19. April 2010
Siemens Industry: Ausbau der Aktivitäten in Schwellenländern
Dr. Heinrich Hiesinger, Vorstandsmitglied und CEO des Siemens-Sektors Industry
Während sich die entwickelten Industriemärkte aufgrund der vorhandenen Überkapazitäten nur langsam erholen, rechnet Siemens mit Wachstumsimpulsen vor allem aus den Schwellenländern Asiens und des Nahen und Mittleren Ostens. Bis 2015 soll rund ein Drittel des gesamten Wachstums der Industriemärkte aus China und Indien kommen. „Unser Umfeld bleibt weiterhin herausfordernd“, so Dr. H. Hiesinger. „Umso wichtiger ist es, unsere exzellente Position auf diesen Wachstumsmärkten zu nutzen und unsere Präsenz dort weiterhin auszubauen.“ In China, dem drittgrößten Markt weltweit, verfüge der Industry-Sektor bereits über mehr als 21.000 Mitarbeiter sowie 13 F&E-Standorte. Produkte, wie die Steuerungen Simatic S7 200 CN und Sinumerik 802, sowie die Brandmeldeanlage Cerberus ECO FS 18 werden dort auf die speziellen Anforderungen des lokalen Marktes ausgelegt.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung will Siemens im Industriegeschäft bewusst auf dem hohen Niveau der Vorjahre halten. Die F&E-Quote des Sektors, die 2009 bei 5,2 % lag, soll 2010 sogar leicht erhöht werden. „Wir werden weiter in unsere Innovationskraft investieren und gezielt Neuentwicklungen vorantreiben, die einen Mehrwert bieten – also unsere Kunden produktiver, flexibler und effizienter machen“, so Dr. H. Hiesinger. Als aktuelle Innovationsfelder, in denen Siemens einen Wettbewerbsvorsprung habe, nannte Hiesinger unter anderem energieeffiziente Antriebstechnik, intelligente Gebäudetechnik, sowie die Integration von Industrie-Software und Automatisierungstechnik.
Siemens weist aus, als einziger Anbieter komplette Antriebssysteme zu beherrschen von der Steuerung über Motoren bis hin zur Getriebetechnik. Damit könne das Unternehmen die Effizienz in energieintensiven Branchen, wie Chemie, Metall- und Papierverarbeitung, um bis zu 70 % erhöhen. Im Automobil- und Maschinenbau sind hingegen vor allem noch höhere Produktivität und Flexibilität gefragt. Durch die Verknüpfung von Produktdesign und Produktion auf Basis industrieller Software-Lösungen bietet das Unternehmen seinen Kunden in diesem Bereich Produktivitätspotenziale und kann die Markteinführungszeiten neuer Produkte nach eigenen Angaben in vielen Fällen halbieren.
Mittels intelligenter Gebäudetechnologie lässt sich laut den Sector-CEO auch die Energieeffizienz von Gebäuden um bis zu 40 % steigern. „Mit unseren hochentwickelten Gebäudeautomationssystemen ist die technische Grundlage für die Smart Buildings der Zukunft schon geschaffen“, so Dr. H. Hiesinger. Diese werden künftig die Energiekosten je nach verfügbarem Tarif optimieren oder selbst als dezentraler Energieerzeuger Strom aus meist regenerativen Quellen ins Netz einspeisen.
Siemens stellt Messestand ins WWW
Aufgrund der Flugausfälle durch die Aschewolke in Folge des Vulkanausbruches in Island hat Siemens prompt reagiert und für Interessierten einen kompletten Rundgang über den Messestand im Internet online gestellt. Daheimgebliebene haben so nun die Möglichkeit, den Siemens-Stand auf der Hannover Messe zumindest virtuell zu erleben. Online können sich Besucher eine Guided Tour zur Hannover Messe ansehen. Das sechsminütige Video führt den Besucher über den Siemens-Stand und erklärt anhand ausgewählter Beispiele, wie sich ökonomische Effizienz, Produktivität und ökologische Verantwortung vereinbaren lassen.
Im Lauf der Messe folgten weitere Videos, die mit folgendem Link abrufbar sind: www.hannover-messe.siemens.de.
Weitere Informationen zum Siemens-Sektor Industry unter www.siemens.com/industry.
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