03. September 2010

Deutschmann Automation baut Produktpalette aus

Das 1976 gegründete Unternehmen Deutschmann Automation beschäftigt sich seit 1996 mit der Bustechnik. Viele Unternehmen, vor allem Hersteller von Automatisierungskomponenten, stehen vor der Frage, ob sie Busknoten kaufen oder selbst entwickeln sollen. Das Bad Camberger Unternehmen bietet fertige dedizierten Schnittstellen für alle wichtigen Feldbusse und Industrial-Ethernet-Lösungen an. Ob ein Komponentenhersteller seine benötigten Schnittstellen nun selbst entwickelt oder zukauft hängt laut Michael Reiter, Geschäftsführer der Deutschmann Automation GmbH, von den Stückzahlen und den benötigten Feldbus- und Ethernet-Varianten ab. Eine weitere Frage ist, ob das erforderliche Know-how im Unternehmen und freie Entwicklungskapazitäten vorhanden sind. Wichtig ist außerdem, ob die Time-to-Market überhaupt eine Eigenentwicklung zulässt. Immerhin, so M. reiter, dauert die Entwicklung eines Busknotens „zwischen drei Monaten und einem Jahr“, abhängig von Feldbus. Selbstverständlich ist klar, dass bei kleinen Stückzahlen eine eigene Entwicklung nicht lohnt. Doch was sind kleine Stückzahlen? „Einige Kunden benötigen nur 50 Schnittstellen, für andere sind 2000 noch kleine Stückzahlen“, stellt der Geschäftsführer heraus. M. Reiter gibt eine Beispielrechnung: Ein Kunde benötigt pro Jahr 300 Profibus-Knoten, 200 Profinet-Knoten und 100 CANopen-Knoten. Hier würde erst im sechsten Jahr eine Eigenentwicklung günstiger sein als die Unigate-IC-Lösung aus dem Hause Deutschmann Automation, nicht berücksichtigt die hohen Einsparungen in den ersten Jahren. „Dieses typische Beispiel zeigt, wann der Zukauf dedizierter Schnittstellen eindeutig günstiger ist“, so M. Reiter. Das Alleinstellungsmerkmal der Deutschmann-Lösung: Das Protokoll wird mit einer Scriptsprache umgesetzt. Änderungen der Endgerätefirmware sind nicht nötig.
Deutschmann Automation (www.deutschmann.de) erweitert nun die breite Palette seiner einbaufertiger Schnittstellen und Gateways der drei Unigate-Baureihen zum Ende des Jahres um eine Schnittstelle für das Gebäudeautomationsprotokoll Bacnet/IP. Unigate IC-Bacnet/IP wird erstmalig auf der SPS/IPC/Drives 2010 in Nürnberg vorgestellt. Aber auch bei dem anderen Standbein des Hauses Deutschmann bleibt die Entwicklung nicht stehen: Die elektronischen Nockenschaltwerke Rotarnock 80 und Rotarnock 100 stehen ab sofort auch mit Profinet-Schnittstelle zur Verfügung. M. Reiter kündigt an, dass die Ausrüstung der Rotarnock-Ausführungen mit Schnittstellen für weitere Feldbusse und Industrial-Ethernet-Systeme geplant ist. Er denkt da zuerst an Ethernet/IP und Ethercat. Eine Profibus-Ausführung steht bereits seit längerem zur Verfügung.


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