29. Mai 2012

Connectivity mit individuellem Anspruch

Beitrag aus openautomation 3/2012


Die Installation von der Steuerung über die Schnittstellen bis zur Sensor-Aktorebene bildet quasi das Rückgrat der Automatisierung. Mit Connectivity stellt sich Murrelektronik als Systemanbieter in diesem Bereich auf. Die Redaktion sprach mit den Verantwortlichen über das Besondere an dem Installationskonzept.


Unter der Marke Connectivity bieten Sie maßgeschneiderte Lösungen für Ihre elektrischen Installationen an. Welche Produkte umfasst dieses Programm?

Klaus Liehmann ist Teamleiter Systemberatung bei der Murrelektronik GmbH

K. Liehmann: Bei Connectivity handelt es sich nicht um ein Produkt im eigentlichen Sinn. Vielmehr steht dahinter die Kompetenz um die besondere Analyse und die Beratung der Kundenanwendung. Die Auswahl der geeigneten und aufeinander abgestimmten Produkte ist letztlich das Ergebnis. Die enorme Produktauswahl, aus der wir uns bei Murr­elektronik bedienen können, reicht hierbei von der Stromversorgung über Interface-Bausteine und Busteilnehmer bis hin zu Leitungen.


Welche Feldbus- bzw. Kommunikationslösungen unterstützen Sie damit?
K. Liehmann: Wir sind hierbei völlig offen, da wir nahezu für jedes Feldbusprotokoll Lösungen anbieten können. Egal, ob Profinet, Ethercat, Ethernet/IP, Profibus, AS-Interface, CANopen, Devicenet oder auch Profisafe. Gerade diese Feldbusunabhängigkeit macht uns ja zu einem objektiven Beratungspartner.


Was gehört für Sie sonst noch zu Connectivity?
K. Liehmann: Know-how ist ein wichtiger Bestandteil. Erst durch die Kombination aus dem branchenübergreifenden Wissen unserer Berater und dem richtigen Verständnis der Kundenapplikation entsteht der Nutzen für den Kunden.


Was hat ein Anwender von einer maßgeschneiderten Installation? Er könnte sich die erforderlichen Produkte doch auch selber zusammenstellen und installieren – Ihre Hilfestellung ist ja sicherlich nicht kostenlos, oder?
K. Liehmann: Unser Ziel ist es, das Budget des Kunden zu entlasten. Connectivity bedeutet, zusammen mit dem Kunden eine optimale Lösung für seine Installation zu finden – und letzten Endes die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Diese Unterstützung sehen wir als Service, den wir unseren Kunden derzeit kostenlos bieten.

Natürlich bleibt es jedem Anwender überlassen, sich seine Lösung selbst zusammen zu stellen. Aber aus der Erfahrung heraus können wir sagen, dass bei etwa 30 % dieser Lösungen das Potenzial des verbauten Materials nicht ausgenutzt wird. Und genau da setzten wir an: Da wir uns aus einem sehr großen Baukasten bedienen, können wir die Komponenten zielgerichtet auswählen und der Kunde kann sich außerdem über ein Höchstmaß an Kompatibilität freuen.
Ich vergleiche das auch gerne mit dem Lego-spielen: Jeder kann eine Brücke über einen Fluss bauen. Um jedoch eine leichte und dennoch tragfähige Brücke zu bauen, muss man entweder sehr viel ausprobieren oder man fragt bereits zu Beginn einen Spezialisten. Und mit Connectivity sind wir der Spezialist unserer Kunden.


Es gibt verschiedene Unternehmen, die spezielle Konzepte für die Installation im Feld anbieten. Wodurch unterscheiden Sie sich von den anderen?
K. Liehmann: In erster Linie sind wir unabhängig, da wir weder Steuerungen noch Sensoren verkaufen. Das bedeutet, wir können und wollen unsere Kunden frei von diesen Zwängen beraten. Und gerade weil wir uns auf dieses enge Betätigungsfeld konzentrieren, sind wir absolute Spezialisten.


Werden Sie das Connectivity-Portfolio noch weiter ausbauen?
K. Liehmann: Natürlich werden wir Connectivity weiter ausbauen. Wir sind ständig bestrebt, Produktinnovationen zu finden oder aber auch unser Beraterfeld weiter auszubauen. Wichtig ist uns hierbei, nicht nur den deutschen Markt abzudecken, sondern Connectivity auch im internationalen Markt zu etablieren.


Ist künftig auch eine Hybridlösung, wie ein vorgefertigtes branchenspezifisches Installationskonzept, denkbar?
K. Liehmann: Nein, denn dies widerspricht unserem Grundgedanken. Sicherlich ähneln sich Maschinen und Anlagen innerhalb einer Branche. Die Unterschiede findet man jedoch im Detail. Und gerade dies ist der Connectivity-Gedanke: Wir wollen keine pauschalen Installationskonzepte schaffen, sondern uns auch den speziellen Bedürfnissen annehmen, die jede Maschine individuell macht.

Frank Nolte

Weitere Informationen unter www.murrelektronik.de.

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