23. April 2012
Phoenix Contact: Hermes Award gewonnen
Mit dem Hermes Award wird jährlich ein Unternehmen zur Hannover Messe für eine herausragende Innovation geehrt. „Mit Phoenix Contact erhält in diesem Jahr ein Unternehmen den Hermes Award, das in 90 Jahren innovationsgetrieben zum Weltkonzern aufstieg und diesen Erfindergeist schon zum 59. Mal auf der Hannover Messe unter Beweis stellt“, sagte Dr. Wolfram von Fritsch, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Messe AG, bei der Preisverleihung während der Eröffnungsfeier am 22. April.
Phoenix Contact wurde für ein System ausgezeichnet, das Blitzströme in Blitzableitungen misst und die Auswertungsergebnisse sofort über das Internet für die Fernwartungszentrale bereitstellt. Bei Windenergieanlagen sind Blitzeinschläge für einen Großteil der Belastungen von Rotorblättern verantwortlich. Durch das ausgezeichnete System ist ein kontinuierliches Monitoring gewährleistet, um nach einem Blitzeinschlag sofort Wartungsarbeiten einzuleiten. Das System basiert auf dem elektro-optischen Faraday-Effekt, erfasst den zeitlichen Blitzstromverlauf vollständig und ordnet die Blitzströme den einzelnen Rotorblättern zu. Durch den Einsatz des Systems werden die Verfügbarkeit der Anlagen und die Versorgungssicherheit mit elektrischer Energie erhöht. Wartungsarbeiten können gezielter und kostengünstiger durchgeführt werden.
Die Übergabe des Hermes Awards erfolgte durch Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Die Energiewende hat in der Industrie eine neue Innovationsdynamik ausgelöst. Unternehmen bringen nun vermehrt Produkte auf den Markt, die einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, den Einsatz erneuerbarer Energien noch kostengünstiger und effizienter zu gestalten. Mit Phoenix Contact wird ein Unternehmen ausgezeichnet, das beispielhaft für viele deutsche Industrieunternehmen ist: hoch innovativ, global agierend und marktführend“, sagte die Bundesministerin in ihrer Laudatio anlässlich der Preisverleihung.
„Der Hermes Award zeichnet in diesem Jahr ein Produkt aus, das für die Energiewende und insbesondere für den Windenergiemarkt von großer Bedeutung ist. Es ist ein typisches Beispiel für ein modernes cyber-physisches System (CPS): Sensor-Aktuator-Systeme, die mit dem Internet verbunden sind und die Grundlage für die vierte industrielle Revolution bilden. Jährlich werden mehr als 25.000 neue Windenergieanlagen gebaut, davon immer mehr im Offshorebereich. Dank des von Phoenix Contact entwickelten Produkts können Wartungsarbeiten jetzt gezielter, schneller und kostengünstiger durchgeführt werden“, ergänzte Professor Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Jury und Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).
Neben Phoenix Contact waren die Contitech AG, Hannover, die Festo AG, Esslingen, das Linz Center of Mechatronics, Linz/Österreich und Pepperl+Fuchs, Mannheim, nominiert.
Weitere Informationen unter www.messe.de.
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