10. August 2010

Powerlink-Hardware im Preisvergleich

Bei dem Datenübertragungsprotokoll für harte Echtzeit Powerlink liegen die Hardware-Kosten für Slave-Schnittstellen nach Angaben der zugehörigen Nutzerorganisation EPSG um bis zu 45 % niedriger als bei Industrial-Ethernet-Systemen mit vergleichbarer Leistung. Abzüglich der Hardware, wie Stecker, Trafo und PHY, die für die Anschaltungen bei jedem Ethernet-System benötigt werden, lassen sich prozessorbasierte Powerlink-Lösungen laut EPSG heute schon mit Hardware-Kosten von weniger als 4 Euro realisieren.

Wie die Nutzerorganisation weiter mitteilt, betragen bei FPGA-Lösungen die aktuellen Preise rund 5 Euro. Als Gründe für die eigenen niedrigen Schnittstellenkosten werden die Verwendung des Einzeltelegrammverfahrens und die Patentfreiheit der Powerlink-Technologie angegeben. Anders als bei proprietären Ethernet-Echtzeitbussen, bei denen ein Summenrahmenverfahren je Zyklus nur ein großes Datenpaket an alle Netzwerkteilnehmer schickt, erfordere das Einzeltelegrammverfahren des Standard-Ethernet, das von Powerlink genutzt wird, einen geringeren Hardware-Aufwand. Dabei zahle sich zusätzlich die Offenheit und Herstellerunabhängigkeit des eigenen Protokolls aus, das keine proprietären ASIC erfordert, um harte Echtzeitanforderungen zu erfüllen. Als reine Software-Lösung, die zudem auch als Open-Source-Version verfügbar ist, verzichte Powerlink auf patentbehaftete Technik. Hersteller könnten die Implementierung des Powerlink-Stacks selbst vornehmen und seien nicht auf den Zukauf patentierter Schnittstellenlösungen angewiesen. Dabei würden sie von den mit jeder neuen Halbleitergeneration sinkenden Preisen profitieren, während die Anschaltungskosten für proprietäre Lösungen auf unverändert hohem Niveau stagnierten.

Weitere Informationen unter www.ethernet-powerlink.org oder
Anfragen bitte richten an implementation@ethernet-powerlink.org .


Kostenvergleich von proprietären ASIC-basierten Slave-Schnittstellen und offenen Slave-Lösungen auf FPGA-Basis (Quelle: EPSG)


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