08. April 2010

Pepperl+Fuchs und Knick: Lizenzvereinbarung für Dart-Technologie

Die Pepperl+Fuchs GmbH, Hersteller von Komponenten und Lösungen zum Explosionsschutz, mit Sitz in Mannheim und die Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG, tätig auf dem Gebiet der Potentialtrennung und der Analysen-Messtechnik, mit Sitz in Berlin haben eine Lizenzvereinbarung zur Nutzung der Dart-Technologie unterzeichnet. Das offene Lizenzmodell regelt die umfassende Nutzung der patentierten Dart-Technologie (Dart = Dynamic Arc Recognition and Termination) und soll deren schnelle, internationale Verbreitung unterstützen. Beide Firmen erklärten auch ihr gemeinschaftliches Interesse, die internationale Normung dieser Technologie voranzutreiben. Eine erste Applikationslösung für ein Dart-Analysegerät mit einem Dart-Speisegerät wird auf der Hannover Messe 2010 vorgestellt.
Bisherige Lösungen für eigensichere Stromkreise begrenzen die Leistung zum Betrieb von Geräten im explosionsgefährdeten Bereich, um das Entstehen zündfähiger Funken gänzlich auszuschließen. Dart hingegen erkennt den bei der Bildung eines Funkens charakteristischen Strom- und Spannungsverlauf. Innerhalb von wenigen Mikrosekunden wird die Stromversorgung unterbrochen und auf diese Weise der Funken “gelöscht” – bevor dieser genügend Energie zur Zündung explosionsfähiger Gemische aufgenommen hat. Die bislang aus den Anforderungen der IEC 60079-11 „Geräteschutz durch Eigensicherheit“ resultierenden Leistungsgrenzen werden mit Hilfe der DART-Technologie signifikant angehoben. Auf diese Weise kann bis zu 50 W nutzbare Leistung eigensicher in den explosionsgefährdeten Bereich eingespeist werden. Leistungsfähige Feldgeräte, die bisher nur in Kombination anderer Ex-Schutzarten wie Ex e, m, d, p usw. zur Verfügung standen, werden nun auch eigensicher ausgeführt. Dies führt zu einer immer sicheren Verkabelung und zum problemlosen Öffnen der Geräte vor Ort.


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