13. Juli 2009

Studie: Bis zu einem Viertel der Maschinenbauer vor dem Aus

Nach einer Studie der Münchner Beratungsfirma Alvarez & Marsal stehen 20 % bis 25 % der insgesamt 6.000 deutschen Maschinenbauer vor dem Aus. “Die Branche steht vor einem schmerzhaften Ausleseprozess. Es wird schon kurzfristig eine flächendeckende Bereinigung geben”, sagte der Autor der Studie, Michael Pesch, der Tageszeitung “Die Welt”. Mit einer Erholung der angespannten Lage rechnet M. Pesch erst von 2011 an.

“Unser Prognosemodell geht von einem Umsatzrückgang in Höhe von 25 % bis zum Jahr 2010 aus”, sagte M. Pesch weiter. Gleichzeitig dürften in den Jahren 2009 und 2010 branchenweit jeweils Verluste in Höhe von rund 11 Mrd. Euro auflaufen. Als Folge der aktuellen Krise erwartet M. Pesch auch einen heftigen Preiskampf, mit dem die Unternehmen auf eine massive Unterauslastung reagieren würden. Bislang habe hier noch ein Restbestand an Aufträgen das Schlimmste verhindert. “Die werden aber im derzeit laufenden dritten Quartal weitgehend abgearbeitet sein.”

Einen dramatischen Einbruch auch beim Autoabsatz erwartet der Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) in Geislingen, Willi Dietz. Statt 3,6 Mio. Autos würden im kommenden Jahr nur noch 2,6 Mio. verkauft werden, sagte W. Dietz dem Bremer “Weser-Kurier”. Er erwartet daher Massenentlassungen. “Seit August 2008 sind in der Branche rund 50.000 Arbeitsplätze verloren gegangen. Diese Größenordnung werden wir bis Ende nächsten Jahres wieder erleben, wenn der Markt nicht anzieht”, sagte W. Diez.

Auch bei Händlern und Werkstätten steht demnach ein großer Einschnitt bevor. Von den heute 11.000 Autohäusern werden nach den Prognosen von W. Dietz bis 2015 nur rund 6.000 übrig bleiben.


>>> Kommentar schreiben
>>> zur Comment Area