30. Juli 2009
SPS/IPC/Drives: Start 2010 in China und Italien
Mit der SPS – Industrial Automation Fair Guangzhou – kurz SIAF Guangzhou und der SPS/IPC/Drives Italia geben 2010 zwei neue Veranstaltungen für elektrische Automatisierung ihr Debüt. Sie sind die ersten Meilensteine, mit denen die Mesago Messe Frankfurt das Konzept der SPS/IPC/Drives auf Märkten im Ausland etablieren will. Auf einem Pressegespräch am 23. Juli 2009 in Stuttgart stellte Joseph Rath, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mesago Messe Frankfurt, der Fachpresse die Strategie dieser Internationalisierung vor. „Bei den Märkten, die wir ins Auge fassen, sind selbstverständlich die ökonomischen Strukturen und das Potenzial für elektrische Automatisierung wichtig. Gleich viel Gewicht haben aber die typischen SPS/IPC/Drives-Qualitätsanforderungen. Nur wenn ihre Erfüllung sicher ist, werden wir uns engagieren“, erklärte J. Rath.
Analysiert man den Erfolg der deutschen SPS/IPC/Drives, finden sich verschiedene Faktoren: unter anderem eine möglichst umfassende Abbildung des Marktes und die Fokussierung auf Besuchernutzen. Die Messe stellt für den Anwender eine Plattform dar, auf der alle relevanten fachlichen Fragestellungen diskutiert und Lösungen gefunden werden. Hierzu dienen neben den Gesprächen am Messestand vor allem der Kongress und die begleitenden Foren. Deshalb, so Rath, sei die Durchführung in Landessprache wichtig. „Trotz hohem Anteil aus dem Ausland, kommt der weit überwiegende Teil der Besucher der SPS/IPC/Drives Nürnberg aus dem Inland. Eine SPS/IPC/Drives ist immer konzipiert für einen nationalen Markt. Darum gibt es keine Überschneidungen hinsichtlich der Besucherzielgruppe: In Nürnberg trifft der Aussteller in erster Linie den deutschen Anwender, in Parma den italienischen, der Lösungen für seine Firma im italienischen Markt sucht, während der Aussteller auf der SIAF die Anwender und Entscheider des südchinesischen Marktes trifft. Und wenn Aussteller und Anwender dieselbe Sprache sprechen, fördert dies den Ergebnischarakter, von dem die SPS/IPC/Drives geprägt ist.“
Ziel ist, so J. Rath, den etablierten und erfolgreichen Standard der SPS/IPC/Drives in neue, definierte Märkte zu implementieren und dadurch nationale und internationale Aussteller zu unterstützen, dort mithilfe des bewährten Konzepts zu einer erfolgreichen Messebeteiligung und Marktpräsenz zu gelangen. Bei der Umsetzung dieser Strategie der Qualität hilft die Einbindung der Mesago Messe Frankfurt in den Mutterkonzern Messe Frankfurt. „Die weltweite Präsenz und das gute Image öffnet viele Türen und ermöglicht eine optimale Ausrichtung auf den jeweiligen Zielmarkt“, betont J. Rath. Das Konzept sieht dabei vor, dass die Mesago Messe Frankfurt mit ihrem Know-how bei Veranstaltungen auf neuen Märkten bei der Konzipierung aktiv berät, die Organisation und Durchführung aber bei der jeweils vor Ort vorhandenen Niederlassung der Messe Frankfurt liegt.
Mit der SIAF vom 08. bis 11. März in Guangzhou und der SPS/IPC/DRIVES ITALIA vom 19. bis 21. Oktober 2010 in Parma ist Joseph Rath sich sicher, zwei ideale Veranstaltungen zum Auftakt der Internationalisierung zu planen. China, als Volkswirtschaft mit der höchsten Wachstumsrate, steigenden Lohnkosten und wachsendem Qualitätsanspruch, ist als Markt für elektrische Automatisierung besonders attraktiv. Automatisierungsprojekte der ansässigen Industrie werden von der Regierung gefördert. In der Provinz Guangdong, gelegen im Pearl River Delta, wird nahezu ein Drittel der chinesischen Exporte produziert. Die Region ist weltweit einer der führenden Produktionsstandorte. Guangzhou, Hauptstadt der Region, verfügt mit dem Pazhou Complex über Asiens größtes Ausstellungszentrum. Moderne Architektur und Infrastruktur prägen das Gelände. Seit 1997 war Guangzhou Veranstaltungsort der CHIFA, erfolgreiche Vorgängerin der SIAF. Namhafte Aussteller, auch die Niederlassungen deutscher Hersteller, präsentierten sich dort für den chinesischen Markt. „Der Kurs der CHIFA, die Professionalität der lokalen Partner und die Wachstumsperspektiven der Region waren für mich entscheidend, uns hier zu engagieren“, so J. Rath.
Italien ist in Europa nach Deutschland der zweitgrößte Markt für elektrische Automatisierung. Parma, der Veranstaltungsort, ist eines der der führenden Wirtschaftszentren Norditaliens. Es liegt strategisch günstig im Herzen der Region Padana. Führende Industrien des italienischen und internationalen Marktes sind im Umfeld beheimatet. Alleine in der Lombardei und der Emilia Romagna sind zwischen 60 % und 80 % der für die Automatisierungsanbieter interessanten Unternehmen ansässig. „Bislang existierte in Italien noch keine der Bedeutung des dortigen Marktes entsprechende Veranstaltung“, erklärt J. Rath. „Die SPS/IPC/Drives Italia wird diese Lücke schließen.“
Nach weiteren Zielmärkten nachgefragt bemerkte er, dass vieles derzeit in Prüfung ist. Länder in Südamerika, Südostasien und auch Indien hätten Potenzial. Auch weitere Standorte in anderen Wachstumsregionen Chinas wären einer Überlegung wert. „Maßgebliches Kriterium der Geschwindigkeit mit der wir internationalisieren ist Qualität. SPS/IPC/Drives ist ein Gütesiegel, und das wird auch so bleiben.“ Im Umkehrschluss kann dieser Anspruch auch zu der Beendigung eines Engagements führen, wie kürzlich im Falle der Zusammenarbeit mit der Nürnberg Messe China für die Automation Shanghai, IAC, TME + Sensor. „Wenn wir die Qualität in von uns unterstützten Veranstaltungen nicht erreichen, dann geben wir, nach entsprechenden Hinweisen an den Partner, die Unterstützung lieber auf. Ausweitung um jeden Preis kann nicht Ziel eines erfolgreichen Brandings sein“, so J. Rath abschließend.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen in China und Italien unter:
www.siaf-china.com und www.sps-italia.net/it/inside.asp.
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