17. März 2010
Siemens Industry: Nachhaltigkeit im Fokus
Anton S. Huber ist CEO der Division Industry Automation im Siemens-Sektor Industry
Damit adressiert Siemens Themen des diesjährigen Mottos der Hannover Messe: „effizienter, produktiver, nachhaltiger“. Zu einer höheren Energieeffizienz tragen innovative Automatisierungs- und Antriebslösungen bei. Mit Analyse-Tools, energiesparenden Produkten und Konzepten lassen sich Energieverbrauch, Kosten und CO2-Emissionen senken. Bei der Optimierung der Produktivität zeigt das Unternehmen Wege auf, wie Rationalisierungspotenziale in der Betriebsphase oder auch beim Design einer Anlage genutzt werden können. An Branchenbeispielen von Automobilfertigung, Nahrung & Genussmittel, Pharma, Öl & Gas sowie Solar werden Potenziale zur Optimierung von Produktionsanlagen demonstriert. Gleichzeitig wird an diesen Beispielen deutlich, wie sich ökonomische Effizienz und Produktivität und ökologische Verantwortung miteinander vereinbaren lassen.
Alleinstellungsmerkmale
Siemens erreichte mit seinem Industriegeschäft im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 35 Mrd. € und sieht sich trotz eines schwierigen Konjunkturumfelds gut gerüstet, im Industriegeschäft weiter Marktanteile zu gewinnen. So sehen alle drei CEO der genannten Divisionen Alleinstellungsmerkmale in ihrem Bereich, die dem Kunden Vorteile bieten.
Klaus Helmrich ist CEO der Division Drive Technologies im Siemens-Sektor Industry
„Wir verbinden Industrie-Software und Automatisierungstechnik und bieten so durchgängige Lösungen für den gesamten Produktlebenszyklus einschließlich Produktionsprozess“, sagt A. S. Huber. „Damit erhalten unsere Kunden einen schnellen Return on Invest, verbessern ihre Wettbewerbsfähigkeit und reduzieren die Markteinführungszeiten neuer Produkte. In diesen Lösungen sehen wir neue Wachstumschancen.“ Mit den Übernahmen von UGS, Innotec und zuletzt der französischen Elan Software Systems SA hat die Division ihre Position auf dem Gebiet der Industrie-Software in den letzten Jahren ausgebaut.
„Energieeffizienz in der industriellen Produktion reduziert Energie- sowie Fertigungskosten und entlastet gleichzeitig die Umwelt“, schließt J. Wegmann an. Eine Voraussetzung sei, alle Verbrauchsstellen in der Produktion zu kennen, um dann ein Energieoptimierungs-Konzept zu entwickeln. Bei dieser ganzheitlichen Betrachtung werden sowohl technische als auch wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigt, um kurzfristige Amortisationszeiten zu erreichen.
Innovationen zur Messe
„Unsere führende Marktposition verdanken wir unserer Innovationskraft, und der sie treibenden Strategie, ständig klar messbaren Zusatznutzen für unsere Kunden zu erzeugen“, erläutert A. S. Huber weiter. Als zwei Beispiele, die dies belegen sollen, nennt er die Simatic S7-1200 und die Sirius-Produktfamilie. „Letztere haben wir im vergangenen Jahr im Strombereich bis 40 A komplett erneuert“, erklärt er.
Aus dem Bereich Drives Technologies wird unter anderem als Neuheit ein Add-on für das Prozessleitsystem Win CC präsentiert, das Transparenz im Energieverbrauch von der Einspeisung bis zum Verbraucher bringt. Ebenfalls in den Bereich Energieeffizienz spielen neue Hocheffizienzmotoren hinein, die in Hannover Premiere feiern. Außerdem verweist K. Helmrich auf ein besonderes Highlight auf der Messe: „Die technologische Kompetenz der Drive Technologies über die gesamte Verfahrenskette wird im Mittelpunkt eines besonderen Exponats auf unserem Gemeinschaftsstand stehen: Beginnend bei der digitalen Entwicklung eines Formteils für eine Presse mit dem CAD/CAM-System NX CAM, über die Bearbeitung an der Maschine mit der CNC-Steuerung Sinumerik 840D sl bis zur Herstellung der Komponente an einer Pressenstraße wird der gesamte Entstehungsprozess eines A-Säule-Karosserieteils live demonstriert. Im Fokus stehen die ganzheitliche Planung und Realisierung der wesentlichen Produktionsschritte in Verbindung mit dem Werkstück, der effiziente Einsatz von Ressourcen sowie die Standardisierung des Prozesses und seine kontinuierliche Verbesserung.“

Details zu den ersten Profienergy-Produkten
Die Siemens-Division Industry Automation bringt zur Hannover Messe ihre ersten Profienergy-Produkte auf den Markt: das Simatic ET 200S Powermodul PM-E RO für das dezentrale Peripheriesystem Simatic ET 200S High Feature und Funktionsbausteine für Simatic-Steuerungen. Das Powermodul schaltet einzelne Ausgänge und Eingänge des Peripheriesystems Simatic ET 200S High Feature gezielt ab und trennt die daran angeschlossenen Verbraucher von der Stromversorgung. Mit den neuen Funktionsbausteinen lässt sich das Energiemanagement ganzer Anlagenteile realisieren. Sie basieren auf dem neuen Profienergy-Profil der Profibus Nutzerorganisation (PNO) sowie der neuen Profinet-Funktionalität I-Device (Intelligent Device), die eine E/A-Kommunikation einer CPU zu anderen überlagerten oder zentralen Steuerungen erlaubt. Diese Funktionsbausteine berücksichtigen Automatisierungsstrukturen mit den Steuerungen Simatic CPU 315-2 PN/DP, CPU 317-2 PN/DP und CPU 319-3 PN/DP sowie den dezentralen Peripheriesystemen mit CPU-Funktionalität Simatic ET 200S und ET 200pro.
Weitere Informationen unter www.automation.siemens.de.
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