Engineering & horizontale Integration
06.05.2013

Aufruf zur Mitarbeit am Engineering-Werkzeug

Monkey Works ist ein Start-up-Unternehmen, das ein Engineering-Tool für die Entwicklung von UI-Lösungen zur Prozesssteuerung entwickelt...

Monkey Works ist ein Start-up-Unternehmen, das ein Engineering-Tool für die Entwicklung von UI-Lösungen zur Prozesssteuerung entwickelt. Dieses Tool ermöglicht es Entwicklern, die UI einmal zu gestalten und dann auf Knopfdruck in verschiedene Technologien, wie „iOS“, Android, C# und WPF, zu überführen. Im Interview beantwortet Mitbegründer Dr. Stefan Hennig Fragen rund um das Tool und seine Möglichkeiten.

 

_Herr Hennig, Sie sind Mitbegründer von dem noch recht jungen Unternehmen Monkey Works. Was ist die Geschäftsidee Ihres Start-ups?_

Dr. Stefan Hennig ist Mitbegründer und Geschäftsführer von Monkey Works

Dr. Stefan Hennig ist Mitbegründer und Geschäftsführer von Monkey Works

Dr. S. Hennig: Wesentlicher Bestandteil industrieller Prozesse sind stets Visualisierungslösungen, mit denen Operateure die Sicherheit und Qualität der Produktion gewährleisten. Wir stellen fest, dass diese Lösungen zunehmend auf Geräten und Plattformen aus dem Endverbrauchermarkt genutzt werden. Es fallen also neben Windows und Linux Begriffe, wie Tablet-Computer, Android, "iOS" oder Arduino. Damit steigt natürlich die Herausforderung bei der Softwareentwicklung, denn diese unterschiedlichen Technologien erfordern stets eigene Entwicklungsaufwände.

 

Mit unserem Engineering-Tool Movisa verfolgen wir das Ziel, Visualisierungslösungen nur einmal zu entwerfen und ohne erneuten Entwicklungsaufwand auf beliebigen Endgeräten zu verwenden. Wir wollen Ingenieuren ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem sie sich auf die Gestaltung einer intuitiven und sicheren Visualisierungslösung konzentrieren können. Movisa übernimmt dann automatisiert die Programmierung für die verschiedenen Geräte und Plattformen.

 

_Sie geben an, dass mit Ihrem Engineering-Werkzeug Movisa, Visualisierungslösungen einmal entworfen und auf beliebigen Endgeräten genutzt werden können. Bitte erläutern Sie kurz die technischen Details und die Highlights der Lösung._

Screenshot des Engineering-Tools Movisa

Screenshot des Engineering-Tools Movisa

Dr. S. Hennig: Movisa richtet sich in der Verwendung nach bekannten Tools zur Entwicklung von Visualisierungslösungen. Es bietet grafische GUI-Editoren sowie Editoren zur Konfiguration der Prozessdaten. Hinter den Kulissen hält Movisa diese Daten jedoch in Form eines Visualisierungsmodells, das auf mächtigen Softwaretechnologien basiert. Auf Knopfdruck exportieren leistungsfähige Module dieses Visualisierungsmodell in sofort lauffähigen, nativen Programmcode für die gewünschte Plattform. Sind weitere Geräte oder Plattformen gefordert, so ist lediglich ein weiterer Exportvorgang notwendig – ohne manuelle Programmierung.

 

Ein wesentliches Highlight von Movisa ist also, dass automatisiert native Lösungen erzeugt werden, die die Möglichkeiten der jeweiligen Geräte und Plattformen optimal ausnutzen und – anders als HTML-Lösungen – keine funktionalen Einschränkungen haben.

 

_Lassen sich auch bereits bestehende/etablierte Visualisierungslösungen mit Ihrem Tool kombinieren?_

 

Dr. S. Hennig: Ja, wobei mehrere Ebenen unterschieden werden müssen: (1) Movisa ist mit verschiedenen Import- und Export-Schnittstellen ausgestattet, sodass es sehr gut mit einer Landschaft bestehender Engineering-Tools harmoniert. (2) Unsere Lösung erzeugt native Visualisierungslösungen, die Standardprotokolle, wie OPC UA oder ModbusTCP, nutzen. Hierüber können sie leicht mit bestehenden Visualisierungslösungen kombiniert werden. (3) Die Software ist erweiterbar. So schneiden wir Movisa passgenau auf Kundenanforderungen zu.

 

_Welchen Verfügbarkeitsstatus hat Movisa und gibt es bereits Pilotanwendungen?_

Abbildungen einer in Movisa erstellten Visualisierung auf verschiedenen Geräten

Abbildungen einer in Movisa erstellten Visualisierung auf verschiedenen Geräten

Dr. S. Hennig: Movisa ist das Ergebnis einer langjährigen Entwicklungsarbeit. Es befindet sich derzeit in einem Stadium, in dem die Kernfunktionalität realisiert und anhand erster Visualisierungslösungen erfolgreich getestet wurde.

 

Wir arbeiten gerade unter Hochdruck an der Verbesserung der Usability sowie an der Realisierung spezifischer Kundenanforderungen. Hierbei unterstützen uns Firmen aus ganz Deutschland, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Jedes Gespräch hilft uns, unsere Software in ein leistungsfähiges Produkt zu überführen, das die tatsächlichen Probleme unserer Kunden löst und mit dem Entwickler mit Freude arbeiten.

 

_Das heißt, Ihre Lösung ist in der Basisversion vorhanden und nun geht es darum, diese mit potenziellen Kunden zur Marktreife zu führen – also deren Anforderungen einzuarbeiten. Wie definieren Sie dabei Ihre Zielgruppe und wie stellen Sie sich die Zusammenarbeit vor?_

 

Dr. S. Hennig: Unsere Zielgruppe sind Unternehmen und Ingenieurdienstleister, die Visualisierungslösungen für industrielle Prozesse und Anlagen, aber auch für den Bereich Heim- bzw. Gebäudeautomatisierung entwickeln. Die Formen der Zusammenarbeit sind dabei sehr vielfältig und reichen von einem einfachen Erfahrungsaustausch bis hin zu gemeinsamen Projekten. Unsere Partner werden Movisa frühzeitig anwenden und von dessen Leistungsfähigkeit profitieren. Feedback und Anregungen fließen direkt der Weiterentwicklung und Verbesserung zu.

 

Gern übernehmen wir auch die Verantwortung für die Entwicklung von Visualisierungslösungen. So realisieren wir zurzeit Lösungen für Maschinenbauer aus dem süddeutschen Raum. Während wir Anforderungen direkt umsetzen, partizipieren unsere Partner an unserer Erfahrung in der Entwicklung für mobile Plattformen.

 

_Wie können Interessenten mit Ihnen in Kontakt treten?_

 

Dr. S. Hennig: Mit uns in Kontakt zu treten ist recht unkompliziert: Es reicht eine kurze E-Mail an info@monkey-works.de:mailto:info@monkey-works.de, ein Anruf oder auch eine Nachricht über Xing. Die notwendigen Koordinaten finden Sie auf unsere Internetseite monkey-works.de/de/team/.

 

 

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