Industrie 4.0
05.12.2017

Telekom stellt Internet of Things-Lösungen für Industrie vor

Die Deutsche Telekom hat auf der SPS IPC Drives Lösungen für Industrieanwendungen im Internet of Things (IoT) präsentiert. Gezeigt wurden cloudbasierte Komplettlösungen, die auch mittelständische Unternehmen umgehend einsetzen und an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.

(Bild: fotolia_Bacho_Foto)

In Zusammenarbeit mit IoT-Spezialisten, wie Microsoft (Azure), Cumulocity (Cloud der Dinge), Harting (Mica) oder Eaton, hat die Deutsche Telekom standardisierte Angebote geschaffen, die nach eigenen Angaben alle für IoT-Anwendungen notwendigen Komponenten umfassen. Begonnen wird bei der Sensorik rund um die Produktionsmaschinen, reicht über die Kommunikationsnetze bis hin zu Anwendungen und Daten in der Cloud (End-to-end).

Je nach Anforderung und Anwendungsszenario stellt die Deutsche Telekom ihren Kunden die jeweils passende IoT-Plattform aus der Telekom Cloud zur Verfügung. Dazu zählt seit März 2017 auch Microsofts Cloud-Plattform "Azure+" mit grundlegenden IoT-Funktionen, wie Analytics, Dashboard oder Device Information Management. So können Unternehmen diese wichtige Microsoft-Lösung nun auch als Managed Service aus der hochsicheren deutschen Cloud beziehen. "Azure+" digitalisiert Geschäftsprozesse intuitiv und benutzerfreundlich. Über standardisierte Schnittstellen binden Unternehmen ihre bereits bestehenden Kommunikationstechnologien, Geräte und individuellen IoT-Lösungen an. Zudem organisiert "Azure+" die anfallenden Daten über Dashboards, wertet sie aus und visualisiert sie.

Ausgezeichnete Lösung: Predicitive Maintenance

Zusammen mit dem Automatisierungsspezialist Eaton hat die Deutsche Telekom auf der SPS IPC Drives das Produkt "Predictive Maintenance" gelauncht. Bei diesem stellt Eaton die Prozesssteuerungen und die Telekom die IoT-Plattform sowie die Konnektivität bereit. Anwender des Produkts, das den zweiten Platz des vom VDE VERLAG in Zusammenarbeit mit dem ZVEI und der Hannover Messe ausgeschriebenen "Industrie 4.0 Innovation Awards" belegte, können für praktisch jeden von Maschinen gelieferten Datenwert Grenzwerte festlegen. Wird dieser Grenzwert überschritten, alarmiert die Lösung individuell in Echtzeit. So erkennen die Verantwortlichen frühzeitig kritische Situationen und können Gegenmaßnahmen einleiten. Zusätzliche Dienste wie Smart Monitoring ergänzen die Lösung von Eaton und Deutscher Telekom.

Die Lösung beruht auf einem neuronalen Netz, das Anomalien auf Basis von Maschinendaten erkennt und verarbeitet. Mithilfe der Ergebnisse lassen sich sowohl Szenarien der "Predictive Maintenance" entwickeln als auch der Maschinenbetrieb optimieren. Drittsysteme wie SAP oder Service-Portale bindet T-Systems mit an, damit Kunden auch komplette Prozessketten automatisch auslösen können.

Hinzu kommt Harting Mica (Modular Industry Computing Architecture). Die kompakte und robuste Box übernimmt dezentral Aufgaben im Feld. Sie erfasst Sensordaten, orchestriert SPS-Systeme und kommuniziert mit zentralen IT-Systemen und der Cloud. Die Lösung besteht aus einem Computer, der zahlreiche Industrie- und Bahnnormen, wie die DIN EN 50155, erfüllt und Virtual Industrial Computing ermöglicht. Dies ist eine innovative Kombination etablierter Linux-Technologien, die Anwendungen auf Feldgeräten virtualisiert. Mit dieser modularen Kombination aus offener Hard- und Software bietet Harting Mica eine komplette Infrastruktur, die rasch Intelligenz in existierende Fertigungssysteme einbaut und Daten sammelt. Mit ihr können auch kleine und mittlere Unternehmen Industrie-4.0-Projekte schnell, kostengünstig und zukunftssicher umsetzen.

Von der Cloud der Dinge bis Norrowband

Darüber hinaus präsentierte die Deutsche Telekom in Nürnberg mit der "Cloud der Dinge" eine IoT-Plattform, mit der Anwender auf Gerätedaten zugreifen, Schwellwerte etwa für Alarme festlegen, Geräte-Updates durchführen und Maschinen fernsteuern. Für eine schnelle und unkomplizierte Einbindung sorgen zwei Funktionen: der "Cloud Fieldbus" ermöglicht die schnelle Einbindung von Maschinen und erspart Programmierarbeit. Und über Cloud Remote Control kann aus der Ferne direkt auf die Benutzerschnittstelle des Devices zugegriffen werden.

Zur Funktechnologie NarrowBand IoT (NB IoT) informierte die Deutsche Telekom auf der SPS Drives über den aktuellen Stand in Sachen Entwicklung und Ausbau. Als Technologie mit niedrigem Energiebedarf und hoher Gebäudedurchdringung treibt die Deutsche Telekom diese Innovation speziell für das IoT voran. Die Funktechnologie ist landesweit heute in rund 300 Orten verfügbar. Bis Ende 2018 soll der Ausbau in Deutschland weitestgehend abgeschlossen sein. Derzeit testen mehr als 150 Unternehmen NB-IoT in ihrer Produktentwicklung. Sie werden von der Deutschen Telekom durch Entwicklungs- und Testpakete unterstützt. Erste Produkte powered by NB IoT wurden auf der Messe vorgestellt. Neben Deutschland bietet die Telekom Narrowband IoT ebenfalls in den Niederlanden sowie in Österreich, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Polen und der Slowakei an.

www.iot.telekom.com

 

 

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