05. Mai 2010
ARC-Studie: HMI Software und Services - weltweiter Ausblick
Das Analystenhaus ARC Advisory Group rechnet mit einem Markteinbruch von etwa 20 % für die HMI-Software-Branche im Jahre 2009. Davon waren weltweit alle Marktregionen betroffen und selbst die Wachstumsmärkte China, Indien und Brasilien blieben nicht verschont. Das Marktvolumen 2009 betrug knapp 850 Mio. US-$. Damit brachen im Krisenjahr 2009 die Märkte für HMI-Software und -Hardware beinahe parallel ein, wie die ARC-Studien zu den Themen Industrie PC – inklusive Panel PC – und Operator Panels belegen. Das Marktwachstum im Jahr 2010 wird kaum über eine schwarze Null hinauskommen.
Für die nächsten Jahre geht die ARC Advisory Group für den HMI-Markt von einem Marktwachstum von 6,9% aus auf rund 1.200 Mio. US-$ im Jahr 2014. Das stärkste Wachstum wird in Asien und Lateinamerika erwartet. In Europa und Nordamerika wird nur mit einem verhältnismäßig kleinen Wachstum gerechnet. Vorrangig wird das Thema der Migration von Altsystemen auf neue Systeme eine wichtige Rolle spielen.
Windows7 als Trendsetter
Die Zukunft des HMI-Markts wird stark von Microsofts Betriebssystem Windows7 geprägt. Hersteller, die frühzeitig auf Windows7 setzen, werden laut ARC auch in Zukunft bestens gerüstet sein, um weiteres Wachstum zu erzielen. So denken die Analysten, dass Windows7 im Gegensatz zu Vista den Nerv der Automatisierer trifft. Es seien häufig noch ältere Systeme, wie Windows XP, im Einsatz. „HMI-Systeme werden bereits heute größtenteils als Client-/Server-Multi-Tasking-Plattform aufgesetzt, wobei sich dieser Trend fortsetzt. Das macht eine Migration der älteren Systeme auf Windows7 teilweise erforderlich, aber auf jeden Fall sinnvoll“, meint Florian Güldner, Analyst bei ARC Advisory Group, und verweist auf die Studie Human Machine Interface Software and Services Worldwide Outlook
Der Markt für die kleineren Systeme, wie PDA, Smart Phones oder kleine kostengünstige HMI-Systeme, wird zunehmend von den Windows-CE-Systemen dominiert. Das Marktwachstum war bei Herstellern mit einer Ausrichtung auf den Building-Automation-Markt am größten. Denn hier wurden oft selbstentwickelte Lösungen durch angebotene Komplettlösungen, inklusive aller HMI-Serviceleistungen, ersetzt.
Die Vierte Dimension
Der Human Factor stellt eine Wissenschaft dar, die sich mit der Fehlerabhängigkeit von Bedienpersonal in Abhängigkeit äußerer Umstände beschäftigt. Hier zeigen die wissenschaftlichen Ergebnisse, dass neben einem guten Training vor allem Ergonomie eine der essentiellsten Bestandteile ist, um Risiko, Fehler, Ausfallzeiten und Unfälle zu minimieren und Produktivität und Qualität zu steigern. Dabei werden in leistungsfähiger Hard- und Software zunehmend 3-D-Simulationen und Live-Videoübertragungen eingesetzt, um Training und Support an der Maschine oder im Feld zu ermöglichen. Diese Live-Videos werden von ARC quasi eine vierte Dimension für intelligente Visualisierung und Automatisierung gesehen.
Weitere Informationen zur ARC unter www.arcweb.com.
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