwert oder ein definierter Grenzwert, erreicht ist. Genau zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Unterbrechung des laufenden Vorgangs. Beispiele: Stillsetzen einer Werkzeugmaschine beim Erreichen einer bestimmten Sollposition oder Abschalten eines Pumpenaggregats beim Erreichen eines bestimmten Behälterfüllstands)

ABSE

Agent-Based Software Engineering → agentenbasierendes Software-Engineering (siehe auch AOSE)

www.enel.ucalgary.ca/People/far/res-e/theme02.pdf

Abtastregelung

Sampling Control (auch "Digitale Regelung" oder "Zeitdiskrete Regelung"). In einem digitalen Regelkreis wird eine kontinuierlich arbeitende Regelstrecke von einer digitalen, d.h. mikrorechnerbasierten Regeleinrichtung geregelt, Dazu wird in konstanten Zeitabständen TA [Abtastzeit] über einen Analog-Digital-Umsetzer jeweils ein neuer Istwert der analogen Regelgröße erfasst, über die Zeit TA gehalten, mit der Führungsgröße verglichen, mit der aktuellen Soll-Istwert-Differenz der reglerinterne Rechner beaufschlagt, nach einem eingespeicherten Regelalgorithmus ein neuer Wert für die Stellgröße berechnet und dieser schließlich über einen Digital-Analog-Wandler als geglättetes Stellsignal an die Regelstrecke ausgegeben. Faustregel: Um gute Regelungsergebnisse zu erzielen, darf die Abtastzeit TA höchstens ein Zehntel der größten Streckenzeitkonstante TS betragen)

http://freitag.eit.h-da.de/RT/Ergaenzungen/Abtastregelungen.pdf

AC

Adaptive Control ® Adaptive Steuerung, Anpasssteuerung (selbstanpassende Steuerung bzw. Regelung, bei der sich der Steuerungs- oder Regelungsalgorithmus selbsttätig so ändert, dass hinsichtlich definierter Zielstellungen ein optimales Ergebnis erreicht wird. In Numerischen Steuerungen beispielsweise lässt sich dadurch erreichen, dass eine automatische Anpassung der Schnittbedingungen [Vorschübe und Drehzahlen] an ein vorgegebenes Optimierungsziel, z.B. maximale Spanleistung erfolgt)

ACC

Adaptive Control constraint → Grenzwertregelung bei der AC (bei numerisch gesteuerten Werkzeugmaschinen z.B. können durch ACC Vorschubgeschwindigkeit und Spindeldrehzahl unabhängig vom vorgegebenen Bearbeitungsprogramm selbsttätig so verändert werden, dass der Bearbeitungsvorgang mit maximal möglicher Schnittkraft oder Schnittleistung erfolgt)

Access Point / Wireless Access Point

→ Funkzugangspunkt (Teil eines Rechner- bzw. Kommunikationsnetzes, das aus kabelgestützten und funkgestützten Bestandteilen besteht. In WLAN bildet er protokollmäßig die Brücke zu den drahtgebundenen Netzen. Er ist eine in sich geschlossene Funkzelle, die mit allen angeschlossenen Netzknoten in Verbindung steht und zentrale Funktionen wie Filterung, Roaming und Datensicherheit realisiert. Die Reichweite einer solchen Zelle ist abhängig vom Frequenzbereich, dem Übertragungsverfahren und der Übertragungsgeschwindigkeit. Sie liegt im In-House-Bereich zwischen 30 m [DSSS mit 11 Mbit/s] und 80 m [FHSS mit 1 Mbit/s]. Im Freien werden Weiten bis zu mehrere hundert Meter erreicht)

http://de.wikipedia.org/wiki/Access_Point

ACL

Agent Communication Language ® Kommunikationssprache für den Informationsaustausch zwischen Agenten

AC-Motors

Aternating Current Motors ® Wechsel- und Drehstrommotoren

ACOS

Advisory Committee on Safety ® Beratender Ausschuss zu Fragen der Sicherheit (Ein dem Standardization Management Board, SMB in der IEC unterstelltes beratendes Gremium für Sicherheitsangelegenheiten)

Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 21.09.2017