21. Juni 2007
SPS/IPC/Drives: Ab 2007 ohne Show-Einlagen
Vom 27. bis 29. November findet die SPS/IPC/Drives in diesem Jahr in Nürnberg statt – allerdings ohne Shows und Lärmbelästigungen. Der Grund: Durch den Messeauftritt einiger Hersteller fühlten sich im letzten Jahr andere Aussteller beeinträchtigt, informiert der Ausstellerbeirat. Immer mehr Aussteller setzen neben der reinen Produkt- und Lösungspräsentation auf ihrem Messestand auf unterstützende Show-Einlagen. Dem will der Ausstellerbeirat nun stärker Einhalt gebieten. „Wir wollen den Arbeitscharakter der Messe erhalten. Deshalb spricht sich der Ausstellerbeirat in einem Brief an die Aussteller gegen Shows und Lärm aus“, so Wolfgang Tondasch, Vorsitzender des Ausstellerbeirats der SPS/IPC/Drives sowie Geschäftsführer der Panasonic Electric Works Deutschland. Die Richtlinien für Aussteller seien entsprechend angepasst worden. Allerdings setze man insgesamt weniger auf klare Vorgaben und hoffe statt dessen vielmehr auf die Einsicht der Aussteller. Konkret wird es 2007 so aussehen: Violinenklänge werden nicht zu hören sein, dafür darf fröhlich weiter gebodypainted werden.
Details rund um die Messe
Schwerpunkt- und Sonderthemen
Die Schwerpunktthemen der Fachmesse für elektrische Automatisierung – Systeme und Komponenten bleiben aus dem vergangenen Jahr erhalten und lauten: „Ethernet in der Automatisierung“, „Safety und Security in der Automatisierung“ und „Motion Control“. Sie werden zum Beispiel auf den kostenlosen Foren in den Messehallen oder im Kongress besonders berücksichtig. Hinzu kommen in diesem Jahr die beiden Sonderthemen „RFID“ und „Wireless“. „Damit hat der Ausstellerbeirat Sonderthemen benannt, die in der elektrischen Automatisierung eine starke Beachtung erfahren, stetig weiterentwickelt werden und künftig eine besondere Rolle für die gesamte Industrie spielen werden“, erläutert W. Tondasch.
Außerdem wird es mit den Gemeinschaftsständen „Wireless in Automation“ und „Linux in Automation“ auch 2007 zwei Sonderschauen geben, auf denen Unternehmen ihre Lösungen speziell zu diesen Themen präsentieren werden.
Der Kongress
Parallel zum Messetreiben findet alljährlich ein unterstützender Kongress statt. Im letzten Jahr besuchten 478 Teilnehmer diese deutschsprachige Veranstaltung. Hier treffen sich Anwender und Vertreter aus der Forschung zur Betrachtung des Themas „Elektrische Automatisierung“ und dessen Teilbereiche. Dabei werden an allen drei Tagen parallel die beiden Hauptthemenblöcke „Automation“ und „Drives“ mit Vorträge und Tutorials abgedeckt. Am Mittwoch findet parallel ein ganztägiger dritter Block zum Thema „Embedded Software in Automation & Drives“ statt. 2007 ist nun erstmals auch ein englischsprachiger Zug mit Vorträgen aus den Bereichen Automation und Drives als „Testballon“ geplant. Er soll eintägig und parallel zu den deutschen Vorträgen stattfinden. Wie der Veranstalter hervorhebt, bedeutet dies aber nicht den Schritt in die Englischsprachigkeit des Kongresses.
Außerdem wird es in diesem Jahr erstmalig eine Automation-&-Drives-übergreifende „Trendsession“ zum Thema IO-Link geben. Diese soll in Form einer Kombination aus 15-minütigen Fachbeiträgen zur Technologie und anschließender gemeinsamer Diskussion zwischen Publikum und Referenten abgehalten werden. Ziel dabei ist es nicht, dem Anwender die Technologie bis in die Tiefe zu erläutern, sondern Chancen und Nutzen dieser aufzuzeigen.
Weitere Informationen zu Messe und Kongress finden sich im Internet unter www.mesago.de/sps.
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Kommentar 1:
Harald schrieb am 04.07.2007 10:28:43:
Das ist wieder typisch Deutschland: Reglementierungen aufstellen und gleichzeitig Ausnahmen schaffen. Es wird über Lärmbelästigung gesprochen – durch Geigerinnen verursacht! – aber Traubenbildungen in den Gängen – verursacht durch Bodypainting-Einlagen – zugelassen. Werden wir also auf der nächsten SPS/IPC/Drives BMX-Artisten ohne musikalische Untermalung erleben, oder Models, die Stumfilmcharakter-ähnlich Produkte über ein Laufsteg tragen?
Kommentar 2:
adrianus schrieb am 04.07.2007 12:40:42:
Wer sich an die SPS/IPC in Sindelfingen erinnert, der weiß noch, wie eine konstruktive Arbeitsmesse funktioniert. Wäre also zu begrüßen, wenn die Nürnberger Veranstaltung wieder etwas zu ihren Wurzeln findet. Heute ähnelt sie doch schon sehr einer Hannover Messe. Marketing über alles.