23. Mai 2012
Vision: Ausblick und Rückblick zum 25-Jährigen
Vom 6. bis 8. November findet die Vision 2012 in Stuttgart statt. 25 Jahre liegen nun hinter der internationalen Fachmesse für Bildverarbeitung, die vor allem auch in den letzten Jahren mit gut 350 Ausstellern Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Wie wird es in 25 Jahren auf der Vision aussehen? Kreisen dann intelligente Schwärme von Flugrobotern mit insektenähnlichen Augen selbstnavigierend über das Stuttgarter Messegelände, um für Sicherheit zu sorgen?
Vor einem Vierteljahrhundert hätte kaum jemand das rasante Wachstum der Bildverarbeitungsbranche voraussagen können, deren Umsatz laut VDMA, Fachbereich Industrielle Bildverarbeitung, allein in Deutschland letztes Jahr die Rekordmarke von 1,5 Mrd. Euro erreicht hat. Das Anwendungsspektrum von bilderfassenden Systemen zum Messen, Prüfen und Überwachen ist nahezu explodiert und erschließt immer neue Applikationsfelder, insbesondere auch die nicht-industriellen. So liegen zum Beispiel noch große Potenziale in der Landwirtschaft, in der Wartung und Überwachung von Solar- oder Windenergieanlagen, in der Nutzung von Fahrerassistenzsystemen, in der Nahrungsmittelproduktion – etwa der Qualitätsbewertung von Obst und Gemüse – und im Umweltschutz. „Es existieren noch viele interessante Wachstumsmärkte und es ist noch nicht abzusehen, welche Chancen die Zukunft noch bieten wird“, betont Christof Zollitsch, Geschäftsführer der Stemmer Imaging GmbH.
Innovationen im CMOS-Bereich
Im Rahmen eines von der EU sowie von Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts Avigle entwickelt das Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) zusammen mit der Tridicam GmbH und weiteren Partnern ein fliegendes 3-D-Auge, das zur großräumigen Überwachung oder 3-D-Vermessung genutzt werden kann.
CMOS-Bildsensoren sind zukunftsweisend und erobern mehr und mehr die Welt der Kamerasysteme. Immer kleinere Pixelgrößen und größere Bildsensorflächen sind gewünscht. „Wir sehen aber auch den Trend hin zu anwenderspezifischen CMOS-Sensoren. Sie werden verstärkt angefragt. Denn die Hersteller wollen Alleinstellungsmerkmale in ihren Produkten haben. Zum Beispiel wird vermehrt nach CMOS-Sensoren gefragt, die im ultravioletten Lichtspektrum empfindlich sind oder spezielle Pixelstrukturen aufweisen“, so W. Brockherde weiter.
One Vision
Auf der diesjährigen Vision 2012 werden Experten über aktuelle Entwicklungen Auskunft geben. Unter dem Motto „One Vision“ sind dieses Jahr erstmals alle Aussteller für innovative Bildverarbeitungskomponenten, wie Bildsensoren, Kameras, Vision-Sensoren, Framegrabber, Beleuchtungen, Laser, Optiken, Objektive, Software sowie Bildverarbeitungssysteme, Anwendungslösungen und Dienstleistungen in der Hochhalle 1 unter einem Dach vereint. Mit über 21.000 Bruttoquadratmetern ist dies die größte Messehalle der Messe Stuttgart. „Es zeichnet sich jetzt bereits ab, dass die Vision 2012 flächenmäßig weiter wachsen wird“, sagt Florian Niethammer, Projektleiter der Vision bei der Messe Stuttgart. „Die Vision ist mit der Branche zur Weltleitmesse aufgestiegen und das werden wir auf dem Get-together gemeinsam mit unseren Ausstellern gebührend feiern“, so F. Niethammer weiter.
Weitere Jubilare und ihre Themen
Christof Zollitsch, Geschäftsführer von Stemmer Imaging: „Es existieren noch viele interessante Wachstumsmärkte und es ist noch nicht abzusehen, welche Chancen die Zukunft noch bieten wird.“
Andreas Schaarschmidt von der Geschäftsleitung der SVS-Vistek GmbH: „Der Trend zum Leichtbau in der Automobilindustrie sowie die regenerative Energiegewinnung etwa durch Solar- oder Windenergieanlagen und auch die Energiespeicherung werden uns zukünftig mit weiteren Aufgaben fordern.“
Anpassung des Messekonzepts an die Marktanforderungen
Hauptzielbranchen der Vision sind die Bildverarbeitungsbranche selbst, die Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, die Automobilindustrie plus Zulieferer, den Maschinenbau sowie die Medizintechnik. „Das Messekonzept trifft den Bedarf der Anwenderbranchen und wird sich an die kommenden Marktanforderungen anpassen“, so F. Niethammer – etwa an den Trend zur weiteren Globalisierung. Denn der Anteil Asiens hat am Umsatz der deutschen Bildverarbeitungsbranche laut VDMA-Marktumfrage in 2010 einen Höchstwert von 17 % erreicht. Deshalb stehe laut Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands industrielle Bildverarbeitung im VDMA, die Bildverarbeitungsbranche vor der Aufgabe, sich weiter zu internationalisieren, um diese attraktiven Märkte zu erschließen. Als weltweite Networking-Plattform will die Messe hier eine tragende Rolle spielen und die Internationalisierung weiter mit vorantreiben. Zudem soll sie immer mehr auch für Systemanbieter und Endanwender ein Forum bieten sowie in nicht-industrielle Applikationsfelder vorstoßen. „Wir werden auch in Zukunft die Weltleitmesse der Bildverarbeitung sein und alles dafür tun, weiterhin der zentrale, jährliche Treffpunkt der Bildverarbeitungs-Community zu sein“, resümiert F. Niethammer. Über 350 Aussteller sowie über 7.000 Besucher werden auf der Vision 2012 erwartet.
Weitere Informationen unter www.messe-stuttgart.de.
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