07. Juni 2007

Rittal: Wireless-Sensornetzwerk für einfache Überwachung

Das Überwachungssystem CMC-TC (Computer Multi Control Top Concept) von Rittal (www.rittal.de) wird drahtlos. Erstmals gelangen Sensormesswerte per Funk in die zentrale Auswertung. Das eröffnet neue Einsatzmöglichkeiten. Ohne Probleme überbrücken die abhör- und störsicheren Sensorinformationen Racks, Räume oder sogar Gebäude. Sensible IT-Systeme oder industrielle Fertigungsprozesse und deren Umgebungsbedingungen müssen überwacht´werden. Diese Aufgabe übernehmen beispielsweise Sensornetzwerke. Bislang ging der Auf- und Ausbau eines solches Netzes mit einem nicht unbeträchtlichen Verkabelungsaufwand einher. Das CMC-TC Wireless-Sensornetzwerk ist drahtlos, so dass der Verkabelungsaufwand zum Sensor entfällt. Das computergesteuerte Überwachungssystem ermöglicht die Implementierung einer flächendeckenden Überwachung: Bislang unzugängliche Stellen im Server-Rack oder innerhalb der IT-Infrastruktur werden mit Hilfe von Funksensoren überbrückt. Und auch im Outdoor-Bereich ist ihr Einsatz sinnvoll. Das Wireless-Sensornetzwerk besteht aus einer zentralen Hauptkomponente, der Wireless IO Unit, die bis zu 16 drahtlose Sensoren verwaltet. Sie bietet in Räumen eine Reichweite von bis zu 50 m. Im Freifeld – Sichtverbindung vorausgesetzt – sind es sogar bis zu 200 m.Eine Ausweitung der Reichweite ist möglich, beispielsweise wenn Wireless IO Units als Repeater eingesetzt werden. Die von den Sensoren gesammelten Überwachungsinformationen laufen zentral in einem Management-System, der Processing Unit II (PU II) zusammen. Ein eigener Web-Server gestattet Arbeiten über einen Internetbrowser.´Die sichere und verschlüsselte Funkübertragung des Rittal-Systems im 2,4 GHz ISM-Band bietet gegenüber anderen Kurzstrecken-Funktechnologien wie WLAN oder Bluetooth viele Vorteile. Jeder kompakte, autarke Sensor kann ohne Verdrahtungsaufwand schnell in Rechenzentren, Lagerhallen, IT- oder Industrie-Schränken montiert werden. Zusammen mit einer so genannten IP-Schutzhülle aus Gummi eignen sich die Sensoren auch für stark schmutz- oder feuchtigkeitsbelastete Umgebungen. Der Temperatureinsatzbereich der Sensoren reicht von -25°C bis +65°C. Der Wireless Temperatur-Sensor sendet alle 60 s einen Messwert an die zentrale Wireless I/O Unit. Von dem Wireless Feuchte-Sensor wird die relative Luftfeuchtigkeit im Bereich von 10 % bis 90 % übermittelt. Der Wireless Zugangs-Sensor arbeitet mit einem Hall-Sensor und sendet jeden Impuls an das Wireless Basissystem. Über den Wireless Digital-Einganglassen sich Fremdsysteme in die drahtlose Übermittlung integrieren, die ein standardisiertes Meldesignal absetzen. Um festzustellen, ob die Übertragungsbedingungen am Einsatzort ausreichend sind, bietet Rittal ein Wireless Mess-System an. Es hat die Form eines Sensors, verfügt jedoch zusätzlich über eine Digitalanzeige. So kann das System komfortabel eingerichtet werden. Alle Sensoren zeichnen sich durch ein integriertes Power-Management und die so genannte Chirp-Übertragungstechnologie aus. Dadurch ist eine Batteriebetriebsdauer von bis zu fünf Jahren möglich. Die Kommunikationsbeziehungen, also die Zuordnung von Sensoren zu ihrer Basisstation, werden einfach über ein so genanntes Teach-In-Verfahren erstellt.

Kommentar 1:

Robert Wachendorff schrieb am 11.06.2007 12:43:40:

Diese Produkte sind sehr interessant, aber nicht nur für diesen Anwendungsfall. Wir, Wachendorff, haben Wireless Sensoren auch für andere Bereiche, wie z.B. Fabrikhallen, Krankenhäuser, etc. mit einer einfachen Inbetriebnahme und leichten Bearbeiten der Daten.


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