08. Juni 2012

Namur: Steigerung der Energieeffizienz in chemischen Anlagen

Das Thema Energieeffizienz erfährt in den Medien, in der Wirtschaft und in der Politik seit mehreren Jahren eine erhöhte Aufmerksamkeit. Auch die chemische Industrie steht vor der wichtigen Aufgabe, den spezifischen Energieeinsatz ständig weiter zu reduzieren.
Zu den bekanntesten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz gehören sicherlich verfahrenstechnische Maßnahmen, wie Wärmeintegration und Wirkungsgrad-verbesserungen. Komplexere Prozesse und Wärme- sowie Stoffverkopplungen zwischen mehreren Anlagen stellen jedoch immer höhere Anforderungen an die Automatisierungstechnik. Vor dem Hintergrund, dass die Chemieindustrie in den letzten Jahren ihre Aktivität im Bereich Energieeffizienz ausgebaut hat, können verbleibende Potentiale vor allem durch interdisziplinäre Ansätze identifiziert und umgesetzt werden. Dabei liefert die Automatisierungstechnik einen substantiellen Beitrag zur Erschließung von ungenutzten Potentialen. Um diesen Beitrag der Automatisierungstechnik zur Energieeffizienz herauszuarbeiten und darzustellen, hat der Namur AK 4.17 „Energieeffizienz“ ein Arbeitsblatt verfasst. Die Vorgehensweise bei der Analyse von Effizienzpotentialen ist dabei allgemeingültig und wird durch Praxisbeispiele aus der Automatisierungstechnik ergänzt.
Das Arbeitsblatt verfolgt nachfolgende Ziele:
• Darstellung einer allgemeingültigen Vorgehensweise zur Ermittlung von Potentialen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz mit dem gezielten Einsatz von Automatisierungstechnik,
• Hilfestellung bei der Identifikation und Quantifizierung der Energieeffizienzpotentiale anhand von Checklisten,
• Veranschaulichung durch konkrete Lösungsvorschläge und praktische Beispiele für typische Prozesseinheiten in der chemischen Industrie,
• Verweise auf weiterführende Informationen für den Praktiker.
Die Zielgruppe dieses Arbeitsblattes sind Mitarbeiter/innen von Unternehmen der Prozessindustrie mit einem technischen Hintergrund, die für die Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zuständig sind.


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