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31.08.2009

ICC 2009: Themen, Trends, Schwerpunkte

Am 15. und 16. September 2009 findet der 14. Industrial Communication Cong­ress (ICC) in Bad Pyrmont statt...

Am 15. und 16. September 2009 findet der 14. Industrial Communication Cong­ress (ICC) in Bad Pyrmont statt. „Wirtschaftliche Automation“ ist in diesem Jahr das Leitthema. Details dazu sowie zu weiteren Trend- und Schwerpunktthemen erläutert Michael Brunstering von der Phoenix Contact Electronics GmbH.

 

_Herr Brunstering, der 14. Industrial Communication Congress, kurz ICC, steht unter dem Leitthema „Wirtschaftliche Automa­tion“. Damit decken Sie ein weites Gebiet ab. Bitte geben Sie uns einen kurzen Einblick in die zugehörigen Schwerpunkte, die den Besucher des ICC erwarten._

Michael Brunstering, Leitung Automati­sierungsmarketing der Business Unit Automation bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont

Michael Brunstering, Leitung Automati­sierungsmarketing der Business Unit Automation bei der Phoenix Contact Electronics GmbH in Bad Pyrmont

M. Brunstering: Die derzeitige wirtschaftliche Situation zwingt viele Unternehmen zum Umdenken. Um auf den internationalen Märkten erfolgreich zu sein, sind neue Konzepte erforderlich, mit denen sich die Kosten bei gleichbleibender oder höherer Produktqualität nachhaltig senken lassen. Der diesjährige ICC liefert deshalb Ansätze und Ideen, wie die Produktivität von Maschinen und Anlagen verbessert werden kann.

Wirtschaftlich automatisieren heißt vor allem, einfach automatisieren. Dazu werden die Referenten Applikationen vorstellen, die mit beherrschbaren Steuerungssystemen anspruchsvolle Aufgaben realisieren und dem Betreiber durch die Verringerung der Komplexität Kostenvorteile bieten. Ein weiterer Schwerpunkt wird die industrielle Netzwerktechnik sein. Da die Steuerungstechnik von Phoenix Contact alle relevanten IT-Standards unterstützt, lässt sich das Produktions- einfach in das Unternehmensnetzwerk integrieren. Auf diese Weise ist ein durchgängiger und schneller Informa­tionsfluss über alle Unternehmensebenen und damit ein flexiblerer und wirtschaftlicherer Fertigungsprozess möglich. Vorträge zur Netzwerksicherheit und zum Teleservice runden diesen Schwerpunkt ab. Darüber hinaus beschäftigen sich die Vorträge mit den Themen Energieeffizienz und Mechatronik. Beide Konzepte eröffnen große Einsparpotenziale und sind deshalb ein wichtiger Ansatzpunkt, um die Wettbewerbsfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus sowie der Endanwender zu erhöhen.

 

_Für all diejenigen, die bislang noch keinen ICC besucht bzw. davon gehört haben: Wie ist das Programm gegliedert und welche Zielgruppe wird angesprochen?_

 

M. Brunstering: Der ICC richtet sich an die Anwender von Automatisierungstechnik, die sowohl als Teilnehmer als auch als Referenten im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Bei den Vorträgen geht es also nicht um eine Produktpräsentation, sondern um die Vorstellung realer Anwendungen, die mit Produkten und Lösungen von Phoenix Contact umgesetzt worden sind. Neben den Vortragszeiten laden großzügig bemessene Pausen sowie eine begleitende Ausstellung zur Diskussion der präsentierten Konzepte sowie eigener Applikationsanforderungen ein. Der Reiz des ICC liegt somit in der Kommunikation zwischen den Teilnehmern, weshalb uns jeder willkommen ist, der sich aktiv und verantwortlich mit der Realisierung von Automatisierungslösungen auseinandersetzt. Dass wir mit diesem Ansatz richtig liegen, zeigen die mehr als 500 Personen, die den ICC im vergangenen Jahr an beiden Kongresstagen besucht haben.

