News
29.11.2011

Phoenix Contact: Lösungen für die Märkte der Zukunft

Auf der SPS/IPC/Drives hat Geschäftsführer Roland Bent verkündet, dass Phoenix Contact in 2011 mit einem Plus von circa 13 % abschließen wird...

Auf der SPS/IPC/Drives hat Geschäftsführer Roland Bent verkündet, dass Phoenix Contact in 2011 mit einem Plus von circa 13 % abschließen wird. Dies entspricht einem Gesamtumsatz von rund 1,5 Mrd. € und damit einem Plus von rund 170 Mio. € gegenüber 2010. Trotz der vielen Unwägbarkeiten erwartet er für das Unternehmen in 2012 ein Wachstum, das über dem der Branche liegt. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Lauf des Jahres allein an den zwei Standorten des Headquarters, in Blomberg und Bad Pyrmont, um 500 Mitarbeiter. International wird die Stammbelegschaft am Ende dieses Jahres circa 550 Mitarbeiter mehr zählen.

 

Wachstum braucht Raum

Die Wachstumsdynamik des Jahres 2010 sowie des ersten Halbjahrs 2011 hat bei Phoenix Contact zu einem zunehmenden Bedarf an Büroflächen geführ: Am Standort Blomberg entstand der Neubau eines Gebäudes für Marketing und Entwicklungsbereiche. Mit rund 5.000 m² Fläche wird das Anfang 2012 bezugsfertige Gebäude rund 250 Mitarbeitern Platz bieten. In der Ortschaft Schieder, in unmittelbarer Nähe des Hauptstandorts Blomberg, hat das Unternehmen ein 100.000 m² großes Gelände eines ehemaligen Möbelherstellers erworben. Diese Gelände bietet Raum und Gebäude sowohl für Produktionsbereiche als auch für Büroflächen. Im ersten Schritt werden hier, nach abgeschlossenen Renovierungsmaßnahmen, alle Aus- und Weiterbildungsbereiche des Unternehmens in einem zentralen Bildungszentrum angesiedelt.

Am Standort Nanjing in China steht der Bezug des größten je errichteten Gebäudes in der Firmengruppe unmittelbar bevor. Mit mehr als 25.000 m² zusätzlicher Produktions- und Logistikfläche erhält der Standort Raum für das Wachstum der nächsten Jahre. In der Türkei hat Phoenix Contact seine Präsenz, neben der schon mehr als 25 Jahre alten Vertriebsgesellschaft, mit einer Produktionsgesellschaft verstärkt. Seit Mai dieses Jahres werden in Bursa auf rund 625 m² Produkte für den türkischen Markt gefertigt.

 

In Nanjing konnte das Unternehmen in diesem Jahr das fünfjährige Bestehen der lokalen Entwicklungsgesellschaft feiern. Pünktlich zum Jubiläum erhielt Phoenix Contact im Februar 2011 die Auszeichnung „Institute of Excellence“ als eines der besten internationalen Entwicklungs-Center, verliehen von der Regierung der Provinz Jangsu, die 77 Mio. Einwohner zählt. Phoenix Contact konnte mit der Entwicklung eines Batterie-Ladesteckersystems für Busse ein Produkt in großen Stückzahlen für das derzeit erfolgreichste Pilotprojekt der Elektromobilität in China liefern.

 

Produktpalette ausgebaut

Der mit Siemens gemeinsam entwickelte Profinet-Chip TPS-1 (Tiger Chip) beweist bereits bei vielen Pilotkunden die Vorteile der preiswerten und einfachen Single-Chip-Lösung. Auf dem Messestand wurde dazu eine Montagemaschine gezeigt, die den Profinet-IRT-Standard nutzt, um eine komplette Synchronität beim Einlesen, Verarbeiten und Ausgeben von Prozesssignalen sicherzustellen.

 

Die Produktfamilie der Kleinsteuerungen der 100er-Leistungsklasse wurde um weitere fünf Mitglieder verstärkt. Sämtliche Geräte haben einen SD-Karten-Slot, sodass sich ihre Flash-Speicherkapazität auf bis zu 2 GByte erhöht. Damit eignen sich die Controller, die in das Inline-E/A-System integriert sind, insbesondere für Datenlogging-Applikationen. Alle neuen Steuerungen unterstützen jetzt Modbus/TCP in der Firmware.

 

Ein Schwerpunkt der Neuheiten 2011 ist die komplette Produktfamilie unterbrechungsfreier Stromversorgungen (Quint-UPS mit IQ-Technology). Die Intelligenz der Stromversorgung zeichnet sich dadurch aus, dass sie zu jeder Zeit zu 100 % den Zustand ihrer Speichermedien kennt und die Restverfügbarkeit ihrer Anlage genau bestimmt werden kann. Die Besonderheit ist, dass sich sämtliche verfügbare Speichertechnologien wie Pufferkondensatoren, Akkubatterien und erstmals auch Lithiumbatterien damit kombiniert werden können.

