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10.04.2012

ABB: Umsatzsteigerung in 2011 um 13 %

Die deutsche Landesgesellschaft des ABB-Konzerns steigerte 2011 ihren Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr von 3,74 Mrd...

Die deutsche Landesgesellschaft des ABB-Konzerns steigerte 2011 ihren Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr von 3,74 Mrd. Euro leicht auf 3,76 Mrd. Euro. Als wichtigste Stütze wird dabei der Heimmarkt angegeben. So kamen 60 % der Aufträge aus dem Inland und nur 20 % aus Ländern außerhalb Europas (alle Zahlenangaben nach US-GAAP).

 

Den Umsatz steigerte ABB Deutschland um 13 % auf 3,43 Mrd. Euro. Hier wirkte sich vor allem die Abrechnung der Offshore-Windpark-Projekte in der Nordsee positiv aus. Der höhere Umsatz begünstigte auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), das von 290 Mio. Euro um 2 % auf 295 Mio. Euro zulegte. Die Zahl der Mitarbeiter ging leicht zurück: Zum Jahresende verzeichnete die deutsche ABB etwa 10.000 Vollzeitbeschäftigte, 1 % weniger im Vergleich zu 2010.

Dr. Peter Terwiesch ist Leiter der Region Zentraleuropa und Vorstandsvorsitzender der ABB AG

Dr. Peter Terwiesch ist Leiter der Region Zentraleuropa und Vorstandsvorsitzender der ABB AG

„Die guten Zahlen aus dem vergangenen Geschäftsjahr verdanken wir nicht zuletzt dem Auftrag ,DolWin2' zur Anbindung weiterer Offshore-Windparks in der Nordsee an das deutsche Stromnetz. Dies ist der größte Stromübertragungs-Auftrag in unserer Geschichte“, sagt Dr. Peter Terwiesch, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa. „Wir haben als Technologieführer weiter an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen.“

 

Der Bereich Energietechnik-Systeme musste mit einem Auftragseingang von 1,22 Mrd. Euro einen leichten Rückgang um 3 % hinnehmen (2010: 1,26 Mrd. Euro). Dies begründet der Konzern damit, dass Investitionen in den Netzausbau nur sehr zögerlich getätigt würden. Dem gegenüber steht der Großauftrag "DolWin2", den ABB für den Übertragungsnetzbetreiber Tennet realisiert. Der Umsatz dagegen stieg dank der Windpark-Erträge um 46 % auf 905 Mio. Euro.

 

Bei den Energietechnik-Produkten waren sowohl Auftragseingang als auch Umsatz rückläufig. Der Auftragseingang lag mit 783 Mio. Euro um 8 % unter dem Vorjahreswert. Der Umsatz belief sich auf 803 Mio. Euro, das sind 5 % weniger als im Vorjahr. Vor allem im Bereich der gasisolierten Hochspannungs-Schaltanlagen und Antriebe für gasisolierte Schaltanlagen ist ein zunehmender Preisverfall sowie Wettbewerb vor allem durch den asiatischen Markt spürbar.

 

Zahlen rund um den Automatisierungsbereich

Die Geschäftsbereiche der Automatisierungstechnik zeigten nahezu ein durchweg positives Bild. Als Grund dafür wird die verstärkte Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen zur Verbesserung der Produktivität und Senkung der Kosten angegeben. Bei der Prozessautomation lag der Auftragseingang mit 511 Mio. Euro um 3 % über dem Vorjahreswert. Insbesondere bei Hütten- und Walzwerksausrüstungen sowie im Tagebau konnten größere Aufträge verbucht werden. Der Umsatz gab hingegen um 2 % nach: Ausgewiesen wurden 500 Mio. Euro gegenüber 511 Mio. Euro im Jahr 2010.

 

Das Inlandsgeschäft rund um die Gebäudeinstallation und das Industriesegment sorgte für gute Zahlen im Bereich Niederspannung. Auch das 2010 sehr stark gewachsene Segment Solar konnte nochmals leicht zulegen. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs stieg um 4 % auf 850 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 7 % auf 862 Mio. Euro.

 

Der Geschäftsbereich Industrieautomation und Antriebe konnte nach einem ausgezeichneten Vorjahr wiederum überzeugen. Der Auftragseingang lag bei 464 Mio. Euro gegenüber 373 Mio. Euro im Vorjahr (plus 24 %). Impulse kamen hier vor allem aus dem Maschinenbau. Der Umsatz belief sich auf 419 Mio. Euro, was gegenüber dem Geschäftsjahr 2010 (338 Mio. Euro) ebenfalls einem Anstieg von 24 % entspricht.

 

Ausblick

Die Energiewende und der damit einhergehende Ausbau des Stromnetzes werden das zukünftige Geschäft der deutschen ABB beeinflussen. Darüber hinaus gilt es aber, das Potenzial im Heimmarkt noch besser auszuschöpfen. Chancen bieten vor allem der traditionelle Maschinenbau sowie Service.

 

 

 

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"Neuerdings gehe ich von Haus zu Haus und verkaufe Alarmanlagen. Ich bin ziemlich gut darin: Wenn niemand daheim ist, lege ich einfach eine Broschüre auf den Küchentisch."
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