03. November 2011
2. Zeitalter der Elektrizität
Editorial aus openautomation 5/2011
V. Bibelhausen sieht das 2. Zeitalter der Elektrizität eingeläutet: „Regenerative Energien und Effizienztechnologie sowie der Bedarf an Energy T&D und Speicherung werden zu Treibern für Innovation.“ Allerdings ist seiner Meinung nach ein komplettes Umdenken erforderlich: „Über 100 Jahre eingeprägte Strukturen und Verhaltensmuster müssen geändert werden.“ Das 2. Zeitalter der Elektrizität wird seiner Ansicht nach in erster Linie nicht mehr auf Kupfer, sondern auf Daten basieren, die zukünftig bestimmend für den Energiebereich sein werden. Dementsprechend gewinnt auch die Automatisierungstechnik an Bedeutung.
Daten müssen zu Informationen verdichtet werden, aus denen durch Kooperation und Zusammenarbeit Wissen entsteht. „Wissen ist die Veredelung von Information durch Praxis“, so V. Bibelhausen, der allerdings davor warnt, die Energiewende nur technisch lösen zu wollen. Benötigt werden vielmehr Erfahrungswerte. Nur mit Kognition und Zusammenhangswissen entstehen neue Muster. So wird Wissen zur Wertschöpfung.
Ein Beispiel hat der Phoenix-Contact-Manager auch parat: Wenn neben der CO2-neutralen Energiegewinnung andere Faktoren wie der Wasserverbrauch berücksichtigt werden, sind derzeit nur Windenergie- und Photovoltaikanlagen geeignet, das Energieproblem nachhaltig zu lösen. Energieeffizienz spielt dabei die wichtige Rolle des Enablers.
Übrigens: Wenn Sie das vorliegende Fachmedium gründlich lesen, ist der Carbon-Footprint günstiger als beim Internet-Surfen auf einem Desktop-Rechner.
Ronald Heinze
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