21. Januar 2009
4. Konferenz der Digital Pharma & Life Sciences Initiative von Microsoft und Partnern
Bereits zum vierten Mal veranstaltet Microsoft gemeinsam mit seinen Partnern die Digital Pharma & Life Sciences Konferenz. Der Fokus der Veranstaltung: Risk Management & Compliance sowie Operational Excellence. Im Mittelpunkt stehen Pharma- und Chemie-Unternehmen, die ihre Erfahrungen aus der Praxis mit innovativen IT-Lösungen diskutieren. Den Keynote-Vortrag wird Prof. Dr. Otthein Herzog präsentieren, Sprecher des Vorstands des TZI – Technologie-Zentrum Informatik, Universität Bremen. Die Konferenz mit Fachausstellung findet statt am 10. Februar 2009 im Kurhaus Wiesbaden.
„Die Pharma- und Chemieindustrie bilden die viertgrößte Branche in Deutschland mit einer Wachstumsrate von rund sieben Prozent im vergangenen Jahr. Wir haben mit der Digital Pharma & Life Sciences Initiative der zentralen strategischen Bedeutung dieser Branche Rechnung getragen. Im Mittelpunkt stehen dabei innovative IT-Industriestandards, die wir gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden entwickelt und am Markt etabliert haben“, erklärt Georg Manke-Reimers, Director Manufacturing Process & Utilities, Microsoft Deutschland.
Seit Gründung der Initiative 2005 findet die Konferenz zum vierten Mal statt, die Highlights von Kundenprojekten und Partnerlösungen aufgreift. „Bereits drei der Microsoft Life Sciences Awards gingen in den letzten Jahren an Unternehmen aus Deutschland: 2006 an Altana Pharma AG sowie 2007 an die BASF Plant Science GmbH und die PharmaZell GmbH“, so Georg Manke-Reimers weiter. „Die gebündelte Kompetenz, die sich in der Initiative durch die enge Kooperation mit unseren Partnern und Kunden ausprägt, unterstützt die Pharma-, Chemie- und Life Sciences-Industrie mit innovativer Technik und Software. Das Ziel ist klar: Informationen leichter zugänglich machen und Prozesse transparent gestalten.“
Prof. Dr. Otthein Herzog, Sprecher des Vorstands des TZI – Technologie-Zentrum Informatik, Universität Bremen, wird als Keynote Sprecher der Digital Pharma & Life Science Konferenz die Herausforderungen der IT für die Prozessindustrie diskutieren unter dem Titel: ‚Intelligente IT in der Prozessindustrie: Vision oder Innovation?’
Prof. Dr. Otthein Herzog ist Mitglied der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften und wurde im September dieses Jahres von der Gesellschaft für Informatik (GI) zum GI-Fellow ernannt. Mit diesem Ehrentitel zeichnet die GI verdiente Persönlichkeiten aus der Informatik mit herausragenden Beiträgen technisch-wissenschaftlicher Art zur Informatik aus.
‚Mehr Transparenz durch neue Einblicke’ ist nicht nur das Motto der diesjährigen Konferenz sondern eine strategische Ausrichtung der Initiative. „Prozesse lassen sich erst dann optimieren, sobald sie messbar und damit für eine analytische Bewertung zugänglich sind“, sagt Egbert Schröer, Industry Manager Process Manufacturing & Utilities, Microsoft Deutschland. „Transparenz ist zwingend notwendig, wenn Unternehmen ihre Entwicklung hinsichtlich höherer Effizienz und beschleunigter Abläufe vorantreiben wollen.“
Dabei geht es nicht nur um Fragen der Produktivität. Transparenz der Prozesse schafft erst die Fähigkeit, Risiken zu identifizieren und zu minimieren. Compliance, also Risiken aufgrund komplexer rechtlicher Vorgaben, steht aktuell im Mittelpunkt. Zentral sind aber auch die Risiken der Branche aufgrund globaler Geschäftstätigkeit, langwieriger und kostenintensiver Produktentwicklung, heterogener Produkt-spektren und Produktionsstandorte sowie Fusionen und Aufkäufe.
Risk Management und Operational Excellence, die beiden Schwerpunkte der Konferenz, gehen daher Hand in Hand. „In der Konsequenz muss die IT einer Harmonisierung und Standardisierung unterworfen werden – was mit einer pragmatischen Vorgehensweise auch effizient lösbar ist“, so Egbert Schröer. „Nach meiner Erfahrung mit Projekten in der Branche hat sich gezeigt, dass etwa ein Drittel der Software-Anwendungen in Pharma- und Chemieunternehmen problemlos abgeschaltet werden könnten, da übergreifende moderne Lösungen deren isolierte Funktionen direkt übernehmen können. Eine vollständige Migration auf neue Systeme lohnt sich für etwa drei Prozent der strategisch relevanten Softwareanwendungen. Der Rest kann in vertretbarer Zeit durch Updates sanft konsolidiert werden.“
Dies umzusetzen ist eine der Aufgaben der Microsoft Technology Center. Hier werden gemeinsam mit Kunden und Partnern Migrations- und Update-Szenarien in einer Testumgebung analysiert – eine risikolose aber praxisnahe Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit neuer IT-Infrastrukturen im Detail zu bewerten.
Ein Beispiel zeigt das Prinzip, wie durch transparente Prozesse mit innovativen IT-Lösungen Leistungsfaktoren definiert und so Optimierungspotenziale ausgeschöpft werden. „Im Vertrieb eines globalen Pharmakonzerns sollten die Sales- und Marketing-Aktivitäten effizienter gestaltet werden.“, erzählt Egbert Schröer. „Allein der Abbau einzelner Anwendungen durch die Einführung einer international einheitlichen Lösung ermöglichte es in einem Schritt, durchgängig Performance-Kriterien im Sales zu setzen, international Analysen des Werts einzelner Kunden zu definieren und erzielte Vertriebserfolge im Kontext zu erfassen. Die Ergebnisse der nunmehr möglichen umfassenden Analysen helfen, Mitarbeitern automatisch die für sie notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen. So können sie ihre Aktivitäten gezielt auf Kundenbedürfnisse ausrichten, was sich deutlich in den Umsatzzahlen auswirkt – dabei wurde weder die Kundenbasis noch die Mitarbeiterzahl erweitert. Es geht auch nicht um mehr oder gar andere Daten. Das Geheimnis ist, dass mit dieser einheitlichen Lösung erstmals die relevanten aus den vorhandenen Daten gefiltert, analysiert und die Ergebnisse daraus zur Stärkung der Sales Force genutzt werden konnten.“
Allein sechs Vorträge der Digital Pharma & Life Sciences Konferenz zeigen anhand realer Projekte aus der Pharma- und Chemieindustrie die Leistungsfähigkeit innovativer IT-Lösungen. Beim Schwerpunkt Risk Management und Compliance stehen der kosteneffiziente Umgang mit Regularien im Vordergrund sowie Projekte zu FDA-konformem Dokumentenmanagement und Produktsicherheit.
Beim Thema Operational Excellence dreht sich alles um Performance-Management – ob in Produktion oder Vertrieb – und wie durch integrierte Prozesse und intelligente Datenanalyse bei gleichen Ressourcen Ergebnisse optimiert werden können.
Das Programm der Digital Pharma Konferenz am 10. Februar 2009 im Kurhaus in Wiesbaden sowie Informationen zur Anmeldung und Logistik sind zu finden unter: www.digitalpharma.de.
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