28. August 2009

DFAM-Studie „Sicherheitsgerichtete Sensorsysteme“ abgeschlossen

Mensch und Maschine müssen in modernen Produktionsumgebungen innerhalb des europäischen Raums immer enger zusammenarbeiten. Aus diesem Grund müssen sich die Anlagenhersteller in verstärktem Maß mit der Thematik der Anlagensicherheit beschäftigen.

Die DFAM (Deutsche Forschungsgesellschaft für Automatisierung und Mikroelektronik) hat diesen Sachverhalt als Grundlage für eine Studie herangezogen. Danach bieten Hersteller von Steuerungs- und Kommunikationstechnik bereits ein breites Sortiment an Safety-Komponenten an. Dagegen existiert im Bereich der Sensorik und Aktorik nur ein kleiner Teil der für den Markt notwendigen Komponenten, die bereits unter dem Blickwinkel der Sicherheit entwickelt und zertifiziert sind.

In der auf den Maschinen- und Anlagenbau zugeschnittenen Studie werden die Grundlagen
zur Sicherheitstechnik dargelegt, die für den Komponentenhersteller, den Systemhersteller
und auch den Anwender von Bedeutung sind. Auf wichtige Normen, zum Beispiel die DIN EN 61508 (VDE 0803) und weitere Richtlinien wird eingegangen.

Basierend auf diesen Angaben wird der aktuelle Stand der Technik erläutert. Lösungswege
für den Entwurf sicherheitsgerichteter Komponenten und Systeme werden aufgezeigt und
gegeneinander abgewogen. Dabei wird auf das Konzept der Sicherheitsebenen eingegangen.
Diverse Beispiele hierzu verdeutlichten die Arbeitsweise der angeschnittenen Ansätze.

Für die Zertifizierung von Komponenten werden grundlegende Möglichkeiten aufgezeigt,
die sich in der Betriebsbewährtheit oder durch einen kalkulatorischen Nachweis äußern.
Methoden und Vorgehen für einen quantitativen Nachweis von neuartigen Komponenten
werden vorgestellt, verglichen und mögliche Datenquellen für die Ausfallraten der einzelnen
Bauteilelemente aufgezeigt.

Während der Erstellung der Studie zeigte sich, dass außerhalb der klassischen Komponenten der Sicherheitstechnik nur ein geringer Anteil anderer Sensoren sicherheitszertifiziert ist. Aus dem recherchierten Pool wurden einige Sensoren exemplarisch herausgegriffen und damit in der Studie verschiedene Aspekte dargestellt. Eine Auswahl hierzu findet sich im Anhang der Studie.

Die Mitglieder der DFAM erhalten die Studie kostenlos. Nicht-Mitglieder können die Studie
bei der DFAM anfordern unter: www.dfam.de.


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