Industrie 4.0
12.01.2018

Nortec: Messemotto "4.0 – Praxis für den Mittelstand"

Vom 23. bis 26. Januar liefert die Nortec in Hamburg Antworten unter anderem auf die Frage "Was müssen Unternehmer beachten und wer hilft ihnen beim Fitmachen des eigenen Betriebs für die Zukunft?". Dabei zeigt sie unter dem Motto „4.0 – Praxis für den Mittelstand“ dass pragmatische Ansätze beim Ausbau der Produktionskompetenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen gefragt sind.

(Bild: Hamburg Messe und Congress/Stephan Wallocha)

 

Die Fachmesse für Produktion präsentiert in Hamburg eine Vielzahl an praktischen Lösungen im Themenumfeld Industrie 4.0. Das Angebot richtet sich schwerpunktmäßig an klein- und mittelständische metallbearbeitende Unternehmen. In ihrer Wertschöpfungskette geht es darum, die Produktionskette intelligent aufzubauen und optimal zu vernetzen, um einen nachhaltigen und möglichst hohen Mehrwert für die Unternehmen zu generieren. Im Idealfall sind alle am Produktionsprozess beteiligten Wertschöpfungssysteme miteinander vernetzt. Wie das geht und welche spezifischen Produkt- und Serviceinnovationen auch als Bausteine derzeit verfügbar sind, zeigen 81 Aussteller der Nortec - im 4.0-Guide sind diese Aussteller explizit gelistet. Darunter sind neben Technologieführern, wie Knuth Werkzeugmaschinen, Siemens oder Carl Zeiss Industrielle Messtechnik, erstmals das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Hamburg und vielversprechende Jungunternehmen in der Start-up Area in Halle A3.

Aus der Praxis für die Praxis

Wenn Investitionen in neue Technologien anstehen, suchen Unternehmer in erster Linie nach Lösungen, die sich im Produktionsalltag bereits bewähren und die das Potenzial für Erweiterungen bieten. Solche Industrielösungen werden auf dem Gemeinschaftsstand Elektronikfertigung in Halle A3 von der Viscom AG vorgestellt und erklärt. Das Unternehmen entwickelt, fertigt und vertreibt Systeme für die komplette Bandbreite der optischen Inspektion und Röntgenprüfung. Diese Inspektionssysteme werden von global agierenden Großunternehmen für die Qualitätssicherung ebenso eingesetzt, wie von KMU in der anspruchsvollen High-End-Elektronikfertigung. Damit die Inspektionssysteme weltweit optimal in Industrie-4.0-Prozesslinien integriert werden können, bietet Viscom die Vernetzung der Systeme und Leitrechner in verschiedenen nationalen und internationalen Standards an, beispielsweise ASTM, DIN oder ISO.

Als Global Player zeigt der Systemanbieter Bosch Rexroth AG, wie mittelständische Unternehmen Industrie 4.0 erfolgreich realisieren und damit im Produktionsumfeld neue Maßstäbe setzen können. Das geschieht am Beispiel einer Kugelbahn. Hier wird deutlich, wie sich Dynamik, Positionierungsgenauigkeit und moderne Bedienkonzepte in kompakter Form umsetzen lassen. Auch viele weitere Aussteller nutzen spektakuläre Live-Präsentationen, um die oft verborgene Industrie 4.0 Lösungskomponente ihrer Maschinen, Anlagen und Services zu visualisieren.

Handshake aus Acrylglas zeigt Vernetzung von Maschine und IT

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG präsentiert ein 5-Achs-Fräs- und Dreh-Bearbeitungszentrum für das wirtschaftliche Bearbeiten komplexer Bauteile. Mit fünfachsigen Bearbeitungsmethoden können mehrere Seiten eines Werkstücks in einer einzigen Einstellung bearbeitet werden. Das spart Zeit, erfordert aber gleichzeitig ein fundiertes Programmier-Know-how für das Definieren der komplexen Bearbeitungsabläufe. Wie leistungsfähig das Hermle System ist, verdeutlicht die Firma durch einen dreidimensionalen und in Acrylglas gefertigten Handshake am Messestand, der als Symbol für die Verknüpfung von Maschine und IT stehen soll. Parallel zur Fertigung können Besucher live auf dem Bildschirm verfolgen, was bei der Fertigung im Hintergrund passiert. Sichtbar werden sämtliche digitale Bausteine, die den Anwendern den Einstieg in die Industrie-4.0-Welt erleichtern sollen. In dieser kundenorientierten Verknüpfung aus Maschinen- und Produktionssteuerungsmöglichkeiten sieht das Unternehmen aus Baden Württemberg ein großes Potenzial. Udo Hipp, Marketing Manager der Maschinenfabrik Berthold Hermle AG, erläutert: „Wir nutzen die Nortec 2018 zum einen, um uns selbst einen guten Überblick über aktuelle Branchenthemen und Trends zu verschaffen und uns mit Experten auszutauschen. Zudem bietet die Messe süddeutschen Unternehmen wie uns die Möglichkeit unkompliziert und an vier Tagen wertvolle Erstkontakte aus dem Norddeutschen Raum zu knüpfen und Bestandskunden im schönen Hamburg zu treffen.“

4.0-Kompetenz in Netzwerken nutzen

Ergänzt wird die Leistungsschau der Produktionstechnik durch Workshops und Infoveranstaltungen, in denen es um die gezielte Vermittlung von 4.0-Fachwissen für die Praxis geht. In Halle A3 vermitteln fünf Verbände Know-how und Netzwerkmöglichkeiten rund um die Integration und Installation von Industrie-4.0-Methoden in Produktionsprozesse. Mit dabei sind der Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), der Fachverband für Design, Leiterplatten- und Elektronikfertigung (FED), INGnord – Das Netzwerk Ingenieure im Norden sowie der Verband Deutscher Werkzeug und Formenbauer (VDWF). Ebenfalls mit an Bord ist der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der am Eröffnungstag der Nortec, am 23. Januar, seinen Workshop „Auf dem Weg zur Fertigung 4.0“ veranstaltet. Netzwerken ist ausdrücklich erwünscht, wenn es darum geht, wo und wie man Ideen und Partner findet, mit denen gemeinsam neue Geschäftsmodelle entwickelt werden können.

www.nortec-hamburg.de

 

 

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