Industrie 4.0
07.07.2017

Stäubli feiert 125-Jähriges

Die Wurzeln der Stäubli-Gruppe gehen auf das Jahr 1892 zurück. Gestartet wurde damals mit einer kleinen Werkstatt in Horgen bei Zürich. Heute ist das Unternehmen weltweit aktiv und feiert sein 125-jähriges Bestehen entsprechend breit in Form eines Jubiläumsjahrs in 29 Ländern. Das Motto dabei lautet „125 Jahre Leidenschaft für Innovation“.

Modulares Werkzeugwechselsystem für Roboter (Bild: Stäubli)

Im Lauf ihres 125-jährigen Bestehens hat sich die Stäubli-Gruppe zu einem heute weltweit agierenden Industriepartner für Mechatronik-Technologien in den Bereichen Kupplungssysteme, Roboter und Textilmaschinen entwickelt. Dabei waren die Entwicklungen schon immer von Kontinuität und Innovationsbegeisterung geprägt. Aus diesem Grund lautet das Motto im Jubiläumsjahr 2017 "125 Jahre Leidenschaft für Innovation". 

„Leidenschaftliches Erfindertum und höchste Qualitätsansprüche gepaart mit Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und einer auf Langfristigkeit ausgerichteten Strategie sind Werte, die in der Stäubli-Familie seit Generationen weitergegeben werden, um auch den nachfolgenden Generationen ein modernes, zukunftsfähiges Unternehmen übergeben zu können“, sagt Rolf Strebel, CEO der Stäubli-Gruppe. „Das bedeutet, nachhaltig und rentabel zu wirtschaften, wie auch technologisch gesehen der Zeit immer ein Stück weit voraus zu denken, um den Kunden wertschöpfende Lösungen anbieten zu können.“

Die Anfänge

Die Fäden zweier Familien verwoben sich im ausgehenden 19. Jahrhundert, der Blütezeit der Textilindustrie, zu einem unternehmerischen Muster: Rudolph Schelling und Hermann Stäubli bewiesen 1892 kaufmännischen Instinkt und technisches Geschick, als sie im schweizerischen Horgen die Firma „Schelling & Stäubli“ gründeten. Das Unternehmen entwickelte sich seither von einer „mechanischen Werkstätte“ zu einem internationalen Mechatronikunternehmen.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden Schelling & Stäubli zum wichtigen Lieferanten im Webereigewerbe mit einem Fokus auf Schaftmaschinen. Hermann Stäubli erwarb sein Wissen zunächst durch die Reparatur von Importprodukten. Daran lernte er und setzte sich schnell zum Ziel, ein besseres Produkt herzustellen. Sein Anspruch: höchste Qualität und eine ausgeprägte Kundenorientierung. Er wollte nichts weniger als die besten Schaftmaschinen bauen, damit Webereien optimale Resultate erzielen konnten. Schon damals hegte Stäubli hohe Anforderungen hinsichtlich einer effizienten Produktion, sprich: mehr Gewebe günstiger, in besserer Qualität und mit einer größeren Vielfalt an Mustern herstellen zu können. 1893 lieferte „Schelling & Stäubli“ dann die erste Schaftmaschine als Eigenkonstruktion aus. Im Jahr 1900 folgte die Weiterentwicklung zur ersten Papierkarten-Schaftmaschine, ausgerüstet mit einem Einlesesystem wie es heute noch verbreitet ist. Nach dem Tod von Rudolph Schelling, übernahm das Unternehmen 1909 den Namen Stäubli.

Erst Kupplungen, dann Roboter

Nach seinem Start als technischer Pionier und zuverlässiger Partner in der Webereibranche erweiterte Stäubli seine Kompetenzen auf Schnellkupplungslösungen. „Mit dem Beginn der Herstellung von Schnellkupplungen fasste die Familie Stäubli 1956 den weitreichenden Beschluss, Kompetenzen auch auf weitere Geschäftsfelder zu übertragen. Der Grundstein für die heutige Gestalt unseres Unternehmens war gelegt.“ Seitdem wurde bei Stäubli stetig nach Möglichkeiten gesucht, zukunftsfähige Technologien zu entwickeln, um die Industrieprozesse der Kunden weiter zu vereinfachen und sicherer zu machen. So war es nur konsequent, das Portfolio von Stäubli ab 2002 um elektrische Steckverbindungen zu erweitern.

Ein weiterer, wichtiger Schritt zur Diversifikation erolgte 1982 mit dem Beginn der Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Robotikpionier Unimation. Die Übernahme von Unimation im Jahr 1989 bildete die Grundlage der späteren Stäubli Robotics (Bild links: Mobiles Robotersystem Helmo, Quelle: Stäubli).

„Der Innovationsgeist, der tief verankert liegt in der Natur von Stäubli - das ist es wohl, was unser Unternehmen seit Beginn auszeichnet“, meint Rolf Strebel. „Er sorgt dafür, dass wir stets neue, für die Kunden wertschöpfende Lösungen erarbeiten. Aber auch das Familiäre, der Geist des Zusammenhaltens, die Neugier und das Bewusstsein um die Notwendigkeit einer stetigen Weiterentwicklung sind maßgeblich für den langjährigen Erfolg. Das ist die Motivation: die Verbesserung – menschlich, fachlich, technisch, um auch in den nächsten 125 Jahren weiter so erfolgreich sein zu können.“

Expansion und Weiterentwicklung

Seit 1892 ist die Unternehmensgruppe sowohl technologisch als auch geografisch substanziell gewachsen. Bereits 1909 errichtete Stäubli seine erste Produktionsstätte in Frankreich, gefolgt von Werken in weiteren europäischen Ländern sowie Nord- und Südamerika und China.

Im Zeitalter von digitaler Transformation und Industrie 4.0 möchte Stäubli auch zukünftig seinen dynamischen Weg als technologischer Experte für das Zusammenwirken von Mensch und Maschine in seinen innovativen Industriebranchen fortsetzen.

www.staeubli.com

 

 

 

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Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 19.09.2017