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12.10.2009

Feldspezialist mit neuer Organisationsstruktur und erweiterter Produktpalette

Christian Wolf: „Durch einen stärkeren Kundenfokus, noch mehr Innovationen sowie die Organisations- und Prozessoptimierung wollen wir gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Christian Wolf: „Durch einen stärkeren Kundenfokus, noch mehr Innovationen sowie die Organisations- und Prozessoptimierung wollen wir gestärkt aus der Krise hervorgehen."

Die Turck-Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2009 mit einem konsolidierten Gesamtumsatz von rund 270 Mio Euro, was gegenüber 2008 einem Rückgang von etwa 27 % entspricht. Die Mitarbeiterzahl an allen 27 Standorten sank um knapp 10 % auf weltweit 2.550. In Deutschland beschäftigt das Familienunternehmen an seinen Standorten in Mülheim an der Ruhr, Halver und Beierfeld 1.374 Mitarbeiter – 58 weniger als im Vorjahr. „Das Ergebnis des Geschäftsjahrs ist stark durch unsere Hauptabsatzmärkte Automobil- und Maschinenbauindustrie geprägt“, sagt Christian Wolf, Geschäftsführer der Hans Turck GmbH & Co. KG, der für 2010 mit einer leichten Entspannung rechnet. „Wir sparen Kosten und optimieren Ressourcen – ohne Innovation und Wachstum für die Zukunft zu gefährden. Dadurch wollen wir gestärkt aus der Krise hervorgehen und bereits 2010 den Umsatz von 5 % zu steigern. 2011 erwarten wir einen Umsatzzuwachs um 10 %.“

 

Dieses Ziel will Turck durch verschiedene Maßnahmen erreichen. Zum einen durch eine Neuausrichtung der Organisationsstruktur. Die Geschäftsbereiche Automation Products und Automation Systems ersetzen seit dem 1. Oktober die drei Produktionsmanagementbereiche Sensortechnik, Prozessautomation sowie Feldbus und Systeme. Damit sollen der Pre- und Aftersales Support ausgebaut sowie Synergiepotenziale auf Basis der Zusammenführung von Anforderungen genutzt werden. „Das ist für uns die konsequente Weiterentwicklung vom Komponenten- zum Systemanbieter“. so C. Wolf.

Oliver Marks (links) und Norbert Gemmeke leiten die Geschäftsbereiche Automation Products bzw. Automation Systems

Oliver Marks (links) und Norbert Gemmeke leiten die Geschäftsbereiche Automation Products bzw. Automation Systems

Auch produktseitig entwickelt sich der Spezialist für die Sensorik, Kommunikation und Anschlusstechnik im Feld weiter. Das 212 mm x 156 mm x 50 mm große VT250-HMI hat einen 5,7-Zoll-QVGA-TFT-Touchscreen von Kontron, auf der Geräterückseite eine SD-Memory-Card, eine von außen wechselbare Pufferbatterie sowie einen Profibus- oder CAN-Port mit DeviceNet oder CANopen. Mit seinen zwei Realtime-Ethernet-Ports an der Unterseite ermöglicht es die Installation einer Linientopologie. Ein USB- und ein COM-Port für RS-232- und RS485-Belegung runden das Anschlussspektrum ab. Die Bedienoberfläche zum Erstellen von Visualisierungen Qvis entstand in Zusammenarbeit mit Hilscher. Die Familie soll 2010 um ein 7-Zoll- und ein 10-Zoll-HMI erweitert werden.

 

Weitere Produkte, die Turck auf der SPS/IPC/Drives vorstellen wird, sind die Linearwegsensor-Serie LI-Q25, die auf dem Resonanz-Prinzip basiert und die Vorteile magnetostriktiver und potenziometrischer Lösungen vereint, das Drucksensormodell mit integrierter Auswerteeinheit PS300 und die Wireless-Lösung DX99 mit Atex-Zulassung bis Zone 0. Das störunempfindliche, IP67-geschützte Wegerfassungssystem für Messbereiche zwischen 100 mm und 1.000 mm hat eine Systemauflösung von 1 µm und eine Wiederholgenauigkeit von 25 µm. Es hat keine Blindzonen und nutzt somit die Gehäusedimensionen optimal aus. Als Ausgangssignale stehen 0 V …10 V, 4 mA…20 mA, IO-Link und SSI zur Verfügung. Dank der besonderen Anordnung der Empfangsspulen auf der Platine wird das Ausgangssignal nicht durch den Abstand zwischen Sensor und dem codierten Positionsgeber beeinflusst.

 

Die IP69k-Sensoren der PS300-Reihe eignen sich dank ihres weiten Messbereichs von -1 bar bis 600 bar für diverse hydraulische Anwendungen. Sie haben eine hohe elektromagnetische Verträglichkeit und eine Genauigkeit von 0,5 % vom Endwert. Es gibt sie mit den Anschlussvarianten G1/4-Zoll, 1/4-Zoll-NPT und R1/4-Zoll mit Schaltkontakten und analogen Ausgängen für Strom oder Spannung. Die IO-Link-Sensoren lassen sich durch ihr großes Display und ihr einheitliches Bedienkonzept einfach einstellen und bedienen.

 

Mit der Serie DX99 mit Atex-Zulassung bis Zone 0 komplettiert Turck sein Wireless-Angebot, bestehend aus der Point-to-Point-Lösung DX70 und der Netzwerkvariante DX80. Das Portfolio unterstützt eine Vielzahl von Signalen, von analogen Daten über Binärkontakte und Frequenzsignale bis hin zu digitalen Protokollen über RS-232 und RS-485. Die Funklösung arbeitet im 2,4-GHz-Frequenzband und verwendet dabei zum Schutz gegen Störeinflüsse die FHSS-Technologie (Frequency Hopping Spread Spectrum) mit TDMA (Time Division Multiple Access). Gateway und Knoten sind in Schutzart IP67 ausgeführt und arbeiten bei Umgebungstemperaturen zwischen -40 und +85 °C.

 

Weitere Informationen unter www.turck.de.

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