04. Dezember 2009

Fieldbus Foundation präsentiert Marketingerfolge

Die Fieldbus Foundation (FF) hielt im Rahmen einer Pressekonferenz auf der SPS/IPC/Drives 2009 in Nürnberg Rückschau auf ihre Marketingaktivitäten in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) in 2008 und 2009. Kernpunkte der Strategie während dieser Jahre waren die Fortführung des Aufbaus regionaler Marketingkomitees, ein umfassendes Schulungsprogramm für Anwender, die Teilnahme an internationalen und regionalen Fachmessen und Konferenzen, die Durchführung der Fieldbus Foundation Jahreshauptversammlung 2008 im belgischen Antwerpen sowie Tests und Demonstrationen der neuen sicherheitsgerichteten Funktionen der Foundation-Technologie (FF-SIF) bei Shell Global Solutions in Amsterdam, BP Gelsenkirchen und Saudi Aramco in Dharan, Saudi Arabien. Weiterhin wurden wissenschaftliche Studien über den Einsatz von umfassender dezentraler Anlagensteuerung (Control in the Field, CIF) angestoßen.

Die Gründung eines regionalen Marketingkomitees für Mittel- und Osteuropa (CEE) im Oktober 2008 war für die Fieldbus Foundation ein wichtiger Schritt nach vorn. In enger Zusammenarbeit mit dem bereits etablierten ungarischen Komitee startete das CEE-Komitee der FF-Marketinginitiativen in fünfzehn Ländern in Mittel- und Osteuropa. Das CEE-Komitee ist damit das jüngste der FF-EMEA-Marketingkomitees, die bisher bereits in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Ungarn, dem Nahen Osten, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und den Baltischen Staaten (GUS&B), Norwegen, Schweden und Südafrika aktiv sind.

Jede Gruppe hat sich der Förderung der FF-Technologie in ihrer Region zur Aufgabe gemacht. Dabei werden verschiedene lokale Aktionen, wie Anwenderschulungen, Herstellertrainings, Teilnahme an Fachmessen sowie Technologiedemonstrationen, durchgeführt. Mitglieder der Komitees sind Hersteller oder Anwender von Foundation-Geräten, Host-Systemen, Tools und Dienstleistungen. Sie arbeiten gemeinsam und mit Unterstützung des EMEA-Lenkungsausschusses sowie des EMEA-Exekutivrats der FF an der Förderung der Foundation-Technologie.

Als Meilenstein im Rahmen des EMEA-Marketingplans wurde im Lauf des Jahres ein Programm von Schulungen und Konferenzen durchgeführt, das Veranstaltungen im englischen Reading, Wembley, Cork/Irland, Stockholm, Budapest, Cabriès/Frankreich, Paris, Piolo/Italien, Algier/Algerien, Basel, Stavanger/Norwegen, Moskau, Abu Dhabi und Kuwait umfasste. Die Seminarteilnehmer setzen sich aus Planungsingenieuren und Anwendern der Foundation-Technologie zusammen sowie allen Interessierten, die diese kennen lernen möchten. Ihnen wurden Einführungen in die Technologie und ihrer Implementierung, praktische Anwendungsbeispiele und Diskussionsrunden in den jeweiligen Landessprachen angeboten.

Um die Vorteile der Technologie zu den potentiellen Anwendern zu kommunizieren nahmen die Mitglieder der EMEA-Marketingkomitees im vergangenen Jahr an zahlreichen Fachmessen und Konferenzen teil, wie der Process Management Academy in Düsseldorf, Interkama in Hannover sowie Achema in Frankfurt, der ITF in Stockholm, der HET Instrument in Utrecht, Instrumentation Scotland + Offshore Systems in Aberdeen, DCS 15 in Ungarn und mcT in Mailand sowie der Process Teknik in Göteborg.

