22. April 2010

EPSG kündigt ersten einheitlichen Standard für openSafety an

Die EPSG präsentierte in Hannover “openSafety” als das erste feldbusübergreifende
Sicherheitskonzept und demonstrierte am eigenen Stand die Vorteile für Maschinenbauer und Endkunden am Beispiel von vier unterschiedlichen Industrial-Ethernet-Systemen. So eignet sich der einheitliche Safety-Standard laut EPSG für Modbus TCP, Sercos III, Ethernet/IP und Powerlink. “Besonders profitieren Sensorhersteller von dieser Entwicklung, da sie jetzt mit einer einzigen Safety-Lösung die komplette Protokollvielfalt abdecken und sich damit enorme Kosten und Investitionsrisiken ersparen können”, hieß es dazu von Seiten der Nutzerorganisation. “Mit ,openSafety’ steht der Automatisierungsbranche jetzt erstmalig ein einheitlicher, busunabhängiger Safety-Standard für sicherheitsgerichtete Netzwerke zur Verfügung, der sich mit allen Industrial-Ethernet-Systemen und Feldbussen verwirklichen lässt“, verkündete Stefan Schönegger, verantwortlich für die Business-Unit Open Automation Technologies bei B&R, während der Hannover Messe. Die Lösung sei verfügbar und sowohl vom TÜV Süd als auch vom TÜV Rheinland unabhängig vom Transportprotokoll gemäß der IEC 61508 zertifiziert, hieß es weiter.

In seinem Vortrag unterstrich S. Schönegger die Offenheit des Safety-Protokolls, die dem Anwender nicht nur hohe rechtliche Sicherheit garantiere, sondern auch die Interoperabilität zu beliebigen Kommunikationssystemen. Weiter erklärte er, dass auch hier die Komponenten fertig entwickelt seien und nur noch zertifiziert werden müssten. Günter Greil vom TÜV Süd bestätigte
die Eignung des Safety-Protokolls für unterschiedliche Industriebereiche, zu denen beispielsweise Automotive, Bahnverkehr und Prozessindustrie zählten.

“Grundsätzlich kann jedes Unternehmen, das keinen eigenen Safety-Layer entwickelt hat, ,openSafety’ als Basis seiner Sicherheitslösungen verwenden”, erklärt die EPSG.

Weitere Informationen unter http//open-safety.org.

Lesen Sie dazu auch das offizielle Statement von Peter Lutz, Geschäftsführer Sercos International, in dem er klarstellt: “Zu diesem Thema hat es noch keinerlei Gespräche gegeben und es besteht auch keine Kooperation zwischen Sercos International (SI) und der EPSG bzw. zwischen SI und B&R.” >>> mehr


>>> Kommentar schreiben
>>> zur Comment Area