 

_Sie nennen als ein Schwerpunktthema der diesjährigen Veranstaltung Energieeffizienz. Damit greifen Sie sicherlich eines der derzeit angesagtesten Themen auf. Welchen Fokus legen Sie hierbei mit Ihren Vorträgen?_

Am 15. und 16. September 2009 findet der 14. ICC im Innovation Center Electronics in Bad Pyrmont statt

Am 15. und 16. September 2009 findet der 14. ICC im Innovation Center Electronics in Bad Pyrmont statt

M. Brunstering: Das Thema Energieeffi­zienz wird uns in den nächsten Jahrzehnten begleiten, denn neben der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation zwingt uns die Endlichkeit der relevanten Rohstoffe zum Umdenken. Durch einen effizienteren Umgang mit Energie wird sich ergo die Wettbewerbssituation der Maschinen- und Anlagenbauer sowie der Endanwender verbessern. Daher beschäftigt sich der ICC mit der Umsetzung energieeffizienter Lösungen in der Praxis. Dass ihre Anlage nicht optimal arbeitet, wissen viele Betreiber, nicht jedoch, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Funktionseinheit. Daher werden Lösungen benötigt, die alle Energieverbrauchsdaten ortsgenau und exakt erfassen sowie verwertbar abspeichern. Auf Basis dieser Informationen lässt sich der Prozess dann analysieren sowie entsprechend anpassen. Neben verschiedenen Vorträgen runden eine Podiumsdiskussion sowie ein Workshop am 15. September, der mit praktischen Übungen verbunden ist, den Themenschwerpunkt ab.

 

_Im Zusammenhang mit dem ICC titeln Sie auch „Wettbewerbsvorsprung durch Mechatronik“. Bitte erläutern Sie diese Aussage etwas genauer._

 

M. Brunstering: Schwierige Situationen lassen sich oftmals nur meistern, indem neue Wege eingeschlagen werden. Ein solcher Weg kann die Mechatronik sein, die großes Innovationspotenzial bietet. Deshalb betrachten wir das Thema auf dem ICC schwerpunktmäßig. Gemeinsam mit Festo sowie dem Innovationsnetzwerk OWL Maschinenbau möchten wir hier entsprechende Konzepte aufzeigen. Häufig fehlen den Unternehmen die Zeit und die Ressourcen, um ihre Maschinen und Anlagen mechatronisch aufzubauen. Deshalb sind Kooperationen gefragt. Werden die Kernkompetenzen der Partner kombiniert, entstehen modulare Funktionseinheiten, die sich flexibel gemäß dem jeweiligen Kundenwunsch zusammenfügen lassen. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber dem Wettbewerb, denn die Maschinen und Anlagen können schneller sowie zu genau kalkulierbaren Kosten erstellt werden. Der ICC bietet eine Plattform, auf der solche Ideen und Kooperationen entstehen können. Als Beispiel einer Zusammenarbeit sei ein mechatronisches Modul genannt, das aus einer Ventilinsel von Festo sowie der Steuerungstechnik von Phoenix Contact besteht. Dieser dezentrale Ansatz bietet großes Einsparpotenzial bei der Verkabelung und dem Anlagen-Engineering.

 

_Der Leitvortrag von Herrn Bibelhausen wird überschrieben mit „Strategic Foresight“. Auch wenn Ausblicke in diesen Zeiten sicherlich schwierig sind, würden wir uns freuen, wenn Sie uns Ihre Erwartungen und Einschätzungen an den 14. ICC kurz begründet darlegen._

 

M. Brunstering: Wie sagte schon der amerikanische Schriftsteller Mark Twain: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ Im Rahmen des ICC muss darüber diskutiert werden, wie der Maschinen- und Anlagenbau seine aktuelle Marktsituation verbessern kann. Der Leitvortrag „Strategic Foresight – Trends und Zukünfte für die Automation“ zeigt deshalb auf, welche Rolle die Automatisierungstechnik dabei spielt und welche technologischen Entwicklungen zu erwarten sind. Wer die Krise als Chance begreift und entsprechend handelt, der kann seine Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern. Der ICC stellt daher eine Plattform für den Dialog zur Verfügung, um Rückschlüsse aus den Vortragsinhalten zu ziehen sowie eigene Ideen zu entwickeln.

 

Inge Hübner

 

Weitere Informationen unter www.phoenixcontact.com als PDF downloaden

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