Leitebene
13.03.2017

GTI feiert 30-Jähriges

Am 1. März 1987 wurde die Gesellschaft für technische Informationsverarbeitung mbH in Neustadt/Main als Ausgründung aus der Elau GmbH geboren. Aus den anfänglich drei Mitarbeitern wurden im Jubiläumsjahr 35, deren Produkte und Lösungen an mehr als 500 Kunden ausgeliefert werden.

Übergabe der IHK-Urkunde: Achim Schreck, Geschäftsführer der GTI-Control mbH, Oliver Freitag von der IHK Würzburg-Schweinfurt, Gerhard Wallisch, Vorstand GTI-Process AG (v.l.) (Bild: GTI)

Mit drei Mitarbeitern zog das Unternehmen 1987 in den ehemaligen Bahnhof von Neustadt ein. Ziel war die Entwicklung technischer Software für die Industrie, wobei der Fokus auf Dienstleistung für Kunden lag und nur wenig Spielraum für eigene Produkte gegeben war. Dennoch konnte mit Praktikanten und als Diplomarbeit die Basis für eine PC-basierte Visualisierungssoftware gelegt werden, wie sie damals noch nicht üblich war.

1988 wurde auf der Hannover Messe der erste Prototyp von einer einfachen HMI-Lösung vorgestellt. Die Firma Seidel aus Marburg, Hersteller von Aluminiumdesign­produkten, entschied sich 1989 als erster Kunde für die mittlerweile produktreife Software Procon von GTI an einer Anlage zum Eloxieren von Lippenstifthülsen. 1990 kamen zahlreiche bekannte Firmen hinzu: ABB, Babcock, Bachmann, Dow Brands, Kuhnke, Lenze, Noell, SAE, Schaeffler, Schiele, Seitz-Filter, Selectron, Semperit, Swarowsky und Vipa.

1992 übernahm Achim Schreck als Gründer und Geschäftsführer die anderen Geschäftsanteile. Die GTI wurde als Wortmarke eingetragen, die erste Website (www.GTI.de) ging online und Knauf Engineering wurde als Kunde gewonnen, die Procon als Leittechnik für ein Werk in Tschechien einsetzten. Viele weitere sollten folgen.

1994 konnten die ersten komplexen Anwendungen von Procon-Win, dem echten 32-bit-Windows-Nachfolger von Procon, für die Molkerei Ehrmann in Freiberg durchgeführt werden. Eine komplexe Leittechnik mit fünf Stationen und Vernetzung über Sinec H1 wurde realisiert.

Zur Jahreswende 1996 erfolgte der Umzug nach Marktheidenfeld in die Georg-Mayr-Straße 9. Die logistischen Randbedingungen wurden damit erheblich verbessert und der Autobahnanschluss lag praktisch fast vor der Tür. Dies war Voraussetzung für weiteres Wachstum und schaffte mit dem großzügigen firmeneigenen Garten eine schöne Atmosphäre für die folgende 10-Jahres-Feier.

Um besser auf die Kundenbedürfnisse und Zielgruppen einzugehen wurden 1999 die Engineering-Aktivitäten mit strenger Fokussierung auf die verfahrenstechnischen Industrie in dem zu GTI-Process umbenannten Unternehmen konzentriert und die Produktentwicklung und dessen Vertrieb in die neu gegründete GTI-Control ausgelagert. In dem Zuge wurde ein weiteres Gebäude bezogen. Die GTI-Process konnte viele Projekte mit dem Schwerpunkt Leittechnik, Batchverarbeitung, Betriebsdatenerfassung und Anbindung von Produktionsanlagen in ERP- und MES gewinnen. Dazu gehören Kunden wie Baxter, Bofrost, Degussa, Ehrmann, Frankenbrunnen,  Frosta, Goldsteig,  Hengstenberg,  Roche,  Zott. Zum 20-jährigen Jubiläum wurde 2007 die GTI-Process in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und eine Kapitalerweiterung durchgeführt. Mit dem zusätzlich aufgenommenen Anteilseigner Gerhard Wallisch wurde ein Branchenspezialist zum Vorstand und Achim Schreck konzentrierte sich nach einer Übergangszeit ausschließlich auf die Geschäftsführung der GTI-Control.

Die GTI-Control entwickelte die HMI/Scada-Lösung weiter und konnte schon bald die ersten 10.000 Lizenzen überschreiten. Die Kunden liegen dabei im Wesentlichen im Maschinen- und Anlagenbau. Durch die weltweite Verbreitung der Maschinen ist Procon-Win auf allen Kontinenten verbreitet und läuft in zig verschiedenen Sprachen. 2010 erweitere die GTI-control ihr Spektrum durch den Aufbau von Usability-Spezialisten, die für den Verpackungsmaschinenhersteller Oystar ein Konzept für eine moderne und auf alle Maschinen der Gruppe ausgelegte Benutzeroberfläche erarbeiteten. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, für das Projekt erhielt GTI-Control den Reddot-Design Award. Seit dem wurde diese Leistung für viele andere Unternehmen umgesetzt, um den Anspruch ihrer Kunden nach intuitiven und modernen Oberflächen mit Multi-Touch-Bedienung gerecht zu werden.

Für den Filialisten Deichmann wurde ein standortübergreifendes  Energiemanagementsystem als Cloudlösung entwickelt. Bereits beim ersten Roll-out in über 600 Filialen konnte Deichmann am Ende des ersten Betriebsjahres Einsparungen von  2.500 MWh verzeichnen. Diese kundenspezifische Entwicklung war die Geburtsstunde des webbasierten Energiemanagementsystems Resma.

2014 konnte mit Procon-Web der Nachfolger für die HMI/Scada-Lösung präsentiert werden. Bestandteil des Konzepts sind Unterstützung von verschiedenen, auch mobilen, Endgeräten über responsive Design und Container-Technology mit stylebaren Controls. Diese innovative HTML5 basierte Technologie soll der neue Wachstumsmotor werden und hat bereits zu vielen neuen Kunden geführt. Mit der Möglichkeit das System extrem weit zu skalieren und auch auf embedded Geräten laufen zu lassen können zusätzlich Märkte angegangen und viele Aufgaben von Industrie 4.0 effizient umgesetzt werden.

www.gti.de

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Copyright © VDE VERLAG GMBH, zuletzt aktualisiert am 26.07.2017