Jahrelange intensive Arbeit seitens der Arbeitsgruppe SIF (Feldbus für Sicherheitsfunktionen) führten zu einer erfolgreichen Live-Demonstration der FF-SIF-Technologie für Anwender und Hersteller von Automatisierungstechnik aus aller Welt in der Niederlassung von Shell Global Solutions in Amsterdam. Vorführungen von Vertretern von Shell Global Solutions (Amsterdam), Saudi Aramco (Dharan/Saudi-Arabien), BP (Gelsenkirchen) und Chevron (Houston/Texas) erläuterten die Implementierung der SIF-Technologie in zahlreiche verfahrenstechnisch Sicherheitssysteme. Seit der Demonstration im Mai 2008 wurde FF-SIF weiterentwickelt bis zur Endfassung der technischen Spezifikationen und der Freigabe des SIF Interoperability Test Kits und einer aktualisierten Device Description (DD) Library mit SIF-Funktionsblöcken. Eine Ausarbeitung der ARC Advisory Group mit dem Titel ‚ Foundation Fieldbus Instrumented Functions Forge the Future of Process Safety’ kann von der Webseite heruntergeladen werden: www.fieldbus.org.

In einer engen Zusammenarbeit des FF-EMEA-Komitees und dem englischen Unternehmen Industrial Systems and Control Ltd, (ISC) wurde eine quantitative Analyse der Vorteile von Control in the Field auf FF-Basis durchgeführt. ISC ist ein auf komplexe Automatisierungsprozesse spezialisiertes Beratungsunternehmen mit engen Beziehungen zum Industrial Control Centre der University of Strathclyde, Schottland. Die Ergebnisse dieser Studie wurden von ARC Advisory Group in einem White Paper mit dem Titel ‚The Business Value Proposition of Control in the Field’ veröffentlicht. Details dazu finden Sie hier.

Marc Van Pelt, Vizepräsident FF EMEA Operations, begrüßte die Fortschritte, die seine Kollegen im Verlauf der letzten Jahre gemacht haben. „Ich freue mich, dass die Marketinggruppen Jahr für Jahr aktiver werden. Während sich die Anwender von Prozessautomatisierung in EMEA die Technologie mehr und mehr zu eigen machen, werden wir sie wo immer möglich in ihrer Landessprache dabei unterstützen.“ M. Van Pelt weiter: „Wir erhöhen die Anzahl geplanter Anwenderschulungen und -ausstellungen in der Region und bauen die Website der Fieldbus Foundation mit Seiten in den verschiedenen Landessprachen weiter aus. Zudem stehen den Anwendern und Mitgliedsunternehmen immer mehr Übersetzungen der technischen Unterlagen der Fieldbus Foundation zur Verfügung.“

Die anwenderorientierten Initiativen werden auch in 2010 fortgesetzt und konzentrieren sich auf die Vorteile der Foundation-Technologie als Automatisierungsinfrastruktur zur Erhöhung der Betriebseffizienz. Die EMEA-Marketingkomitees erarbeiten momentan ihre Pläne für 2010, die Seminare und Informationsveranstaltungen in vielen Ländern der Region EMEA vorsehen.

Da die Nachfrage nach fachbezogenen Schulungen für die Technologie weiterhin steigt werden zunehmend mehr Bildungseinrichtungen eine Zertifizierung entsprechend des Ausbildungsprogramms der Foundation beantragen. Dieses Programm wurde von der FF ins Leben gerufen, um einheitliche, internationale Richtlinien für Feldbus-Lehrpläne zu entwickeln. Es legt einheitliche Qualifikationen für Studenten der Technologie fest. STC Brielle in den Niederlanden ist eines der ersten zertifizierten internationalen Fieldbus Foundation Trainingszentren. Die University of Miskolc in Ungarn befindet sich zur Zeit im Zertifizierungsprozess; hier soll das Zentrum für Foundation Fieldbus Trainings für Zentral- und Osteuropa entstehen.

Weitere Informationen unter www.fieldbus.org.


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