09. Februar 2010

ZVEI: Erholung setzt sich schrittweise fort

Die Minusraten in der deutschen Elektroindustrie werden weiterhin kleiner: Im Dezember 2009 sind die Auftragseingänge nur noch um 8 % hinter ihrem Vorjahreswert zurückgeblieben. Inländische Kunden bestellten 7 % weniger als vor einem Jahr, ausländische 8 %. „Damit hat sich die Tendenz stetig kleiner werdender Minusraten – begünstigt durch Großaufträge – weiter fortgesetzt“, erläuterte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Erstmalig seit 15 Monaten waren im Dezember die Orderrückgänge wieder einstellig.“ Im gesamten abgelaufenen Jahr 2009 sind die Auftragseingänge um 28 % gegenüber Vorjahr gesunken.
Umsatz und Produktion erholen sich ebenfalls schrittweise. Beide Größen haben ihre Vorjahreswerte im Dezember 2009 um 15 % bzw. 8 % unterschritten. Im Verlauf des Gesamtjahres 2009 ist der Branchenumsatz um 24 % auf 145 Mrd. € gefallen. Die Produktion blieb 2009 21 € unter ihrem Vorjahresniveau. Für das laufende Jahr rechnet der ZVEI mit einem Produktionsplus von 3 % bis 4 % sowie einem Wiederanstieg des Umsatzes auf 150 Mrd. €.
Laut Ifo-Geschäftsklima haben die Unternehmen der Elektroindustrie im Januar ihre aktuelle Lage zum siebten Mal in Folge etwas günstiger beurteilt als im Vormonat. Das Geschäftsklima – als Mittel aus La-gebeurteilung und Erwartungen für die kommenden sechs Monate – hat sich im Januar zum achten Mal in Folge erholt.
Ende November 2009 waren 814000 Beschäftigte in der Elektroindustrie tätig (Ende 2008: 827000), 121.000 Beschäftigte arbeiteten kurz.


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