 

Das 2010 eingeführte Axioline-System wurde in diesem Jahr um wichtige Komponenten erweitert. Neben dem Profinet-Buskoppler gibt es jetzt auch eine Sercos-III-Anschaltung. Axioline ermöglicht dabei die Ausnutzung auch der kurzen Sercos-Zykluszeit von 31,25 µs über mehrere E/A-Stationen hinweg.

 

Die Produktkooperation zur Inte­gration der Motorschalter Contactron mit der Smart-Wire-Technologie von Eaton erzielte im Lauf des Jahres gute Fortschritte. Auf der Hannover Messe 2012 wird ein erstes Produktportfolio präsentiert. Der Ausbau der Palette mit weiteren gemeinsamen Produkten ist von beiden Partnern verbindlich geplant.

 

Zukunftsstrategie für die nächste Dekade

Zur Absicherung des langfristigen Wachstums hat Phoenix Contact 2011 seine Organisationsstruktur weiterentwickelt. Innerhalb der Vertriebsgesellschaften soll es jeweils drei, auf die spezifischen Bedürfnisse der Marktstufen, ausgerichteten Segmentorganisationen geben, denen im Sinne einer klaren Ansprechpartnerstruktur jeweils spezifische Kunden zugeordnet werden. Diese Struktur wurde in diesem Jahr bereits in der deutschen, großen europäischen sowie der US-Gesellschaft umgesetzt. In den nächsten Jahren werden weitere größere Vertriebsorganisationen von Phoenix Contact folgen.

 

Den Kern der neuen Vertriebsorganisation bildet das Segment „Industrial Components and Electronics“, das den gesamten Bereich des Produktgeschäfts im und um den Schaltschrank herum abbildet. Neu aufgebaut werden spezielle Vertriebsgruppen für das Geschäft der Anschlusstechnik mit Geräteherstellern. Um der wachsenden Kundenforderung nach komplexen und umfassenden Lösungsangeboten für Automatisierungsapplika­tionen gerecht zu werden, erhalten die Vertriebsgesellschaften mit dem dritten Segment die Kompetenz, diese Bedürfnisse über eine industriespezifische Ausrichtung zu erfassen.

 

Um der vertrieblichen Neuausrichtung auch eine adäquat ausgerichtete Produktorganisation zuzuordnen, wurden die bisherigen fünf Geschäftsbereiche neu strukturiert. Eine Ausweitung auf perspektivisch elf Geschäftsbereiche schafft neuen Raum und ein zusätzliches Momentum für Wachstum. Die notwendige strategische Bündelung sowie die Bildung einer klaren Schnittstelle zu den Vertriebssegmenten erfolgt durch eine neue Zusammenfassung der Geschäftsbereiche in Divisionen, die die Segmente widerspiegeln.

 

Die globalen Trends von Energie, Mobilität und Lösungen für eine zunehmende Verstädterung führen bei Phoenix Contact zur Definition von vier Schwerpunkten für das Industrie­lösungsgeschäft: Automotive, Windkraft, Solartechnik und urbane Infrastruktur (Wasser/Abwasser, Verkehrsinfrastruktur, Energieverteilung).

 

Zur Jahrtausendwende hat Phoenix Contact mit der konsequenten Dezentralisierung des Unternehmens sowie der Schaffung von unternehmerisch aufgestellten Geschäftsbereichen eine nachhaltige Wachstumsdynamik erreicht. Ein Ergebnis dieses Schritts war, dass sich der Umsatz der Gruppe zwischen 2000 und 2010 mehr als verdoppelt hat. Mit der neuen Marktausrichtung sowie der Weiterentwicklung der Organisationsstruktur hat das Unternehmen jetzt wieder Freiraum sowie Dynamik für das Wachstum des Komponentengeschäfts geschaffen. Darüber hinaus wird durch den konsequenten Lösungsansatz ein zusätzlicher Motor für die langfristige Erfolgsgestaltung geschaffen. Im Fokus stehen dabei, neben dem großen Feld der Industrieautomation, zunehmend auch die globalen Zukunftsmärkte.

 

Weitere Informationen unter www.phoenixcontact.com.

Video-Tipp

der Redaktion

Der Titan in Hannover

Zu den Publikumsmagneten in Hannover zählte der Roboter "Titan", der die Besucher durch das Siemens Future Forum "führte". Hier demonstrierte er den Zusammenhang zwischen Daten, Software und Hardware.

Zum Schmunzeln

Wussten Sie, dass bereits 53 Flaschen Bier täglich den Kalziumbedarf eines erwachsenen Menschen abdecken?! Das zeigt einmal mehr: Gesunde Ernährung kann so einfach sein!
Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 20.04.2014