26. Februar 2010
Jumo: Geschäftsjahr 2009 und Perspektiven
Carsten Juchheim präsentierte auf einer Pressekonferenz in Fulda die Zahlen aus 2009 und Perspektiven für 2010
Die Beschäftigungssituation
Die Jumo-Unternehmensgruppe beschäftigte per Dezember 2009 insgesamt 1.670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon waren am Standort Fulda 1142 – inklusive der 101 Auszubildenden – tätig, 43 in den Niederlassungen und Büros im Inland sowie 485 in den ausländischen Tochtergesellschaften. Insgesamt hat Jumo damit im Vergleich zum Vorjahr 86 Personen weniger beschäftigt. Anfang August 2009 wurden 31 neue Auszubildende eingestellt. Auch 2010 möchte Jumo wieder möglichst viele Ausbildungsplätze anbieten, um qualifizierten Nachwuchs zu fördern und jungen Menschen eine Chance für eine Berufsausbildung zu geben.
Betriebliches Vorschlagswesen
Auch im Jahr 2009 ist es der Unternehmensgruppe gelungen, aufgrund zahlreicher Vorschläge aus dem Mitarbeiterkreis Verbesserungen zu erzielen und Ideen umzusetzen. Neben der errechenbaren Kostenersparnis von über 254.000 € sind hier die Verbesserung zahlreicher Organisations- und Informationsabläufe sowie die weitere Optimierung der Technik zu nennen. Insgesamt 230 Verbesserungsvorschläge von 165 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden eingereicht. Die Beteiligungsquote lag bei 15 % der Gesamtbelegschaft, die Anerkennungsquote belief sich auf 61 %.
Der am höchsten prämierte Verbesserungsvorschlag wurde von Günter Appel aus dem Bereich „Sensorenfertigung“ eingereicht. Er erreichte mit der Umstellung und Optimierung eines Prozessablaufs beim Sputtern von Temperatursensoren eine erhebliche Kosteneinsparung und deutliche Senkung der Durchlaufzeit. Der Gruppenvorschlag von Uwe Betz, Peter Wenzel und Bernhard Hohmann aus dem Bereich „Zeigerthermometer“ ermöglichte es, durch Vakuumlöten ein teureres Schweißverfahren zu ersetzen.
Ein weiterer Vorschlag mit hohem Einsparpotenzial kam – mit Unterstützung durch Wilfried Appel – ebenfalls von der vorgenannten Gruppe: Ein flexibel einsetzbares Bördelverfahren konnte zeit- und somit kostenoptimiert werden.
Neue Tochtergesellschaft in Bosnien und Herzegowina
Seit dem 1. Januar dieses Jahres gehören zur Fuldaer Unternehmensgruppe Jumo 23 Tochtergesellschaften. Jumo Österreich, der zweitgrößte Jumo-Standort im Ausland, eröffnete in Bosnien und Herzegowina die sechste eigene Tochter und damit Enkeltochter zu Jumo Fulda. Bereits seit über 30 Jahren ist Jumo im Gebiet der ehemaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien präsent. Bevor eigene Außendienstmitarbeiter das gesamte Gebiet Jugoslawiens betreuten, wurde der Markt über Außenhandelsunternehmen bedient. 2007 wurde schließlich in der Föderation Bosnien und Herzegowina ein eigenes Vertriebsbüro gegründet. Mit der von Jumo Österreich in Doboj-Istok eröffneten Tochtergesellschaft werden die Aktivitäten am Markt in Bosnien und Herzegowina weiter ausgebaut. Neben Beratung und Projektierung sowie dem Verkauf von Mess- und Regeltechnik bietet die Tochtergesellschaft die Inbetriebnahme der Geräte sowie Service und Reparatur an. Einer der größten Vorteile ihrer Gründung besteht darin, dass in Landeswährung fakturiert werden kann. Dies erleichtert speziell den kleineren Kunden den Weg zu den Geräten, da sie nun keine Devisen mehr bereitstellen müssen und die mit dem Import verbundenen Tätigkeiten wegfallen.
Weitere Informationen unter www.jumo.de.
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