Management & Business
11.09.2017

ZVEI erhöht Wachstumsprognose für 2017 auf 2,5 %

Die deutsche Elektroindustrie steigerte ihr Produktionsvolumen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 %. Im ersten Halbjahr 2017 lag es um 4,5 % höher als im Vorjahreszeitraum. Vor diesem Hintergrund hebt der ZVEI seine Anfang des Jahres gesteckte Prognose von 1,5 % Produktionswachstum in 2017 um einen Prozentpunkt an.

"Der bisherige Jahresverlauf war merklich besser als erwartet und so gut wie alle Fachbereiche haben am Wachstum partizipiert. Gleichzeitig zogen die Bestellungen aus dem In- und Ausland in den ersten sieben Monaten kräftig und nahezu gleich stark an. Das Exportwachstum stand zudem auf einer sehr breiten Basis“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
 
Der ZVEI erhöht deshalb seine konservativ formulierte Prognose vom Jahresanfang für die reale Produktion 2017 auf plus 2,5 Prozent. "Allen globalen Risiken zum Trotz befinden wir uns derzeit in der günstigen Sondersituation eines breit angelegten Wachstums, wie wir es seit Ende der Finanzkrise so nicht hatten", so Dr. A. Gontermann weiter.

Auch die Zahl der Auftragseingänge stieg nach ZVEI-Angaben bis zuletzt weiter: So ist die deutsche Elektroindustrie mit einem deutlichen Bestellplus in die zweite Jahreshälfte gestartet. Insgesamt legten die Auftragseingänge im Juli 2017 um 10,5 % gegenüber Vorjahr zu. Die Inlandsbestellungen stiegen um 14,1 %, die Auslandsbestellungen um 7,9 %. Aus der Eurozone gingen im Juli 3,3 % mehr Aufträge ein als vor einem Jahr, aus Drittländern 10,9 %. In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres erhöhten sich die Bestellungen um 8,8 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Mit insgesamt 15,2 Mrd. € haben die Erlöse der heimischen Elektrounternehmen ihren Vorjahreswert im Juli um 9,9 % übertroffen. Dabei stiegen der Inlandsumsatz auf 7,2 Mrd. € (+5,3 %) und der Auslandsumsatz auf 8 Mrd. € (+14 %). Zwischen Januar und Juli 2017 kamen die Branchenerlöse auf 107,9 Mrd. € – ein Plus von 7,4 %.

"In den gesamten ersten sieben Monaten des laufenden Jahres stieg der Auslandsumsatz doppelt so stark wie die Inlandserlöse“, so Dr. A. Gontermann. „Der Inlandsumsatz nahm um 4,8 % auf 51,3 Mrd. € zu, der Auslandsumsatz um 9,6 % auf 56,6 Mrd. €.“

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie zeigte sich im August stabil auf hohem Niveau. Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage etwas ungünstiger aus als im Juli, dafür zogen die allgemeinen Geschäftserwartungen an. 63 % der Elektrounternehmen bewerten ihre gegenwärtige Lage als gut, 33 % als stabil und 4 % als schlecht. Für die nächsten sechs Monate gehen 28 % der Branchenfirmen von anziehenden Geschäften aus, 69 % von gleichbleibenden und 3 % von rückläufigen. Die Exporterwartungen änderten sich nach ihrem Anstieg im Vormonat im August kaum.

www.zvei.org

 

 

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