01. März 2010
Ergebnisse der AMA Januarumfrage lassen auf Erholung der Konjunktur schließen
Auf seiner Jahrespressekonferenz am 18.02.2010 in Nürnberg, stellte der AMA Fachverband für Sensorik e.V. seine neuen Erkenntnisse zur konjunkturellen Lage der Sensorikbranche vor. Die AMA Januarumfrage 2010 erfasste 90 deutsche Unternehmen der europäischen Sensorikbranche, einschließlich Mess- und Prüftechnik deren abgegebene Stimmen näherungsweise 13000 Arbeitsplätze repräsentieren.
Den Ergebnissen zufolge erlitt die Branche seit dem dritten Quartal 2008 einen kontinuierlichen Umsatzeinbruch von insgesamt 25 %. Dieser Sinkflug schwächte sich während des zweiten Quartals 2009 ab, und kehrte sich im dritten Quartal um. Anschließend stieg er zwei Quartale in Folge wieder um jeweils 5 % an. Die Befragung ergibt, dass die Branche zum Ende 2009 insgesamt rund 17 % an Umsatz verloren hatte aber für 2010 mit 5 % Umsatzwachstum rechnet.
Die Exportquote lag in 2009 hochgerechnet auf die Branche bei 48 % und zeigte einen deutlichen Zuwachs im innereuropäischen Geschäft um 6 %.
Um mit der krisenbedingt gesunkenen Nachfrage klarzukommen, baute die Sensorik in 2009 rund drei Prozent ihrer Arbeitsplätze ab. Für das angebrochene Jahr 2010 plant sie, um weitere rund 1 % personell zu schrumpfen. Auch die Investitionsbereitschaft litt unter dem sinkenden Umsatz und den ungewissen Aussichten. So investierte die Branche in 2009 14 % weniger als im Vorjahr. Für 2010 plant sie demgegenüber jedoch wieder eine Steigerung von etwa 4 %.
„Als die ersten Zeichen von möglicher Stabilisierung erschienen, argwöhnten viele, dass es sich hierbei lediglich um das vorübergehende Nachfüllen leergewordener Lager handeln könnte. Nun aber, nach zwei Quartalen Wachstum in Folge, ist davon auszugehen, dass sich die Konjunktur tatsächlich allmählich erholt”, so Wolfgang Wiedemann, Vorstandsvorsitzender des AMA Fachverband für Sensorik.
Johannes Steinebach, Schatzmeister des AMA Fachverband bemerkt: „Unsere Branche befindet sich momentan in dem Dilemma, dass sie heute auf einem vergleichbaren personellen Niveau steht wie zu Anfang 2007, jedoch bei dem wesentlich niedrigeren Umsatz von 2005. Wir müssen also weiterhin sehr gut haushalten und in einigen Fällen stehen noch harte Entscheidungen an. Immerhin bietet aber die Krise unser Branche auch eine schöne Chance, denn der verschärfte Wettbewerb unter unseren Kunden dürfte den Trend zu mehr Sensorik in ihren Produkten in näherer Zukunft noch beschleunigen.”
Sensortechnologie ist für sämtliche Industriesektoren eine Schlüsseltechnologie, für Produktfunktionalität, für Forschung und Entwicklung, sowie für die Produktion und die Qualitätssicherung. Sie ist zentraler Bestandteil der Mehrzahl von technischen Produkten aus allen Anwendungsbereichen, von Haushaltswaren und Verbraucherprodukten über Fahrzeuge und Industriegütern bis zum Umweltschutz und den Life-Sciences. Aus diesem Grund ist ihre Branchenkonjunktur ein passendes Barometer für die gesamte Konjunktur und lässt sich mit nur geringen Einschränkungen auf die sie übertragen.
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