08. August 2012

National Instruments: Software ersetzt Hardware

Vector Signal Tranceiver: neue Klasse an Messgeräten

Zugegeben: Der Slogan „The Software ist the Instrument“ von National Instruments ist keinesfalls neu, wurde aber auf dem diesjährigen Anwender- und Technologiekongress „NIWeek“ vom 6.8. bis 8.8.2012 in Austin/Texas mit ganz neuem Leben versehen. Basierend auf einer neuen Systembus-Philosophie für Messgeräte stellt das Unternehmen den den weltweit ersten RF-Vektorsignal-Transceiver (VST) für bis zu 6 GHz, NI PXIe-5644R, vor und führt damit eine neue Klasse von softwaredesignter Messtechnik ein. Der VST arbeitet mit Bandbreiten bis 80 MHz. Die softwarezentrierte Architektur läutet ein neues Zeitalter ein, in dem Ingenieure und Wissenschaftler nun mit NI Labview offene, FPGA-basierte (Field-Programmable Gate Array) Hardware auf ihre individuellen Anforderungen zuschneiden können. Wesentliche Teile der Hardware-Struktur sind nun durch Software festzulegen. „Vor einem Vierteljahrhundert definierte NI die Mess- und Prüftechnik mit der Systemdesignsoftware NI Labview neu – jetzt wird dies mit dem Vektorsignal-Transceiver wieder geschehen“, so Dr. James Truchard, President, CEO und Mitbegründer von National Instruments. „Als wir unser Unternehmen gründeten, hatten wir die Vision, dass die Software einmal eine zentrale Rolle in Messsystemen spielen würde. Nun sehen wir ganz deutlich, dass Labview die Art und Weise revolutioniert, in der Ingenieure an RF-Design und -Test herangehen.“

Dr. James Truchard, CEO, Rahman Jamal, European Marketing Director und Jeff Kodowski, Labview-Erfinder, (v. l.) stellen eine neue Klasse von Messgeräten vor

Basis der auf der „NIWeek“ vorgestellten neuen Philosophie sind die Systemdesign-Software Labview in der neuen Version 2012 und eine komplexe FPGA-Architektur zusammen mit weiterer Hardware in einem PXI-Systembus-Einschub. Der RF-Vektorsignal-Transceiver ist deutlich flexibler und auch preisgünstiger als bisherige Lösungen. Eien vergleichbare Kombination bestehend aus Vektorsignal-Analyzer und –Generator kostet etwa 130.000 US-$. Der Preis für den VST zusammen mit der neuen Labview-Version 2012 wird mit 50.000 US-$ angegeben. Labview-Version 2012 stehen nun Anwendern u. a. einsatzfertige Vorlagen für eine große Bandbreite an Anwendungen zur Verfügung. Außerdem erhalten sie Zugriff auf neue Schulungsmöglichkeiten, die sie bei der Verbesserung der Qualität ihrer Systeme unterstützen. „Es ist wichtig, ein System schnell zu erstellen, doch es ist ebenso wichtig, dies richtig zu machen – also mit soliden Architekturen und bewährten Entwicklungsmethoden“, so Dr. J. Truchard dazu. Zur „NIWeek“ in Austin kommen 3.400 Besucher.


>>> Kommentar schreiben
>>> zur Comment Area