22. Juni 2010

Maxon Motor: Positiver Ausblick für 2010

2009 gestaltete sich für die Maxon-Motor-Gruppe als ein schwieriges Geschäftsjahr. Allerdings fiel der erwartete Umsatzrückgang aufgrund der breiten Diversifikation und der Gewinnung wichtiger Projekte sowie neuer Kunden geringer aus, als ursprünglich befürchtet. Insgesamt beläuft sich der Gruppenumsatz auf 248 Mio. CHF (ca. 180,7 Mio. Euro), was einem Rückgang zum Vorjahr um 16 % entspricht. Der Cashflow von 27,6 Mio. CHF (ca. 20,1 Mio. Euro) erlaubte es dem Unternehmen, alle Investitionen aus eigenen Mitteln zu tätigen. Maxon setzt 8,6 % des Umsatzes für die Forschung und Entwicklung ein, in der über 200 der insgesamt rund 1.700 Mitarbeitenden (Vorjahr: 1.760) beschäftigt sind.

Eugen Elmiger (Sprecher der Geschaeftsleitung, Sales & Marketing), Juergen Mayer (Praesident Verwaltungsrat), Dr. Karl-Walter Braun (Controlling), Armin Lederer (Operations) und Ulrich Claessen (Entwicklung), v.l.

In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahrs verzeichnet Maxon gute Auftragseingänge und Rekordumsätze. Aufgrund der volatilen Weltmärkte beurteilt das Unternehmen die weitere Entwicklung als vorsichtig positiv. „Wir haben uns im wirtschaftlich heftigen Gegenwind bewusst antizyklisch verhalten und gezielt in die Entwicklung investiert“, sagte Hauptaktionär Karl-Walter Braun an der Medienkonferenz. Dadurch sei es Maxon gelungen, seine Technologieführerschaft weiter auszubauen und neue Anwendungsnischen zu erschliessen. Die Weltmärkte entwickelten sich unterschiedlich, wie K.-W. Braun ausführte. Märkte wie Nordamerika mit einem hohen Medizinaltechnikanteil waren relativ stabil. Die Medizinaltechnik macht mittlerweile rund ein Drittel des Maxon-Umsatzes aus. Großbritannien lieferte dank verschiedener Spezialanwendungen ein gutes Resultat. Märkte mit einem hohen Anteil an der Industrieautomation und -robotik sowie der Investitionsgüterindustrie verzeichneten starke Einbussen, unter anderem Deutschland und Japan. In China, das Japan umsatzmässig erstmals überflügelte, legte Maxon weiter zu.


Weiterentwicklungen
In diesem Jahr kommt ein Spezialmotor für Anwendungen im Bereich sehr hoher Temperaturen auf den Markt, der für geologische Untersuchungen im Erdinnern eingesetzt wird, im Wesentlichen für Steuerungsaufgaben im Bohrumfeld. Während bei den Mars-Motoren der Bereich tiefer Temperaturen bis <>120°C abgedeckt wird, kann nun der Bereich hoher Temperaturen bis 200°C erschlossen werden. Aufgrund der hohen Temperaturen kommen bei der Herstellung dieser Motoren keine Klebstoffe mehr zum Einsatz. Maxon stellt pro Jahr über 15.000 verschiedene Antriebsvarianten her, die unter anderem im Radsport eine schnellere Gangschaltung ermöglichen, die Unverwechselbarkeit von Geldscheinen garantieren oder die präzise Dosierung von Insulin in tragbaren Geräten erlauben. Mit einem „Roboter-Fisch“, angetrieben von Maxon-Motoren, können in Zukunft Fischschwärme aus Gefahrenzonen in sichere Gewässer geführt werden. Weitere Neuheiten, wie ein hochpräziser Dreh-Hub-Antrieb sowie Antriebe für die Steuerungs und Medizinaltechnik, unterstreichen die hohe Innovationskraft des Unternehmens, das im Lauf dieses Jahres die Anzahl der Forschungs- und Entwicklungs-Mitarbeitenden erhöhen will.


Guter Start in 2010
Der Aufwärtstrend, der in der zweiten Jahreshälfte 2009 einsetzte, hat sich 2010 weiter verstärkt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres verzeichnete das Unternehmen ein neues Rekordergebnis. Dies hatte zur Folge, dass neue Arbeitsplätze geschaffen worden sind, um Kundenbestellungen rasch ausliefern zu können. Da die Märkte weiterhin volatil seien, so VR-Präsident Jürgen Mayer, sei eine Prognose über den weiteren Geschäftsverlauf äußerst schwierig. Bei einer anhaltenden konjunkturellen Aufhellung sei Grund zu einem vorsichtigen Optimismus gegeben.

Weitere Informationen unter www.maxonmotor.de.


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