11. November 2009

Atmel, HMT und Mesco: Zusammenarbeit bei IO-Link Entwicklung

Die Firmen Atmel, HMT Microelectronic und Mesco Engineering gaben aktuell ihre Zusammenarbeit für die Bereitstellung von schlüsselfertigen Lösungen für integrierte IO-Link-Baugruppen bekannt. Die Lösung soll dem IO-Link-Entwickler Vorteile im Bereich der Bauteilkosten und auch des Platzbedarfs bieten. Komponenten, wie Atmel-AVR-Microcontroller, HMT-PHY-IC und der Mesco-IO-Link-Firmware-Stack, bilden das nach eigenen Angaben kleinste IO-Link Referenzdesign. IO-Link als industrieller Kommunikationsstandard bietet eine Reihe von Vorteilen für den Anwender, wie einfachere Verkabelung, Ferndiagnose und Parametrierung.

Für viele Sensorhersteller sind Beschränkungen in der physikalischen Größe ein Schlüsselkriterium für die Einbeziehung von IO-Link. Während der Entwicklungsphase war für Atmel, HMT und Mesco Engineering die Größe der Platine ein entscheidender Faktor. Das jetzt angebotene Referenzdesign TM96.0 GENIE Explorer Variant A mit Abmessungen von 6 mm x 20 mm ist die nach Firmenangaben kleinste zurzeit auf dem Markt erhältliche Lösung.

Die TM96.0-A ist ein Musterbeispiel für den hohen Integrationsgrad der von Atmel, HMT und Mesco gemeinsam durchgeführten Entwicklung. Das IO-Link-Modul verfügt über eine Drucktaste, zwei LED und ein Potentiometer für Eingriffe der Entwickler in das System. Der Atmel-ATtiny88-Mikrocontroller arbeitet mit IO-Link-Firmware von Mesco. Die Kommunikation über die IO-Link-Leitung wird durch das HMT7742 PHY IC von HMT gesteuert. Das Referenzdesign erfordert keinen externen Verpolungsschutz und entspricht der IEC 60255-5 bezüglich des
EMV-Überspannungsschutzes.

AVR-Mikrocontroller und HMT7742 PHY IC sind verfügbar in sehr kleinen Gehäusen und ermöglichen kompakte Implementierungen für Anwendungen mit eingeschränktem Platz. Sämtliche AVR-Mikrocontroller, einschließlich des Pico-Power-TM XMEGATM und 12-Bit-ADC sowie DAC, arbeiten mit Firmware-Modulen von Mesco und sind kompatibel mit dem HMT7742 PHY IC. Dies ermöglicht den Entwicklern, skalierbare Lösungen mit guter Anpassung an die gewünschte Anwendung zu schaffen, die weniger Teile benötigen.

Die IO-Link-Firmware-Module von Mesco bieten dem Entwickler einer IO-Link-Schnittstelle vollen Zugang zu sämtlichen Funktionen und Diensten, die in der IO-Link-Spezifikation Version 1.0 definiert sind. Die Firmware unterstützt auch Funktionen, wie Service-PDU, Interleave Mode und die direkte Diagnose mit differenzierten Informationen. Durch den modularen Aufbau, der für die AVR-Architektur optimiert wurde, kann die Bibliothek an den vorhandenen Speicherplatz angepasst werden und ermöglicht eine schnelle Implementierung anwendungsspezifischer Befehle. Das TM96.0-A Referenzdesign wird mit einer Demo-Anwendung der IO-Link-Firmware von Mesco geliefert. Für die Entwicklung von IO-Link-Produkten sind ein TM96.0-Evaluierungs- und Debugging-Board verfügbar, das mit allen notwendigen Anschlüssen und der Firmware-Bibliothek von Mesco ausgestattet ist.

Ingar Fredriksen, AVR Produkt Marketing Direktor bei Atmel stellt fest: “Wir sind sehr erfreut über die Zusammenarbeit mit HMT und Mesco Engineering, wodurch wir unsere AVR-Familie als Mikrocontroller erster Wahl für die Entwicklung IO-Link-fähiger Produkte positionieren. Der Kunde profitiert sowohl von HMT’s hoher Kompetenz bei Mixed-Signal-IC und Asic für industrielle Sensoren als auch von Mesco’s Erfahrung im Bereich der industriellen Kommunikation und, insbesondere, deren Arbeit auf dem Gebiet der IO-Link-Standardisierung. Die Kombination des innovativen und kleinen HMT PHY IC mit den kompakten und effizienten AVR-Controllern sowie der bewährten Software-Bibliothek von Mesco ist ein echtes Plus für alle Sensor- und Aktorhersteller, die nach einer integrierten und zuverlässigen IO-Link-Lösung suchen, die mit niedrigen Systemkosten behaftet ist. AVR-Produkte werden in mehreren Ausführungen hinsichtlich Pinning, Speicher und Funktionen angeboten. Somit können Entwickler leicht den für ihre Applikation benötigten Microcontroller auswählen und den Mesco-Firmware-Stack mit der Anbindung zum HMT 7742 PHY IC implementieren.“

Roger Bostock, Produktmanager für IO-Link bei HMT kommentiert: “In unserem HMT7742 PHY IC, das für einen breiten Markt geeignet ist, stecken unsere langjährigen Erfahrungen in der Entwicklung integrierter Schaltungen für industrielle Sensoren und Module mit höheren Spannungen. Wir werden diese Basis mit einer Familie von IO-Link-IC und IP für unterschiedliche Anforderungen von Sensoren und Aktoren, immer mit Blick auf möglichst geringe Abmessungen, erweitern. Durch die erfolgreiche Partnerschaft mit Atmel und Mesco stehen Sensor- und Aktorentwicklern geeignete Referenzdesigns zur Verfügung, bei denen die Kompatibilität der einzelnen Elemente gewährleistet ist. Damit können sich die Kunden auf die Erfassung und Steuerung konzentrieren, ohne sich um die Verkabelung hinter dem Gerät zu kümmern.“

Peter Bernhardt, Verkaufsleiter bei MESCO meint dazu: “Die IO-Link-Technologie wird für die Kommunikation zwischen Sensoren und Aktoren entwickelt. Eine wichtige Forderung jedes Entwicklers von IO-Link-Modulen ist Hardware mit möglichst geringen Abmessungen. Mesco als Dienstleistungsunternehmen für die Entwicklung anwendungsspezifischer Hardware und Software profitiert von der Kooperation mit Atmel und HMT außerordentlich. Wir sind jetzt in der Lage, Kunden sehr kompakte Lösungen anzubieten, die wir mit diskreten elektronischen Bauteilen und Schaltkreisen niemals erreicht hätten.“

“Mesco ist seit seiner Gründung aktives Mitglied des IO-Link-Arbeitskreises. Wir haben die gewonnenen Erfahrungen dazu verwendet, die IO-Link-Firmware-Bibliothek zu entwickeln und können unseren Kunden qualifizierte Entwicklungen anbieten”, fuhr P. Bernhardt fort.

Vorführgeräte des TM96.0-A und der TM96.0-B Entwicklungskit sind jetzt erhältlich. Weitere Informationen unter www.hmt.ch/genie-explorer.


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