18. Februar 2010

DIHK: Konjunkturerholung nimmt Fahrt auf

“Die konjunkturelle Erholung nimmt Fahrt auf”, resümiert Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Ergebnisse der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2010. “Erstmals seit Beginn der Krise blicken wieder mehr Unternehmen optimistisch als pessimistisch auf die kommenden Monate”, berichtet er weiter. Die Geschäftserwartungen verbesserten sich so rasch wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Die Umfrage beruht auf den Antworten von mehr als 25.000 Unternehmen. Die Antworten verteilen sich auf die Industrie (31 %), die Bauwirtschaft (6 %), den Handel (24 %) und die Dienstleistungen (39 %). Sie zeigt unter anderem, dass sich die Situation der Industrieunternehmen zügig aufhellt – auch, wenn hier die aktuelle Auslastung noch schwach ist. Die stärksten Impulse kommen demnach vom Export. “Turbulenzen auf den Auslandsmärkten beeinträchtigen diese Tendenz nicht so stark, wie manch aufgeregte Meldung nahe legt”, sagt M. Wansleben in Berlin.

Da sich auch die Investitionsnachfrage im Inland mehr und mehr belebe, halte der DIHK inzwischen ein Wirtschaftswachstum von 2,3 % im laufenden Jahr für realistisch. Im Herbst 2009 hatte die Prognose für 2010 noch bei 2 % gelegen.

Als “erfreulich robust” erweist sich nach Worten des DIHK-Hauptgeschäftsführers zudem weiterhin der Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen werde nach DIHK-Schätzungen 2010 im Jahresdurchschnitt auf 3,6 Millionen steigen, so M. Wansleben. “Das sind zwar 200.000 Personen mehr als im vergangenen Jahr. Aber damit wird die Krise im Tiefpunkt kaum mehr als 400.000 Arbeitsplätze gekostet haben.”

Der DIHK-Hauptgeschäftsführer warnte, der Aufschwung dürfe nicht durch eine Kreditklemme abgewürgt werden. “Deshalb hat gerade jetzt die Sicherung der Kreditversorgung der Unternehmen höchste Priorität.”


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