26. Mai 2010
"openSafety" bietet Diskussionsstoff
Sercos-Statement aus der openautomation 3/2010
„Zunächst freuen wir uns natürlich, dass im Zusammenhang mit der Ankündigung von ,openSafety’ mit B&R ein weiterer namhafter Automatisierungshersteller ein klares und offenes Bekenntnis zu Sercos III abgegeben und erste Produkte mit Sercos-III-Schnittstelle vorgestellt hat. Dies bestätigt erneut die sehr gute Position von Sercos III im Markt.
Peter Lutz, Geschäftsführer Sercos International
Überrascht und verwundert waren wir über die mit uns nicht abgestimmte Verwendung des geschützten Warenzeichens Sercos in Publikationen und in Darstellungen auf dem Messestand der Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG). Denn damit wird der Anschein erweckt, dass das Konzept bzw. die Kombination von ,openSafety’ (Powerlink Safety) und Sercos III von uns (Sercos International) mitgetragen und aktiv unterstützt wird. Wir möchten hier klar festhalten, dass es zu diesem Thema noch keinerlei Gespräche gegeben hat und auch keine Kooperation zwischen Sercos International (SI) und der EPSG bzw. zwischen SI und B&R besteht.
Mit CIP Safety haben wir uns ganz bewusst für einen etablierten Safety-Standard entschieden, um nicht ein weiteres, zu bestehenden Safety-Protokollen inkompatibles Protokoll im Markt einzuführen. Produkte und ein definierter, mit dem TÜV und den involvierten Organisationen (ODVA und SI) abgestimmter Zertifizierungsprozess werden in naher Zukunft verfügbar sein. All dies basiert auf einer soliden Kooperation zwischen den Organisationen ODVA und SI, über die neben patentrechtlichen und markenrechtlichen Aspekten auch die gemeinsame Fortentwicklung der Technologie definiert vereinbart sind.
Zum aktuellen Zeitpunkt ist es sehr schwierig, eine technische Bewertung der „openSafety“-Aktivität von EPSG und B&R abzugeben, da die erforderlichen Informationen aktuell nicht offengelegt sind.
Selbstverständlich ist die Tunnelung eines beliebigen überlagerten Protokolls (hier: ,openSafety‘) über Sercos III als ,Black Channel‘ möglich. Aber hier gilt es deutlich zwischen einer Nutzung für proprietäre Implementierungen und der Nutzung für einheitliche Safety-Protokolle zu unterscheiden. Aus unserer Sicht ist die Einführung eines weiteren Safety-Protokolls nicht zielführend. Dies wird die Komplexität für Hersteller und Anwender deutlich erhöhen und in gleichem Maße die Akzeptanz verringern.“
Peter Lutz
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